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Mutter und Kinder machen Übungen mit Gymnastikball
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7 Wunder-Übungen aus der Physiotherapie

Ihr Kind stark machen

Hier habe ich für Sie ein kurzes Programm entwickelt, mit dem Sie die Bewegungsfreude Ihres Kindes steigern können. Die Konzentration, die nötig ist, um das Gleichgewicht zu halten, gibt Körper und Geist Halt. 

Expertenrat von 
Dipl. oec. troph. Marion Jetter, Ernährungsberaterin & Chefredakteurin "Mein Kind - fit & gesund!"

Gymnastik mit dem großen Ball Diese Übungen erfordern schnelle Reaktion und ein gutes Gleichgewichtsgefühl. Sietrainieren vor allem die tief liegenden, stabilisierenden Muskeln und verbessern gleichzeitig die Körperhaltung.

Das steckt dahinter

Der Körper muss bei diesen Übungen ständig ausbalanciert werden, was die Sensomotorik verbessert

Bitte beachten

Die Größe des Balls ist dann richtig, wenn beim Sitzen das Hüftgelenk Ihres Kindes höher ist als das Knie und der Oberschenkeleine abfallende Liniezeigt. Als Richtwert für den Balldurchmesser gilt: Körpergröße in Zentimeter minus 100.

Material: Gymnastik- bzw. Pezzibälle gibt es in verschiedenen Größen ab 20 € (z.B. bei Sport Thieme www.sport-thieme.de – hier finden Sie auch verschiedene Balancekissen ab 24 €).

Mein Tipp

Die Übungen können einzeln oder als Abfolge ausgeführt werden. Ermutigen Sie Ihr Kind, geduldig zu sein und mit Spaß an die Übungen zu gehen.

Übung 1: Sitzen und Federn

Ziel: Aktiviert das Herz-Kreislauf-System.

1. Ihr Kind setzt sich auf den Ball, die Beine sind dabei leicht geöffnet, die Füße stehen fest auf dem Boden. Den Oberkörper langmachen und ein wenig nach vorne lehnen. Die Arme sind nach unten gestreckt. Jetzt soll Ihr Kind langsam beginnen, auf dem Ball zu federn – der Po „klebt“ am Ball, die Füße bleiben am Boden.

2. Wenn das gut gelingt, kann Ihr Kind die Arme beim Federn auch mit nach oben bewegen. Ruhig weiteratmen. 15 bis 25 Wiederholungen.

Übung 2: Den Ball heranziehen

Ziel: Trainiert die Schulter- und die Rumpfmuskulatur

1. Ihr Kind legt sich mit dem Bauch auf den Ball und wandert anschließend langsam mit den Händen in eine Liegestützposition. Am besten so weit nach vorne, dass die Schienbeine auf dem Ball liegen und die Arme unter den Schultern stehen. Wichtig: Beine und Oberkörper möglichst gestreckt in einer Linie halten!

2. Wenn das gut gelingt, den Ball an die Hände heranziehen. Hüfte und Knie dazu beugen. Anschließend den Ball langsam und kontrolliert nach hinten – zurück in die Ausgangstellung – schieben. 5 bis 10 Wiederholungen.

Übung 3: Strecken auf dem Ball

Ziel: Kräftigt die Bein- und die Rückenmuskeln.

1. Ihr Kind legt sich auf den Rücken. Nun die Beine mit den Waden auf den Ball legen. Die Oberschenkel stehen möglichst senkrecht. Der Kopf bleibt in der Mitte, die Arme liegen mit etwas Abstand zum Oberkörper am Boden.

2. Nun soll Ihr Kind versuchen, die Beine gegen den Ball zu drücken und die Hüfte zu strecken. Den Po dabei anheben, möglichst weit nach oben, so dass Beine, Becken und Oberkörper eine Linie bilden. Die Position ein paar Atemzüge lang halten, dann langsam wieder senken.

Übung 4: Drehen auf dem Ball

Ziel: Fördert das Gleichgewicht und schult das Reaktionsvermögen.

1. Das Kind legt sich mit dem Bauch mittig auf den Ball. Den Rücken strecken und die Beine nach hinten stellen, sodass nur die Fußballen den Boden berühren. Die Arme seitlich ausstrecken, um das Gleichgewicht zu sichern.

2. Jetzt soll Ihr Kind versuchen, sich auf dem Ball vorsichtig um die eigene Achse zu drehen. Dabei mit dem Oberkörper immer dicht am Ball bleiben. Von der Seite auf den Rücken und von dort auf die andere Seite und wieder auf den Bauch rollen. Die Füße wandern bei der Drehung am Boden mit. Wenn eine Richtung klappt, die andere ausprobieren. 5 Wiederholungen pro Richtung.

Übung 5: Dehnen

Ziel: Verbessert die Beweglichkeit im Brustkorb.

1. Ihr Kind setzt sich auf den Ball, die Beine sind dabei leicht geöffnet. Die Füße stehen weit vor den Knien und mit der ganzen Fußsohle am Boden.

2. Langsam den Ball Richtung Füße rollen und dabei mit dem Rücken über den Ball nach hinten lehnen. Nur so weit gehen, wie es angenehm ist. Die Arme seitlich oder nach hinten sinken lassen und für ein paar Atemzüge in dieser Dehnung verweilen.

3. Um wieder in die Position zurückzukommen, den Kopf langsam heben, in Richtung Knie schauen und die Füße gegen den Boden drücken. Dann den Oberkörper wieder nach oben in die aufrechte Position schieben. 2 bis 3 Wiederholungen.

Übung 6: Brücke bauen

Ziel: Verbessert die Beweglichkeit der Wirbelsäule

1. Halten Sie den Ball stabil von einer Seite. Ihr Kind lehnt sich an der anderen Seite gegen den Ball und beginnt sich dann langsam rückwärts über den Ball zu schmiegen. Geben Sie immer nur so viel Gegendruck, dass die Rollbewegung langsam und sicher ist. Das Kind rollt sich langsam weiter über den Ball, bis es in seiner gesamten Länge wie eine Brücke über dem Ball liegt.

2. Diese Position kurz halten und dann sachte wieder in die Startposition zurückbewegen. Den Ball dabei ganzlangsam wieder zurückrollen lassen, bis Ihr Kind mit dem Po auf dem Boden landet. 5 Wiederholungen

Übung 7: Balance halten

Ziel: Trainiert den Gleichgewichtssinn und die gelenkumspielende Muskulatur.

1. Ihr Kind stellt sich zuerst beidbeinig auf ein „Balancekissen“. Beim Auftreten müssen die gelenkumspielenden Muskeln die wackelige Unterlage kompensieren und werden dadurch gestärkt.

2. Wenn das gut gelingt und sich Ihr Kind sicher fühlt, kann es versuchen, ein Bein anzuheben und so die Balance zu halten. Dann das Bein wechseln. 5 bis 10 Wiederholungen.

 

 

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