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Mädchen macht Yoga Übungen in der Natur
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Finger Yoga für Kinder und Anti Aggressions Mudras

Zeigen Sie Ihrem Kind die Mudras, üben Sie diese gemeinsam mit ihm

Kinder aggressives Verhalten zeigen – sei es verbal durch Beschimpfungen, Beleidigungen, Fluchen oder körperlich durch Beißen, Treten und Schlagen – kann das für Eltern zu einer echten Herausforderung werden. Es gibt jedoch eine Reihe von Möglichkeiten, auf natürliche, ganzheitliche Weise mit aggressivem Verhalten von Kindern umzugehen und ihnen zu helfen, ihr seelisches Gleichgewicht wiederzuerlangen. Eine davon ist das Finger-Yoga, auch Mudras genannt, das ich Ihnen hier vorstelle. 

Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

Aus Sicht der jahrtausendealten chinesischen Medizin und auch des Ayurveda, der alten indischen Heilungstradition, stellen Aggressionen energetische Blockaden dar. Es handelt sich um eine Art „Energiestau“ im Energiesystem des Menschen. In der westlichen Medizin war das weit verzweigte System der Energiebahnen – auch Meridiane oder Nadis genannt – noch weitgehend unbekannt; es hat durch die Akupunktur nach und nach Anerkennung gefunden. Zunehmend weiß auch die Schulmedizin – vor allen Dingen aber die alternative Heilkunde – von dem Energiesystem des Menschen, das ähnlich wie das Kreislauf- oder Nervensystem den

gesamten Körper bis in die Fingerund Fußspitzen durchzieht. Mudras sind Finger- und Handstellungen, die energetische Blockaden aufheben und die blockierte Energie wieder zum Fließen bringen. Mudra ist ein Begriff aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „das, was Freude bringt“. Mudras sind symbolische Handgesten, die eine uralte Tradition besitzen und in Indien im alltäglichen Leben als Begrüßungsgeste „Namaste“ (vor dem Herzen zusammengelegte Handflächen) sowie auch in indischen Tänzen heute noch verwendet werden. Mudras wirken sich genauso wie Yoga positiv auf den Energiefluss und somit auf den ganzen Organismus aus. Das Tolle daran ist: Sie sind leicht zu erlernen und für Kinder ideal, da sie einfach und schnell überall ausgeführt werden können.

Zeigen Sie Ihrem Kind die Mudras, üben Sie diese gemeinsam mit ihm:
Die einfachen Hand- und Fingerhaltungen sollten einige Minuten lang ganz locker gehalten werden, ohne zu verkrampfen. Dabei sollte Ihr Kind ruhig ein- und ausatmen.

 

Ich habe für Kinder, die aggressives Verhalten an den Tag legen, einige einfache Mudras ausgewählt, die helfen, sich zu beruhigen und zu entspannen.

Mushti-Mudra (hilft gegen Aggression und angestaute Wut)

So geht‘s: Beide Hände werden zur Faust geballt. Der Daumen liegt dabei über den Fingern (bis zum Ringfinger). Diese Haltung locker einige Minuten halten und dabei ruhig ein- und ausatmen. So kann sich die angestaute Energie im Körper lösen.

Ksepana-Mudra (entspannt und hilft loszulassen)

So geht’s: Beide Zeigefinger nach oben strecken und aufeinanderlegen. Die Daumen überkreuzen sich, die anderen Finger (Mittel-, Ring- und Kleinfinger) sind wie zum Gebet verschränkt. Zwischen den Handflächen ist ein Hohlraum. Die Hände auf den Bauch legen und in den Bauch hinein atmen: langsam ein und kräftig wieder aus. Mindestens fünf Minuten halten. Danach ein Glas Wasser trinken. 

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Ganesha Mudra (gibt Kindern die Möglichkeit, Hindernisse, Probleme oder Sorgen beiseite zu schieben)

So geht’s: Die linke Hand wird so vor die Brust gehalten, dass die Handfläche nach außen zeigt. Die rechte Hand greift dann in die linke Hand, wobei die rechte Handfläche zum Körper hinzeigt. Die Hände werden in Herzhöhe gehalten.

Namaste-Mudra (verhilft zur Beruhigung und Zentrierung, gibt neues Gleichgewicht)

So geht’s: Beide Handflächen liegen aufeinander wie zum Gebet, die Hände werden zum Oberkörper geführt. Die Finger zeigen nach oben. Die Handkanten der zusammengelegten Hände auf Höhe des Herzens in der Mitte für ca. fünf bis zehn Minuten lang halten, dabei ein- und ausatmen.

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