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Drei Kindern springen auf einem Trampolin
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Trampolinhallen sind der neue Fitnesstrend

Auf dem Prüfstand

Bundesweit eröffnen immer mehr Trampolinhallen. Wer mitspringt, liegt nicht nur im Trend, sondern absolviert ein großartiges Work-out. Ich sage Ihnen, was an der neuen Trendsportart dran ist und worauf Sie als Eltern unbedingt achten sollten. 

Expertenrat von 
Dipl. oec. troph. Marion Jetter, Ernährungsberaterin & Chefredakteurin "Mein Kind - fit & gesund!"

Trampolinspringen: Was bringt’s?

Experten haben errechnet: Trampolinspringen ist dreimal so effektiv wie Joggen. Beansprucht werden auch kleinste Muskelpartien. Und: Durch regelmäßiges Training werden der Gleichgewichtssinn und das Körpergefühl gefördert. Hüpfen verbessert die Koordination und die Balance. Selbst beim Stehen auf dem Trampolin muss das Körpergewicht ausbalanciert werden. Zusätzlich werden die Knochenstruktur und das Bindegewebe gestärkt. Deshalb soll regelmäßiges Springen langfristig vor Knochenbrüchen und Osteoporose schützen. Der Spaß an der Sache hat noch einen angenehmen Nebeneffekt: Da während des Springens Endorphine ausgeschüttet werden, merkt man die Anstrengung nicht so sehr.

Was bieten die neuen Trampolinhallen?

Auf einer Fläche von mehreren tausend Quadratmetern befinden sich meist mehrere Trampoline mit großer Fläche sowie verschiedene Bereiche für Springen, Turnen, akrobatische Tricks, Basketball und 3-D-Völkerball.

Für wen ist Trampolinspringen geeignet?

In den meisten Trampolinhallen dürfen Kindererst ab acht Jahren springen. Fragen Sie am besten nach, und halten Sie sich (zum Wohl Ihres Kindes) auch an die Vorgaben (siehe unten „Die wichtigsten Regeln für sicheres Springen“).

Was kostet Trampolinspringen?

Die Kosten belaufen sich auf ca. 13 € pro 60 Minuten.

Wo kann man es ausprobieren?

360Jump Dietzenbach bei Frankfurt: Neben dem normalen Springen hat das 360Jump noch ein paar Zusatzangebote auf Lager. Es gibt einen Nachmittag speziell für Kinder zwischen fünf und acht Jahren miterwachsenen Begleitern. Die Jumpkids treffen sich dienstags von 14 bis 17 Uhr

Jump House in Hamburg, Flensburg und Berlin: Mit 4.000 Quadratmetern ist die Berliner Filiale die bislang größte Trampolinhalle Deutschlands. Neben speziellen Fitnesskursen bietet das JUMP House auch organisierte Dodgeball-Turniere an. Dodgeball (auf Deutsch: Duck-dich-Ball) ist ein Ballspiel, bei dem die Spieler, ähnlich wie beim Völkerball, dem Ball ausweichen sollen. Für besondere Anlässe kann man hier auch einen „Geburtstags Jump“ oder „School Jump“ buchen. JUMP in Berlin-Reinickendorf: Jeden Samstag findet hier eine Kinderdisko statt. Außerdem gibt es sogenannte Trampboards, die ähnlich aussehen wie Snowboards und Wintersportlern das Einüben von Tricks ohne Schnee mit weichem Fallermöglichen sollen.

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Achtung: Trampolinspringen kann gefährlich werden!

Trampolinunfälle haben zugenommen, seit die Sprunggeräte in den Gärten von Familien inzwischen fast zur Standardspielausrüstung gehören. Besonders Kinder unter fünf Jahren sind gefährdet. Sie verletzen sich in bis zu 40 Prozent der Fälle schwer, wie der Berliner Kinderorthopäde Holger Mellerowicz in einer Studie ermittelt hat. Laut der Berliner Untersuchung sind Brüche, Prellungen und Bänderrisse die häufigsten Verletzungen. Daneben kommen Kinder nach Trampolinunfällen auch mit Platzwunden am Kopf, Gehirnerschütterungen und Halsverletzungen ins Krankenhaus. Besonders groß ist das Risiko, wenn mehrere Kinder gleichzeitig hüpfen, da Zusammenstöße kaum zu vermeiden sind. Verletzungen fallen bei leichten Kindern umso schwerer aus, je größer der Gewichtsunterschied zu den anderen Springern ist.

Mein Fazit: Für größere Kinder (ab ca. acht Jahren) sind Trampolinhallen sicher eine gelungene Abwechslung zum normalen Schul- oder Vereinssport. Vor allem das aus dem Sportunterricht bekannte Ballspiel „Völkerball“ macht als 3-D-Version auf dem Trampolin natürlich viel mehr Spaß. Ganz nebenbei werden auch die Koordination und das Gleichgewicht geschult.

Die wichtigsten Regeln für sicheres Springen

(gilt übrigens auch für das Springen auf dem Gartentrampolin)

  • Jüngere Kinder nie unbeaufsichtigt hüpfen lassen!
  • Nicht mehrere Kinder gleichzeitig aufs Trampolin lassen – vor allem nicht unterschiedlichen Alters oder Gewichts!
  • Barfuß hüpfen: Schuhe erhöhen die Unfallgefahr!
  • Auf keinen Fall vom Trampolin runterspringen!

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