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Kind macht Yoga

Wie Ihr Kind durch Yoga profitiert

Yoga für Kinder

Kinder-Yoga ist ein wahrer Alleskönner: Es verbessert Beweglichkeit und Gleichgewicht, wirkt ausgleichend und konzentrationsfördernd. Und es macht Kindern großen Spaß, sich zu räkeln wie eine Katze oder zu brüllen wie ein Löwe. Mit acht einfachen Kinder-Yoga Einsteiger-Übungen. 

Expertenrat von 

Yogaübungen sind häufig der Natur abgeschaut: Da gibt es die Katze, die sich streckt und räkelt, den hüpfenden Frosch, den standhaften Baum oder die gelenkige Schlange. Kindern fällt es sehr leicht, sich in diese Figuren hineinzuversetzen.

Schon die Kleinsten finden Kinder-Yoga klasse

Ab wann ein Kind Yoga machen kann, hängt davon ab, wie und wo geübt wird: In speziellen Yogakursen für Kinder werden Kinder ab drei Jahren spielerisch an das eigenständige Üben herangeführt. Kleinkinder können zu Hause schon ein wenig „mitüben“, wenn Mama oder Papa Yoga machen. Sie können nachahmen, was die Großen vormachen. Es gibt sogar spezielle Bücher, die Anleitungen für Mutter und Kind geben (siehe „Zum Weiterlesen“). Babys können natürlich noch keine Yoga-Übungen machen. Trotzdem können Mama oder Papa seine Ärmchen und Beinchen fließend und sanft in verschiedene Positionen führen. So können die Kleinen den dreidimensionalen Raum erleben. Meist wird Baby-Yoga mit Elementen der Babymassage kombiniert – es fördert den intensiven Kontakt zwischen Eltern und Kind. Am besten ist es, sich im Rahmen eines Kurses anleiten zu lassen (z. B. von Volkshochschulen angeboten, oft als „Mutter & Baby- Kurs“), aber es gibt auch Bücher, die Baby-Yoga vermitteln (siehe „Zum Weiterlesen“).

So profitiert Ihr Kind von Yoga

Yoga ist gut für Körper und Seele. Auf der körperlichen Ebene verbessern sich

  • Körpergefühl und Körperwahrnehmung
  • Koordination und Motorik
  • Gelenkigkeit
  • Atmung und Durchblutung
  • Haltung (durch gestärkte Muskulatur)

Auch Psyche und Sozialverhalten profitieren:

  • Konzentration und Lernfähigkeit nehmen zu
  • Unruhe und Zappligkeit bessern sich
  • Kind kann sich leichter entspannen und ruhig werden
  • weniger Aggressivität
  • gibt Selbstvertrauen

Yoga ist wegen seiner vielfältigen positiven Wirkungen bei verschiedenen Erkrankungen günstig, so z. B. bei Migräne und Kopfschmerzen, Neurodermitis und Allergien sowie Hyperaktivität (ADHS = Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts- Syndrom).

Wichtig: Trotz aller positiven Wirkungen kann Yoga keine Wunder vollbringen! Um eine Verbesserung zu erreichen, sollte Ihr Kind regelmäßig mindestens 2-mal wöchentlich üben.

 

Tipps für das richtige Üben von Yoga mit Ihrem Kind

Ort: Der Raum, in dem Ihr Kind Yoga übt, sollte ruhig, angenehm temperiert und frisch gelüftet sein. Günstig ist ein warmer Boden (Holz oder Teppich). Ihr Kind braucht etwa 2 x 1,5 Meter freien Platz.

Unterlage: Für Bodenübungen oder zur Entspannung im Liegen braucht Ihr Kind eine Unterlage. Am günstigsten ist eine spezielle Yoga-Matte (aus dem Sportgeschäft oder zu bestellen z. B. über www.bausinger.de). Liegt im Übungsraum ein Teppich(boden), genügt fürs Erste auch eine mehrfach gefaltete dicke Decke.

Zeit: Ihr Kind sollte nicht mit vollem Magen oder unter Zeitdruck üben. Die letzte Mahlzeit sollte mindestens eine Stunde zurückliegen. Yoga kann Ihr Kind zu jeder Tageszeit machen, jedoch besser nicht direkt vor dem Schlafengehen. Es ist günstig, wenn die Übungen einen festen Platz im Tagesablauf haben.

Kleidung: Damit nichts kneift oder einengt, braucht Ihr Kind bequeme Kleidung, etwa ein Shirt und eine Trainingshose.

Lieber kurz, dafür öfter: Es genügt, wenn Ihr Kind fünf bis zehn Minuten lang übt – aber nur solange es mit Freude bei der Sache ist. Es ist völlig normal, dass Kinder eine bestimmte Übung nur für kurze Zeit halten können. Der Erfolg kommt mit der Zeit durch regelmäßiges Üben.

Anleitung: Da kleinere Kinder mit Erklärungen wenig anfangen können, sollten Sie Ihrem Kind die jeweilige Übung vormachen. Beginnen Sie, indem Sie z. B. sagen: „Stelle dir vor, du bist eine Katze/ein Baum“ – je nachdem, welche Übung Sie machen wollen. Auch wenn Ihr Kind die Übung nicht nach Ihrem Vorbild macht, sondern seine eigene Interpretation von Katze oder Baum entwickelt, ist das in Ordnung.Viel wichtiger als korrektes Üben ist der spielerische, kreative Zugang zum Yoga.

Vor dem Yoga wärmen Sie sich mit Ihrem Kind mit diesen beiden Übungen auf

Wie beim Sport ist auch beim Yoga ein „Kaltstart“ nicht gut. Deshalb sollte sich Ihr Kind vorher etwas aufwärmen. Das kann es z. B. mit dem Hampelmann und der Gorilla-Atmung.

Hampelmann

Bitten Sie Ihr Kind, sich vorzustellen, es wäre ein Hampelmann, der Arme und Beine bewegt, wenn an der Schnur gezogen wird. Es soll sich dazu mit gegrätschten Beinen hinstellen und die Arme seitlich ausstrecken (siehe Abbildung 1a). Dann hüpft es hoch, schließt die Beine und klatscht über dem Kopf in die Hände (siehe Abbildung 1b). Anschließend springt es wieder in die Grundstellung zurück. Lassen Sie Ihr Kind langsam anfangen und dann, wenn es mag, schneller werden.

Gorilla-Atmung

Jetzt ist Ihr Kind ein kräftiger Gorilla, der allen im Dschungel zeigt, wie stark er ist. Dazu trommelt er sich mit den Fäusten auf die Brust. Ihr Kind steht mit geschlossenen Beinen da und schließt die Augen. Dann atmet es tief ein, öffnet die Augen und brüllt laut und kräftig beim Ausatmen. Gleichzeitig trommelt es sich mit beiden Fäusten auf den Brustkorb. Dann kann es losgehen!

6 kinderleichte Yogaübungen

Alle Übungen sollten ein- bis dreimal wiederholt werden, solange Ihr Kind eben mitmachen mag. Wenn Ihr Kind will, kann es bei den Übungen die Augen schließen, um sich besser in das Tier bzw. die Figur hineinzuversetzen. Wenn es die Augen lieber offen lässt, ist das aber auch in Ordnung.

Baum

Bitten Sie Ihr Kind, sich vorzustellen, es wäre ein Baum. Mit seinen Wurzeln (= Füßen) ist es fest in der Erde verwurzelt. Seine Äste (= Arme) wachsen weit nach oben zu einer kräftigen Baumkrone. Ihr Kind steht mit beiden Beinen auf dem Boden, die Füße eine Hand breit auseinander. Nun stellt es den linken Fuß auf den rechten und bildet eine kräftige Wurzel (siehe Abbildung 2). Jetzt „wächst“ es nach oben, der Rücken wird gerade und die Arme wachsen seitlich über den Kopf nach oben in den Himmel, bis sich die Handflächen berühren (siehe Abbildung 2). Ihr Kind sollte diese Stellung kurz halten, dann die Arme sinken lassen und sich wieder auf beide Füße stellen. Anschließend wird der Baum mit dem anderen Fuß wiederholt.

Katze

Jetzt ist Ihr Kind eine Katze, die gerade aufgewacht ist und sich streckt und räkelt. Es steht im Vierfüßlerstand, atmet durch die Nase ein und wölbt seinen Rücken gleichzeitig zu einem runden Katzenbuckel (siehe Abbildung 3a). Dabei streckt es die Arme, sodass sie ganz lang werden. Nun atmet es durch den Mund aus (wenn es mag, kann es auch miauen), legt den Kopf in den Nacken und lässt den Rücken durchhängen (siehe Abbildung 3b).

Wiege

Ihr Kind verwandelt sich in eine sanft hin und her schaukelnde Wiege. Es setzt sich dazu auf den Boden, winkelt die Beine ab und zieht die Füße so nah an den Po, dass es die Knie mit seinen Armen umschließen kann. Dabei wird sein Rücken rund und es kann sich sanft nach hinten abrollen und wieder nach vorne schaukeln (siehe Abbildung 4). Ihr Kind darf in seinem eigenen Rhythmus so schnell schaukeln, wie es mag.


Wichtig, wenn Sie mit Ihrem Kind Yoga machen: Achten Sie darauf, dass Ihr Kind sich nicht an Möbelstücken oder der Heizung Kopf oder Rücken anschlägt. Es braucht für diese Übung unbedingt eine weiche Unterlage.

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