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Yoga für Kinder
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Yoga für Kinder: So sieht eine Yoga-Stunde aus

Die richtige Yoga-Schule für Ihr Kind

Yoga für Kinder unterscheidet sich vom Unterricht für Erwachsene in erster Linie durch die Dauer und die Art der Übungen: So sind die Atem-Übungen und die Meditation etwas kürzer. Natürlich sind die Übungen dem kindlichen Entwicklungsstand angemessen. Wie so eine Yoga-Stunde abläuft, lesen Sie hier. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

So sieht eine Yoga-Stunde für Kinder aus

  • Der Unterricht fängt mit einem rituellen Begrüßungs-Mantra an. Mantras sind leicht erlernbare, sich immer wiederholende Melodien mit spirituellem Inhalt. Das gemeinsame Mantra-Singen dient zur Einstimmung auf die Gruppe und auf die folgenden Übungen.
  • Mancher Yoga-Lehrer beginnt seine Yoga-Stunde auch mit einer Anfangsrunde, in der jedes Kind kurz erzählen kann, wie es ihm geht. So lernen sich die Kinder untereinander besser kennen. Der weitere positive Aspekt einer Anfangsrunde ist, dass Kinder Wichtiges, Aufregendes oder Belastendes loswerden, um sich dann anschließend besser auf die Übungen konzentrieren zu können.
  • Darauf folgen einige Energie-Übungen, die so genannten Pranayamas: Hier geht es darum, bewusst auf den Weg des Atems durch den Körper zu achten. Da Kindern dies schwerer fällt als Erwachsenen, dauern die Pranayamas im Kinder-Yoga meistens nur wenige Minuten.
  • Anschließend beginnen die Asanas, die Körperübungen, die Kindern in der Regel viel leichter fallen als Erwachsenen. Sie bestehen je zur Hälfte aus Muskel- und Kraftübungen sowie aus Dehn-Übungen. Dabei nehmen die Kinder bestimmte Stellungen und Positionen ein, halten diese eine Weile, um sich dann wieder zu lockern, so dass hier ein ständiges Wechselspiel von Anspannung und Entspannung stattfindet. Die Asanas tragen so anschauliche Titel wie „Raupe“, „Lotusblume“ oder „Tanzende Bäume“, da sie ihren Ursprung in der Beobachtung von Tieren und Pflanzen haben. Ein guter Yoga-Lehrer bettet die Asanas spielerisch in eine kindgerechte Fantasiegeschichte ein und motiviert so die kleinen Yogis.

Beispielübung „Löwe“: Zuerst geht das Kind in die Hocke. Dann beugt es sich so vor, dass es nur noch mit den Zehenspitzen und den Knien den Boden berührt. Die Hände werden leicht auf die Knie gestützt und die Arme durchgestreckt. Jetzt tief durch die Nase einatmen und dabei die Schultern leicht anheben. Beim Ausatmen Augen und Mund weit aufreißen, Zunge rausstrecken und aus dem Bauch heraus laut wie ein Löwe brüllen: Uaaahhh! Auf die Asanas folgt eine kurze Meditation oder eine Phantasiereise, bei der sich die Kinder entspannen und erholen können. Zum Schluss singen die Nachwuchs-Yogis gemeinsam ein Abschieds-Mantra.

So finden Sie die richtige Yoga-Schule

Da das Angebot an Yoga-Kursen mittlerweile recht groß geworden ist, informieren Sie sich vorab über die Möglichkeiten in Ihrer Umgebung.

  1. Am besten schauen Sie sich die Räumlichkeiten an: Ist es hell, freundlich und behaglich dort? Fühlen Sie sich wohl? Kann der Raum gelüftet werden? Gibt es einen Holzboden?
  2. Der Berufsverband der Yoga-Lehrer fordert, dass ein Lehrender mindestens vier Jahre selbst gelernt haben soll. Fragen Sie also den Kursleiter nach seiner Ausbildung, Qualifikation und Erfahrung.
  3. Achten Sie darauf, dass die Yoga-Gruppe nicht mehr als acht Teilnehmer hat.
  4. Eine Yoga-Stunde sollte etwa 45 bis 60 Minuten dauern, bei kleineren Kindern (unter 6 Jahre) reicht eine halbe Stunde.
  5. Vereinbaren Sie, dass Ihr Kind an einer kostenlosen Probestunde teilnehmen kann, und bitten Sie, ausnahmsweise zuschauen zu dürfen. Achten Sie dabei weniger auf Ihr Kind, sondern eher auf den Yoga-Lehrer: Haben Sie den Eindruck, die Arbeit macht ihm Spaß und er geht respektvoll mit den Kindern um? Ist er geduldig und erklärt er kindgereicht? Gestaltet er die Stunde spielerisch, mit Fantasie und Humor?
  6. Sprechen Sie mit dem Yoga-Lehrer über eventuelle Probleme, Krankheiten oder Schwachpunkte, die Ihr Kind hat, damit er weiß, worauf er gegebenenfalls zu achten hat.

Ein Liste qualifizierter Yogalehrer in Ihrer Nähe finden Sie beim „Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V.“ im Internet (http://www.yoga.de). In puncto Kosten müssen Sie mit rund 8 ? für eine Yogastunde rechnen.

So können Sie gleich loslegen

Wenn Sie neugierig geworden sind und mit Ihrem Kind Yoga gleich ausprobieren wollen, finden Sie einige kindgerecht beschriebene Übungen (Asanas) zum Ausprobieren im Web-Magazin für Kinder www.zzzebra.de unter der Rubrik Fitness & Training/Yoga.

Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Kind

  • bei den Yoga-Übungen bequeme Kleidung und Socken trägt, auf denen es nicht ausrutschen kann,
  • Yoga-Übungen nie direkt nach dem Essen und mit vollem Bauch macht,
  • als Unterlage eine weiche Decke oder eine Yoga-Matte verwendet.

Buchtipps:

Mein Tipp

Yoga wird zumindest von manchen Krankenkassen als sinnvolle Präventionsmaßnahme anerkannt. Erkundigen Sie sich vor der Anmeldung bei Ihrer Krankenkasse vor Ort, ob sie unter Umständen bereit ist, die Kosten für den Yoga-Kurs ganz oder zumindest anteilig zu übernehmen.

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