Obst und Gemüse aus konventionellem Anbau ist nicht selten mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Das Gefährliche daran ist, dass bei diesen Produkten oft nicht nur ein Schadstoff erhöht ist. Manchmal finden sich gleich mehrere Giftstoffe. Wie dieser Schadstoffcocktail im Körper wirkt, darüber gibt es bislang nur ungenügende wissenschaftliche Erkenntnisse. Wer weiß schon, ob – und wie – sich die verschiedenen Chemikalien im Körper in ihrer Wirkung verstärken? Deshalb gilt gerade für Kinder: Aus Vorsorgegründen sollte der Schadstoffgehalt in Lebensmitteln grundsätzlich so gering wie möglich sein. Bio Lebensmittel sind zwar – aufgrund der allgemeinen Belastung der Umwelt – nicht immer völlig frei von Giften, doch kommen so gut wie nie gefährliche Mehrfachrückstände vor.
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welches Obst bzw. Gemüse (alle aus konventionellem Anbau) |
Anzal an Proben über dem Grenzwert (in Prozent) |
belastete Proben stammen überweigend aus |
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Rucola |
30,1 |
Italien |
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Paprika |
21,5 |
Spanien, Türkei |
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Petersilie |
19,0 |
Deutschland |
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Staudensellerie |
17,6 |
Spanien, Deutschland |
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Radieschen |
16,7 |
Seutschland |
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Auberginen |
15,8 |
Spanien |
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Tafeltrauben |
12,9 |
Türkei, Italien, Griechenland |
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Zucchini |
12,2 |
Spanien, Deutschland |
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Gurken |
11,4 |
Deutschland, Spanien, Niederlande |
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Himbeeren |
9,8 |
Spanien, Deutschland |
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Aprikosen |
8,4 |
Frankreich, Deutschland |
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Salat |
7,0 |
Deutschland, Italien |
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Pflaumen |
7,0 |
Deutschland |
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Limetten |
6,9 |
Mexiko, Spanien |
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Kirschen |
6,8 |
Deutschland, Türkei, Griechenland |
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Erdbeeren |
6,6 |
Spanien, Deutschland, Marokko |
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Äpfle |
5,4 |
Deutschland |
nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Stand 2006
Bio Lebensmittel: Einkaufstipps wie Sie Schadstoffe im Essen vermeiden von A bis Z
- Äpfel enthalten Vitamin C und gesunde Ballaststoffe. Sie sind das ganze Jahr über verfügbar. Der beliebte „Granny Smith“ wird z. B. fast zwei Drittel des Jahres aus Südafrika oder Südamerika importiert. Doch werden Äpfel für den Transport oft mit Wachs behandelt. Äpfel mit Bio Siegel sind unbehandelt und enthalten 20 Prozent mehr zellschützende Flavonoide. Empfehlung für eine gesunde schadstofffreie Ernährung: Kaufen Sie von September bis November heimische Äpfel und bevorzugen Sie den Rest des Jahres Bio-Ware.
- Brot aus normalen Backstuben präsentiert sich häufig „vollwertig“, doch stammt die gesunde dunkle Farbe oft vom zugesetzten Malzextrakt. Empfehlung für eine gesunde schadstofffreie Ernährung: Kaufen Sie nur echtes Vollkornbrot, entweder beim Vollwert-Bäcker oder auch im Supermarkt (unbedingt Zutatenliste der verpackten Brote studieren!). Nur volles Korn enthält noch alle Ballast und Mineralstoffe wie Eisen oder Magnesium!
- Butter wird – gemäß der Butterverordnung – streng kontrolliert. Sowohl Stiftung Warentest als auch ÖKO-TEST konnten in konventionell erzeugter Butter kaum höhere Schadstoffwerte nachweisen als in Butter mit Bio Siegel. Allerdings enthält Butter mit Bio Siegel mehr gesunde Inhaltsstoffe wie z. B. „konjugierte Linolsäure“, die krebshemmend wirkt und das Immunsystem stärkt. Auch von den wertvollen Omega-3-Fettsäuren ist dreimal so viel enthalten. Empfehlung für eine gesunde schadstofffreie Ernährung: „Deutsche Markenbutter“ können Sie, wenn es nur um die Vermeidung von Schadstoffen geht, guten Gewissens auch im Supermarkt kaufen. Bio-Butter ist aber trotzdem die bessere Wahl.
- Eier von glücklichen Hühnern, die draußen herumlaufen dürfen, schmecken einfach besser. Außerdem sind Eier mit Bio Siegel weniger mit Salmonellen belastet und enthalten mehr Vitamin A, Carotinoide und gesunde Fettsäuren. Empfehlung für eine gesunde schadstofffreie Ernährung: Greifen Sie zu Eiern mit Bio Siegel, die Sie auf dem Wochenmarkt oder inzwischen auch schon beim Discounter kaufen können.
- Fisch ist eingefroren in der Regel frischer als an der Fischtheke, da die Fische auf dem Fangschiff ausgenommen und sofort tiefgefroren werden. „Frischer“ Fisch wurde oft einfach nur wieder aufgetaut. Fettfische wie Tunfisch reichern Schadstoffe an, enthalten aber mehr von den gesunden Omega-Fettsäuren. Studien zufolge überwiegen beim Fischverzehr die Gesundheitsaspekte, sodass auch bei Kindern keine negativen Effekte durch die Schadstoffbelastung nachgewiesen werden konnten. Trotzdem sollten Sie Babys und Kleinkindern Fettfische – wenn überhaupt – nur gelegentlich geben! Empfehlung für eine gesunde schadstofffreie Ernährung: Kaufen Sie Fisch ruhig tiefgefroren im Supermarkt.
- Fleisch ist nur dann wirklich gesund, wenn es nicht aus Massentierhaltung stammt. Konventionell gehaltene Tiere werden immer noch mit Wachstumsbeschleunigern, Hormonen und Antibiotika behandelt und bekommen eventuell genmanipuliertes Futter. Wie käme es sonst, dass ein Kilo Schweinefleisch manchmal weniger kostet als die gleiche Menge Katzenfutter! Empfehlung für eine gesunde schadstofffreie Ernährung: Kaufen Sie Fleisch mit Bio Siegel. Das ist annähernd rückstandsfrei, beinhaltet ein geringeres BSE-Risiko und schrumpelt beim Braten nicht zusammen.
- Kartoffeln sind in Bio-Qualität für 1 bis 1,40 € pro Kilo zu bekommen. Doch selbst pestizidfreie Kartoffeln nehmen Schadstoffe wie Schwermetalle aus dem Boden auf. Empfehlung für eine gesunde schadstofffreie Ernährung: Gut und günstig kaufen Sie Kartoffeln direkt beim Bauern oder auf dem Wochenmarkt.








