„Nano“ ist nichts weiter als eine Größenangabe. Es handelt sich dabei um Teilchen, die kleiner als 100 Nanometer sind (ein Nanometer = ein Millionstel Millimeter).Wie Nanopartikel zu bewerten sind, hängt davon ab, woraus sie bestehen (z. B. Kohlenstoff,Metalle, Fette), ob sie fest gebunden sind (z. B. in einem Lack) oder frei vorliegen (z. B. als Aerosol aus einem Spray), und davon, wie sie aufgenommen werden (über die Atemwege, über den Darm oder über die Haut).
Nanopartikel: Schädigungspotenzial im Tierversuch
Aus Tierversuchen gibt es Hinweise auf gesundheitsschädigende Effekte. So konnte an Ratten gezeigt werden, dass eingeatmete Kohlenstoff-Nanoröhren (das sind mikroskopisch kleine röhrenförmige Gebilde) über den Riechnerv ins Gehirn wandern können. Nanopartikel lösten in anderen Versuchen an Zellen so genannten oxidativen Stress aus, der zu Entzündungsreaktionen führen kann.Wie groß das Risiko durch Nanopartikel wirklich ist, kann heute niemand sagen. Einig sind sich die Experten nur darin, dass man noch zu wenig weiß!
Mein Tipp zum Schutz Ihres Kindes |
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Am gefährlichsten dürfte die Einatmung von Nanopartikeln sein, da sie tief in die Lunge eindringen können. Dort könnten sie ähnlich wie das inzwischen verbotene, Krebs erregende Asbest wirken, worauf Versuche an Mäusen hindeuten. Auf Sprays mit Nanopartikeln (z. B. zur Schuhimprägnierung, auf dem Produkt steht z. B.„Nano- Versiegelung“,„Nano Hi Tech“ oder „Nano Nässe-Blocker“) sollten Sie daher sicherheitshalber verzichten. |
Nanopartikel aus Sonnencreme können die Haut nicht durchdringen
Sonnenschutzmittel mit mineralischem UV-Filter enthalten Titandioxid und/oder Zinkoxid. Da sie aber einen weißen Film auf der Haut hinterlassen, werden heute überwiegend Nanopartikel eingesetzt. Dann ist der „Weißeffekt“ geringer und sogar die Schutzwirkung besser. Studien des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zeigten, dass diese Nanopartikel intakte Haut nicht durchdringen können. Was jedoch bei erkrankter Haut (z. B. bei Sonnenbrand oder Neurodermitis) geschieht, ist bislang unklar. Bei Einatmung hoher Dosen löste freies Nano-Titanoxid (keine Sorge, in Sonnenschutzmitteln ist es fest gebunden!) im Tierversuch Krebs aus, und beim Verschlucken könnte es die Darmzellen schädigen. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht versehentlich Sonnenmilch trinkt!
Nano-Silber: Vorsicht ist geboten!
Silber wirkt antibakteriell, Nano-Silber wirkt deutlich stärker keimtötend. Es wird z. B. in Kühlschränken zur Oberflächenbeschichtung eingesetzt und soll das Wachstum von Keimen verhindern. Derzeit ist nicht klar, ob von Nano- Silber eine Gesundheitsgefahr für den Menschen ausgeht. Das BfR rät daher vorsichtshalber davon ab.
Bislang müssen Nanopartikel nicht deklariert werden
Nanopartikel müssen bislang nicht gekennzeichnet werden. Möglicherweise finden sich auf der Verpackung Formulierungen wie Mikro-Pigmente,mikrokristallin, mikrofein, ultrafein oder mikronisiert, was auf Nanoteilchen hinweist. Ab 2013 ist zumindest auf Kosmetikprodukten eine verbindliche Deklaration vorgeschrieben. Inhaltsstoffe in Nanogröße müssen dann auf der Verpackung mit dem Zusatz „Nano“ ausgewiesen werden.







