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Gesünder schlafen: So reduzieren Sie Elektrosmog im Kinderzimmer

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Gesünder schlafen: So reduzieren Sie Elektrosmog im Kinderzimmer

» Gesundes Kinderzimmer

Kind mit Telefon

Wo Strom fließt, gibt es Elektrosmog. Ob und wie stark dieser die Gesundheit gefährdet, darüber streiten sich die Experten noch. Wir zeigen Ihnen, wie Sie vorsorgen und Ihr Kind vor Elektrosmog schützen können.

Elektrische Felder entstehen durch die elektrische Spannung, etwa bei der Bereitstellung und Verteilung von Strom. In Haushaltsgeräten und Lampen besteht so lange ein elektrisches Feld, wie der Stecker in der Steckdose steckt.

Magnetische Felder entstehen durch den fließenden Strom, also nur wenn Stromverbraucher wie Lampen oder Haushaltsgeräte eingeschaltet sind. Es gilt: Je stärker der Strom, desto stärker das Magnetfeld. Transformatoren und Elektromotoren erzeugen jedoch schon bei geringen Stromstärken starke Magnetfelder. Sender (z. B. von Radio, Fernsehen oder Mobilfunk) und Handys erzeugen hochfrequente elektromagnetische Felder mit einer größeren Reichweite.
Im Gegensatz zu analogen Sendern (z. B. für Rundfunk und Fernsehen) arbeitet der Mobilfunk mit digitaler, gepulster Strahlung, die in äußerst kurzzeitigen Impulsen, also mit zeitlichen Unterbrechungen, abgestrahlt wird.

Elektrosmog kann Gesundheitsschäden von Schlaflosigkeit bis Krebs verursachen

Je nachdem, um welche Arten von Feldern es sich handelt, werden unterschiedliche Gefahren, die Elektrosmog verursachen kann, diskutiert. Was die Schadwirkung angeht, stehen niederfrequente magnetische Felder und elektromagnetische Felder im Vordergrund.

Bedenklich ist die Wirkung auf die Zirbeldrüse, die das schlaffördernde Hormon Melatonin produziert. Durch Elektrosmog wird die Melatoninproduktion gehemmt. So lassen sich die häufig beobachteten Schlafstörungen erklären. Da Melatonin außerdem krebshemmend auf bestimmte Tumore wirkt, zeigten Studien bei Kindern und im Tierversuch ein leicht erhöhtes Blutkrebsrisiko.

Der Mobilfunk verursacht nicht nur thermische (wärmebedingte) Schäden wie lokale Gewebeüberhitzungen oder Grauen Star beim Telefonieren mit Handys. Vor diesen thermischen Schäden schützen die festgelegten Grenzwerte. Nicht berücksichtigt sind dabei leider die nichtthermischen Wirkungen.

Zu diesen gehören:

  • Verhaltensänderungen
  • Veränderungen der Hirnströme (EEG-Kurven)
  • genetische Schäden (Tierversuch)
  • biochemische Veränderungen im Gehirn (Tierversuch)
  • erhöhte Krebsraten des Lymphsystems (Tierversuch)
  • allgemeine Beschwerden wie Unwohlsein, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Müdigkeit oder Nervosität

Mein Tipp für ein gesundes Kinderzimmer

Wenn Ihr Kind sehr unruhig schläft oder sich gar regelmäßig jede Nacht in eine bestimmte Ecke des Bettes verkriecht, könnte das ein Hinweis auf eine Belastung durch Elektrosmog – oder auch auf eine geopathische Beeinträchtigung (z. B. Wasserader) – sein.

Zweimal A gegen Elektrosmog

Es gibt zwei ganz einfache Grundregeln, um Elektrosmog in der ganzen Wohnung zu reduzieren und für ein gesundes Kinderzimmer zu sorgen:

  • Ausschalten. Schalten Sie nicht benötigte elektrische Geräte und Lampen nach Gebrauch aus (kein Stand-by!) bzw. schalten Sie sie nur an, wenn sie wirklich gebraucht werden! Ziehen Sie am besten immer den Stecker aus der Steckdose, dann haben Sie auch das elektrische Feld beseitigt und können Elektrosmog vorbeugen. Eine sehr praktische Alternative – auch für Geräte mit Stand-by-Funktion, bei denen trotz Abschaltens der Trafo weiter Strom verbraucht – ist eine abgeschirmte abschaltbare Steckdosenleiste. Verwenden Sie grundsätzlich nur Geräte mit „Erdung“, also mit einem „Schukostecker“ (großer, dicker Stecker, die flachen Stecker sind nicht geerdet!), das reduziert die Belastung durch elektrische Wechselfelder.
  • Abstand. Elektrische und magnetische Felder nehmen mit zunehmender Entfernung schnell ab. Halten Sie von allen Kabeln und eingeschalteten Geräten mindestens einen Meter Sicherheitsabstand. Das ist insbesondere bei der Mikrowelle wichtig, wenn sie in Betrieb ist. Gerade Kinder stehen oft genau in Augenhöhe und gucken zu, wie sich der Teller beim Erwärmen des Essens dreht! Wichtig: Elektrosmog kann, insbesondere bei dünnen Wänden, auch vom Nebenzimmer kommen! Bei hochfrequenten elektromagnetischen Feldern, z. B. von DECTSchnurlos-Telefonen, nützen ein paar Meter Abstand leider meist wenig.

In der Tabelle ist zusammengestellt, welche Abstände von starken Belastungsquellen für ein gesundes Kinderzimmer empfehlenswert sind, selbst wenn Sie das in Ihrer jetzigen Wohnung oder Ihrem jetzigen Haus nicht mehr alles berücksichtigen können. Bei hoher Belastung kann es in manchen Fällen sinnvoll sein, das Kinderzimmer zu verlegen.

Gesundes Kinderzimmer: Erholungszone und frei von Elektrosmog

  • Stellen Sie möglichst keine elektrischen Geräte im Kinderzimmer auf. Weichen Sie, wenn nötig, auf akku- oder batteriebetriebene Geräte aus. Besonders ungünstig sind Trafos von Halogenlampen und Spielzeug (z. B. Eisenbahn oder Rennbahn). Ziehen Sie von allen Geräten den Netzstecker, wenn sie nicht benötigt werden!
  • Stellen Sie das Kinderbett nicht in der unmittelbaren Nähe von Steckdosen auf. Halten Sie einen Meter Sicherheitsabstand! Achten Sie darauf, dass sich auch auf der anderen Seite der Wand keine elektrischen Geräte befinden. Besonders ungünstig sind Sicherungskästen, elektrische (Nachtspeicher-) Heizungen und Steigleitungen (Versorgungsleitungen für das ganze Haus, z. B. in Mehrfamilienhäusern). Diese sollten mindestens drei Meter Abstand vom Bett haben.
  • Verlegen Sie keine Verlängerungskabel unter oder neben dem Bett! Auch das Nachttischlämpchen direkt neben dem Kopf ist ungünstig. Wenn Ihr Kind es abends zum Ansehen von Büchern braucht, können Sie es über Nacht ausstecken und ihm für Notfälle eine batteriebetriebene Taschenlampe neben das Bett legen.
  • Verzichten Sie auf ein dimmbares Nachtlicht. Das belastet Ihr Kind durch erhöhte magnetische Wechselfelder. Auch Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren sind ungünstig. In Bezug auf Elektrosmog ist die gute alte Glühbirne immer noch die beste Wahl!
  • Vermeiden Sie Metallteile im Bett. Eine Federkernmatratze oder ein Bettrost aus Metall besteht in der Regel aus leitfähigem Stahl, der jedes noch so kleine elektromagnetische Feld in seiner Umgebung verstärkt. Legen Sie Ihrem Kind eine Matratze aus Naturmaterial, z. B. Kokos oder Rosshaar, ins Bett. Der Lattenrost sollte aus Vollholz sein mit möglichst wenig Metallanteilen. Kleinere Schrauben oder Metall-Klammern sind jedoch unbedenklich.
  • Verzichten Sie auf den Heizstrahler über dem Wickeltisch. Möglicherweise ist die „Strahlendusche“ durch den eingeschalteten Heizstrahler daran schuld, dass Ihr Baby beim Wickeln so unruhig ist und/oder schreit. Verlegen Sie den Wickelplatz lieber an einen warmen Ort, z. B. ins Bad, dort brauchen Sie keinen Heizstrahler.

Diese Abstände von Elektroleitungen und Mobilfunk-Sendestationen sind für ein gesundes Kinderzimmer empfehlenswert

Art der Leitung bzw. Sendestation

Weitere Angaben

Abstand in Metern

Hochspannungs-Freileitung

380 Kilovolt (KV)
220KV
110 KV

100 (besser 200)
70 (besser 100)
40 (besser 75)

Mittelspannungsleitung

10 bis 20 KV

10 bis 20

Dachständerfreileitung

ungebündelt
gebündelt

2 bis 6
1 bis 3

Bahntrasse

Hauptstrecke
Nebenstrecke

40 bis 50
20 bis 30

Erdkabel

Niederspannung
Mittelspannung
110KV

1 bis 5
1 bis 3
10

Trafo-Station (Trafo-Häuschen)

3 bis 10 *

Mobilfunk-Basisstation

D - Netz
E - Netz, UMTS - Netz

ca. 160 (3200)**
ca. 120 (3600)**

* Bei Trafo-Stationen besteht die größte Belastung auf der Verteilerseite, also dort, wo die Niederspannungskabel zu den Verbrauchern abgehen. Dort besser 10 Meter Abstand einhalten.

** Die erstgenannte Zahl ist der offiziell vorgegebene Sicherheitsabstand in Abhängigkeit von der Sendeleistung. Die Zahl in Klammern entspricht dem vom hannoverschen ECOLOG-Institut empfohlenen Vorsorgeabstand, der in Städten aufgrund der großen Dichte der Sendemasten kaum eingehalten werden kann.

Informationen über Elektrosmog im Internet finden Sie beispielsweise unter www.forum-elektrosmog.de und enius.de/wohnen/elektrosmog.html.

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