Kinder-Sicherheit im Auto: Kinder gehören auf den Rücksitz
Auf dem Beifahrersitz ist der Airbag für Kinder unter 15 Jahren ein zusätzliches Sicherheitsrisiko. Das Risiko für eine schwere Verletzung ist auf dem Beifahrersitz – gegenüber der Rückbank – um mehr als das 2,5fache erhöht. Entfaltet sich der Airbag, versechsfacht sich das Verletzungsrisiko sogar. Erst bei Jugendlichen über 15 Jahren zeigt der Airbag seine Schutzwirkung. Zu diesem Ergebnis kommt Craig Newgard von der Universität in Portland/US-Staat Oregon, der dafür über einen Zeitraum von acht Jahren 3.790 Unfälle analysierte, bei denen Kinder im Alter von einem Monat bis 18 Jahren auf dem Beifahrersitz gesessen hatten. Auf Grund der Sitzposition und der geringen Körpergröße werden Kinder vom Airbag getroffen, bevor dieser sich richtig entfaltet hat. Statt den Aufprall abzufedern, verursachen Airbags so zusätzliche Verletzungen. Auch ein Seitenairbag kann gefährlich werden, etwa wenn ein ermüdetes Kind den Kopf zur Seite gelegt hat.
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Mein Tipp für die Kinder-Sicherheit |
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Transportieren Sie Ihr Baby in einem so genannten Reboard-System, also entgegen der Fahrtrichtung, muss der Beifahrer-Airbag unbedingt deaktiviert werden. Doch auch größere Kinder sind durch einen sich öffnenden Airbag vermehrt gefährdet und fahren am sichersten auf der Rückbank mit. |
Gebrauchte Kindersitze gefährden die Kinder-Sicherheit
Gute Auto-Kindersitze sind – neu gekauft – nicht eben billig. Da überlegt manche Familie, sich ein gebrauchtes Modell zuzulegen. Aber Achtung: Sparen Sie nicht an der falschen Stelle – an der Kinder-Sicherheit! Einerseits bieten ältere Kindersitze nicht den gleichen hohen Sicherheitsstandard wie das neueste Modell (Seitenaufprallschutz, Energieabsorber im Schulterbereich oder spezielle Spannvorrichtungen für den Fahrzeuggurt gab es früher noch nicht). Andrerseits zeigen auch die besten Kindersitze im Lauf der Zeit Verschleißerscheinungen. Deshalb sollten diese Kindersitze nicht länger als sechs Jahre genutzt werden. Besonders gefährlich wird es, wenn die Kindersitze schon einmal einen Unfall „miterlebt“ haben und vielleicht dabei beschädigt wurden.
Tests haben eindeutig gezeigt, dass es bei gebrauchten Sitzen viele Sicherheitsmängel und Fallstricke gibt: Oft fehlt die Bedienungsanleitung, sodass eine Fehlmontage vorprogrammiert ist. Auch ist so manches Zubehörteil mit der Zeit verloren gegangen, die Gurte sind mitunter verdreht, falsch eingefädelt oder verschlissen, die Gurtschlösser sind rostig oder es gibt Risse in den Sitzschalen. Manche Mängel sind auf den ersten Blick gar nicht erkennbar, so z. B. abgebrochene oder zerdrückte Polystyrol-Einlagen, die sich unter dem Stoffbezug verbergen.
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Mein Tipp für die Kinder-Sicherheit |
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Gebrauchte Auto-Kindersitze sollten Sie nur dann kaufen, wenn sie in einem sehr guten Zustand sowie nicht älter als drei bis fünf Jahre sind und Sie zuverlässig wissen, dass die Kindersitze bisher keinen Unfall mitgemacht haben. |








