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Die besten Tipps für mehr Konzentration im Unterricht

Konzentration im Unterricht fördern

Für gute Noten muss Ihr Kind lange genug die Konzentration im Unterricht halten, denn nur so versteht und lernt es den Schulstoff. Kinder ohne Konzentration behindern nämlich nicht nur sich selbst beim Lernen, sondern auch der Rest der Klasse verliert die Konzentration. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Konzentration Ihres Kindes im Unterricht stärken. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Oft bekommen es Eltern erst viel zu spät mit, dass ihr Kind in der Schule Konzentrationsprobleme hat. Viele Lehrerinnen und Lehrer sind inzwischen mit großen Klassen und unterschiedlichsten Handicaps der Schüler konfrontiert. Da gibt es Kinder mit Legasthenie und Rechenschwäche, hochbegabte Kinder, überforderte Schüler, Kinder mit großen familiären Problemen, Außenseiter und Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen und eben Kinder mit Problemen mit der Konzentration. Für alle ist die Lehrkraft zuständig. Dass dies kaum zu bewältigen ist, zeigt sich immer wieder. Wundern Sie sich also nicht,wenn der Lehrer oder die Lehrerin Ihres Kindes Sie erst sehr spät über eventuelle Konzentrationsprobleme im Unterricht. Mit großer Wahrscheinlichkeit liegt das nicht am Desinteresse, sondern einfach an Zeitmangel und Überforderung des Lehrpersonals.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob auch Ihr Kind Konzentrationsprobleme im Unterricht hat, versuchen Sie die folgenden Fragen zu beantworten: 

  1. Kommt Ihr Kind häufig zu spät in die Schule oder aus der Schule?
  2. Fühlt sich Ihr Kind oft unter Zeitdruck, zum Beispiel beim Lernen für Klassenarbeiten oder bei den Hausaufgaben?
  3. Wirkt Ihr Kind gestresst,wenn es von der Schule erzählt?
  4. Klagt Ihr Kind über ungerechte Behandlung in der Schule?
  5. Klagt Ihr Kind über Zeitmangel bei Klassenarbeiten oder Tests?
  6. Vergisst Ihr Kind Hausaufgaben?
  7. Vergisst Ihr Kind, sich auf Klassenarbeiten rechtzeitig vorzubereiten?
  8. Vergisst Ihr Kind häufig seine Sport- oder Malsachen?
  9. Verliert Ihr Kind Hefte oder Bücher?
  10. Vergisst Ihr Kind oft seine Jacke, seine Mütze oder seinen Schal in der Schule?

Falls Sie über die Hälfte dieser Fragen mit "Ja" beantworten, sollten Sie unbedingt ein Gespräch mit dem Lehrer oder der Lehrerin Ihres Kindes suchen. Klären Sie in diesem Gespräch ganz genau, ob und welche Konzentrationsprobleme Ihr Kind im Unterricht zeigt. Leider können Sie sich nicht neben Ihr Kind setzen, um ihm beim Arbeiten und bei der Konzentration in der Schule zu helfen. Trotzdem gibt es Möglichkeiten, sein Arbeitsverhalten und somit seine Konzentration zu verbessern. Natürlich sind Sie im schulischen Kontext auf die Zusammenarbeit mit den Lehrern angewiesen. Überlegen Sie gemeinsam, wie Sie Ihrem Kind helfen können, seine Konzentration im Unterricht zu steigern. Viele Lehrer begrüßen die Zusammenarbeit mit den Eltern und sind Anregungen gegenüber sehr aufgeschlosse

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Welche Übungen zur Schulung der Konzentration

Folgende Möglichkeiten helfen, die Konzentration in der Schule zu steigern

  • Ein Sitzplatz in der ersten Reihe, direkt beim Lehrer, hilft Ihrem Kind, seine Konzentration auf den Unterricht zu lenken. Bitten Sie den Lehrer, Ihr Kind über mehrere Wochen genau zu beobachten, ob sich durch den anderen Sitzplatz eine Veränderung seiner Konzentration zeigt.
  • Im Unterricht eine Aufgabe nach der anderen zu erhalten ist für Ihr Kind leichter zu bewältigen, als alle Aufgaben auf einmal zu bekommen. Kinder mit Konzentrationsproblemen können sich lange Arbeitsaufträge schlecht merken. Obwohl sie alles gut und schnell erledigen möchten, haben sie oft nach der Hälfte der Aufgabe Probleme mit der Konzentration und schon vergessen, wie es weitergeht. In kleinen Portionen fällt es ihnen viel leichter, die Konzentration zu halten und Aufträge zu erledigen.
  • Wenn Ihr Kind einen Teil seiner Aufgaben erfolgreich bewältigt hat, wird es durch ein Lob des Lehrers zur weiteren Konzentration und Weiterarbeit motiviert. Echtes Lob bewirkt immer mehr als Kritik. Daher ist es viel wirkungsvoller, die bereits geleistete Arbeit anzuerkennen, als nur auf die fehlenden Teile kritisch hinzuweisen.
  • Direkt am Fenster ist die Ablenkung sehr groß. Der Verkehr auf der Straße, die Vögel am Himmel, vorbeiziehende Wolken oder ein unerwarteter Regenschauer sind für Kinder mit Konzentrationsproblemen sehr viel interessanter als der Unterricht in der Klasse. Bitten Sie den Lehrer für Ihr Kind um einen Sitzplatz an der Türseite der Klasse. Dort ist es nicht so vielen Reizen ausgesetzt wie am Fenster und die Konzentration ist größer.
  • Auf dem Arbeitsplatz Ihres Kindes sollten immer nur die Materialien liegen, die es genau in dieser Stunde auch benötigt. Das Deutschbuch hat nichts auf dem Tisch verloren, wenn es gerade um Mathematik geht. Und auch der Zirkel sollte im Ranzen bleiben, wenn vorgelesen wird. So bleibt die Konzentration besser erhalten.
  • Bewegungspausen sind wichtig und helfen Ihrem Kind, neue Konzentration aufzubauen. Generell profitiert die ganze Klasse von Bewegungsphasen während des Unterrichts, das ist wissenschaftlich erwiesen. Es gibt viele Möglichkeiten, Bewegung in das Unterrichtskonzept einzubauen – Laufdiktate sind ein Beispiel dafür.
Laufdiktat
Beim Laufdiktat wird der Text auf die Rückseite der Tafel geschrieben oder auf einem Blatt Papier an einem Ort in der Klasse hinterlegt. Die Kinder laufen nun immer zu diesem Text, merken sich einen Teil (ein Wort oder einen Satzteil) davon, laufen wieder zu ihrem Tisch zurück und schreiben dann das im Gedächtnis Gebliebene auf. Danach laufen sie erneut los. Dasselbe Spiel funktioniert auch mit Rechenaufgaben.
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Kommentare zu "Die besten Tipps für mehr Konzentration im Unterricht"

  • Anonym schreibt am 18.06.2011

    The tips which was given was very helpful,
    ------------------
    Gordon
    <a href=“http://www.trainwithmeonline.com/programs.asp”>workout routines</a>
  • Anonym schreibt am 08.07.2010

    Unterricht ist per se eine Konzentrationsstörung, denn SEIN Zentrum ist IM Schüler und der Lehrer möchte seine Aufmerksamkeit gar nicht in seinem Zentrum haben. Unterricht läuft VORBEREITET ab, das Kind soll sich dem Ablauf UNTERWERFEN. Das ist ein sehr einseitiges, uneffizientes Lernen. In der neuen Ich-kann-Schule gehe ich stattdessen einen interessanten Weg, den es sich zu folgen lohnt; Folgen ermöglicht eigene Erfahrung, eigene Erfahrung führt zu Persönlichkeitswachstum, das ist die günstigste Form von Lernen. Es verfehlt das reale Leben, aus Lernen ein künstliches Theater zu machen. Es ist Zeichen einer verfehlten Pädagogik, wenn es die lebendigen Kräfte nicht zu ihrem Angebot ZIEHT. Druck zerstört natürliche Entwicklungen, SOG (das Grundprinzip der Ich-kann-Schule) bringt sie voran. Jeder kann es sofort ausprobieren. Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe
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