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Erfolgreich lernen in der Pubertät: Die vermutlich wichtigste Lernregel

Richtig Lernen

Selbst fleißige und intelligente Kinder machen es sich beim Lernen oft unnötig schwer und beherrschen den Lernstoff dann doch nicht so sicher wie gedacht. Welche wichtige Lernregel Ihrem Kind helfen kann, die geforderten Lerninhalte etwa in Geschichte, Biologie oder Erdkunde sicher im Gedächtnis zu speichern, erfahren Sie in diesem Beitrag. 

Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Wie Jugendliche lernen

Fragt man Schüler danach, wie sie lernen, sind die Antworten in der Regel recht ähnlich: Eindeutig die meisten bevorzugen als einzige Lernstrategie das häufige Durchlesen des Lernstoffs. Problematisch bei dieser Vorgehensweise ist aber z.B.,

  • dass das Gedächtnis der meisten Menschen nur schwer im Langzeitgedächtnis speichern kann, was es nur gelesen hat (selbst häufiges Lesen bringt hier vergleichsweise wenig und kostet zudem Zeit), und
  • dass Ihr Kind beim Lernen keine Rückmeldung darüber bekommt, welchen Lernstoff es schon sicher gespeichert hat und welchen noch nicht (erst während der Geschichtsarbeit merkt es z.B., ob es auf die gestellten Fragen und Aufgaben antworten kann).

Schlechter als das Lernen nur durch Lesen funktioniert höchstens noch das Lernen nur durch Zuhören. Würde Ihr Kind z.B. für Geschichte kein Heft oder Buch besitzen und müsste es sich als Vorbereitung auf einen Test nur an das erinnern, was es im Unterricht zu dem Thema gehört hat, hätte es vermutlich große Wissenslücken.

Verbesserung des Lernergebnisses der Jugendlichen

Manche Schüler ergänzen die „Strategie“ des Durchlesens noch durch Aufschreiben. Etwa beim Vokabellernen ist das auch unbedingt nötig, um die richtige Schreibweise in der Fremdsprache zu üben. Aber auch wenn Ihr Kind z.B. für eine Biologiearbeit lernen muss, könnte es die entsprechenden Heftund Buchinhalte noch mal zusammengefasst aufschreiben. Das Gedächtnis hat nun die Chance, den Lernstoff über zwei Lernkanäle (Lesen und Schreiben) abzuspeichern – das ist schon wesentlich erfolgsversprechender!

Die „Profis“ unter den Schülern erarbeiten sich außer über das Lesen und Schreiben den Lernstoff auch noch über Schaubilder sowie selbst angefertigte Zeichnungen und Skizzen. Damit steht dem Gedächtnis ein dritter und zugleich sehr effektiver Lernkanal zur Verfügung. Über den visuellen Kanal, also über das Sehen, kann das Gedächtnis bei den meisten Menschen Lerninhalte nämlich sehr gut aufnehmen und schnell langfristig speichern.

Auch wenn Zuhören, Lesen, Schreiben und Zeichnen zusammengenommen schon große Lernerfolge garantieren, so fehlt doch noch die wichtigste Strategie, mit der Ihr Kind bereits vor der Arbeit ziemlich sicher klären kann, was es verstanden hat und was sicher im Gedächtnis gespeichert ist.

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