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Mutter hilft ihrer Tochter bei den hausaufgaben
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So überwindet Ihr Kind Schuselfehler und Konzentrationsschwächen

Effektives Lernen mit Methode

Manche Kinder sind extrem vergesslich und verderben sich ihre Noten regelmäßig durch unnötige Flüchtigkeitsfehler. Das Verwechseln der Rechenzeichen oder das Vergessen der Oberzeichen wie i-Punkt oder ä-Pünktchen sind solche typischen Fälle. Und wer am Sportunterricht nicht teilnehmen kann, weil er mal wieder seine Turnschuhe vergessen hat, bekommt auch keine tollen Noten. Wir zeigen Ihnen, wie Ihr Kind solche Pannen künftig vermeidet. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Wenn Ihr Kind zu solch einem Verhalten neigt, wissen Sie das vermutlich schon. In Lehrergesprächen sind die unerklärlichen Schusselfehler immer wieder Thema. Schließlich handelt es sich um Kinder, die könnten, wenn sie denn wollten. Auch die Konzentration wird beschworen, um endlich weniger Fehler zu machen. „Schalt doch mal dein Gehirn an! Konzentrier dich endlich beim Diktat!“ Eltern und Lehrer wissen, was damit gemeint ist. Doch wie soll Ihr Kind diese „nebulösen“ Aufforderungen umsetzen?

Jedes Kind tickt anders

Manche Kinder trödeln ewig herum, andere haben nie eine neue Füllerpatrone dabei oder lesen die Notizen im Aufgabenheft nicht. Längst nicht jedes Kind schusselt oder trödelt bei den gleichen Aufgaben. Unterschiedliche Persönlichkeiten und Lebensumstände führen eben auch zu ganz verschiedenen Verhaltensweisen. In einem ersten Schritt ist es also wichtig, die Stolperstellen im Schulalltag genau aufzuspüren. Am besten hilft dabei eine Liste, die Sie eine Weile lang jeden Abend gemeinsam mit Ihrem Kind durchgehen.

Formulieren Sie die Ziele für Ihr Kind klar und differenziert

Wenn Sie diese Liste einige Tage lang geführt haben, sehen Sie schnell, an welchen Punkten Ihr Kind Schwierigkeiten hat. Vielleicht verpasst es häufig den Bus, schreibt sich nicht alle Hausaufgaben auf, ist ständig übermüdet oder hat die falschen Bücher für den nächsten Tag eingepackt. Nun können Sie diese Schwachstellen gezielt an - gehen. Versuchen Sie nicht, alles auf einmal zu ändern, sondern arbeiten Sie geduldig Punkt für Punkt ab.

Ziele richtig formulieren

Mischen Sie nicht mehrere Ziele miteinander, und drücken Sie sich unmissverständlich aus. Schlecht: „Vergiss doch nicht dauernd was.“ Gut: „Überprüfe anhand deines Aufgabeheftes, ob du etwas mitbringen sollst.“

Beispiel:

Ihr Kind verpasst immer wieder den Bus und kommt dann zur ersten Stunde zu spät.

1. Suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen Punkt aus, der verbessert werden soll.

2. Lassen Sie Ihr Kind einen eindeutigen Satz formulieren: „Ich will und werde den Bus nicht mehr verpassen. Das schaffe ich!“

3. Entwickeln Sie dann gemeinsam eine Strategie in klaren Schritten, wie das klappen kann: a) früher aufstehen, b) eher losgehen, c) sich von einem Freund abholen lassen, d) von Papa an die Haltestelle begleiten lassen etc.

4. Machen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind eine Liste, und hängen Sie diese an den Ort, wo sie für den Vorsatz am besten zu sehen ist: an den Frühstückstisch, über den Schreibtisch, an den Badezimmerspiegel, ins Mäppchen, an den Kühlschrank … Sie können auch das Motivations-Plakat von Seite 5 dafür benutzen.

5. Setzen Sie diesen Vorsatz schon morgen um und überprüfen Sie jeden Tag, ob es geklappt hat. Wenn nicht, sollte der Grund gefunden und möglichst schnell abgestellt werden.

Mein Tipp!

Suchen Sie als ersten Verbesserungspunkt nicht etwas aus, was sehr schwer umzusetzen ist. Schließlich soll Ihr Kind nicht gleich demotiviert werden, sondern im Gegenteil den Mut aufbringen, auch gegen andere Schwächen vorzugehen.

 

 

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