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Wichtige Nährstoffe zur Behandlung von ADHS

Konzentrationsstörungen verbessern

Eine ganze Reihe von Nährstoffen, die teils auch in Form von Nahrungsergänzungen eingenommen werden können, sind in der Lage, typische Symptome einer ADHS, insbesondere die Konzentrationsstörungen, zu verbessern. 

Expertenrat von 

Wichtig: Bitte geben Sie Ihrem Kind keine Nahrungsergänzungsmittel, Vitamin- oder Mineralstoffpräparate ohne ärztlichen Rat! Speziell vor der Gabe von Mineralstoffen ist deren Bestimmung im Blut empfehlenswert. In Eigenregie dürfen Sie lediglich das völlig ungefährliche Lecithin-Granulat (siehe unter Cholin), die empfohlenen Speiseöle oder auch Bierhefe (z. B. als Tabletten, soweit verträglich) verabreichen.

Fettsäuren zur Behandlung von ADHS

Die lebensnotwendigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren werden unterteilt in Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die beide unabdingbar für die normale Entwicklung und Funktion des Gehirns sind. Zu den wichtigsten Omega-3-Fettsäuren zählen die Docosahexaensäure (DHS) und die Eicosapentaensäure (EPS), beide in Fettfischen wie Lachs, Makrele, Sardine und Thunfisch oder in Fischölkapseln enthalten.

Mein Tipp
Zwei Hochseefisch-Mahlzeiten pro Woche sind sehr zu empfehlen, wobei Thunfisch wegen seines hohen Quecksilber-Gehaltes nicht zu oft auf den Tisch kommen sollte!

Sinnvoll ist auch die Verwendung von Leinöl für Rohkost und Salate, da die hierin in großen Mengen enthaltene Alpha-Linolensäure im Körper zu EPS und DHS umgewandelt werden kann. Eine Studie der Purdue-Universität kam zu dem Ergebnis, dass hyperaktive Jungen weniger essenzielle (lebensnotwendige) Fettsäuren wie DHS im Blut haben als Kinder ohne ADHS. Ein Mangel an DHS wird mit Konzentrationsstörungen und Stimmungsschwankungen in Verbindung gebracht.

Die wichtigsten Omega-6-Fettsäuren für Kinder mit ADHS sind Gamma-Linolensäure (GLS) bzw. Dihomo-Gamma-Linolensäure (DGLS), enthalten in Nachtkerzensamenöl (nicht im ersten Lebensjahr geben!), Borretschöl oder Hanföl. Außerdem scheint bei Jungen mit ADHS sogar die von den meisten Menschen im Übermaß aufgenommene Arachidonsäure (enthalten in allen tierischen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Ei, Milch) nicht in ausreichender Menge vorhanden zu sein.

Mein Tipp

Statt teurer Nachtkerzensamenölkapseln können Sie Ihrem Kind die benötigte Menge an GLS auch durch ein bis zwei Teelöffel kalt gepresstes Hanföl (pur oder im Salat) zuführen. Hanföl ist darüber hinaus eine gute Quelle für Alpha-Linolensäure.

ADHS: Konzentrationsstörungen und Reizbarkeit vorbeugen

Cholin ist einer der wenigen Nährstoffe, die direkt ins Gehirn gelangen. Es wird dort in den Neurotransmitter (Botenstoff der Signalübertragung im Gehirn) Acetylcholin umgewandelt. Neuere Studien zeigen, dass ein hoher Acetylcholinspiegel mit verbesserter Gedächtnisleistung einhergeht und auch positive Auswirkungen auf die Aufmerksamkeitsspanne hat. Reich an Cholin sind Lecithin (aus Eigelb oder Soja), Weizenkeime, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Lecithin (enthält zusätzlich weitere lebenswichtige Fettsäuren sowie pro Teelöffel auch etwa 100 Milligramm Phosphor!) können Sie in Apotheken oder Drogeriemärkten auch als Granulat kaufen und Ihrem Kind – täglich ein bis zwei Teelöffel pur oder in Saft, Milch oder Müsli – geben. Eine ausreichende Zufuhr von B-Vitaminen ist für die Funktion von Gehirn und Nerven unerlässlich. Bei Mangelzuständen können Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Reizbarkeit oder aber Lustlosigkeit, Stimmungsschwankungen, Verwirrung, Schlaflosigkeit, Aggressivität oder Angstzustände auftreten. Von besonderer Bedeutung sind Vitamin B1 (Thiamin), B3 (Niacin) und B6. Diese sind in besonders hohen Konzentrationen in Bierhefe und Kalbsleber vorhanden (bitte Leber nur selten und nur in Bioqualität geben!). Diese B-Vitamine spielen im Gehirnstoffwechsel eine wichtige Rolle; B1 und B6 sind beispielsweise an der Produktion von Neurotransmittern wie Acetylcholin und Serotonin beteiligt. Bei Kindern mit ADHS besteht nicht selten ein Mangel an Serotonin (wird auch als „Glückshormon“ bezeichnet), der zu Unruhe, Aggressivität und Gereiztheit führt. Da Serotonin aus der Vorläufersubstanz Tryptophan, einer Aminosäure, gebildet wird, ist deren Zufuhr ebenfalls wichtig. Tryptophan ist vor allem in Cashew-Nüssen, Huhn, Thunfisch, Weizenkeimen und Emmentaler Käse enthalten. Weiterhin gibt es eine Reihe von Mineralstoffen, deren Mangel Konzentrationsstörungen und Hyperaktivität begünstigen können. Hierzu gehören insbesondere Kalzium und Magnesium sowie Zink, Chrom und Mangan. Ist eine Kryptopyrrolurie nachgewiesen, können fehlende Vitamine und Mineralstoffe durch die Gabe von Kryptosan-Kapseln zugeführt werden (1-mal 1 Kapsel täglich, unter ärztlicher Kontrolle).

Mein Tipp:

Leidet Ihr Kind unter einer Nahrungsmittelallergie und „flippt“ es nach dem (versehentlichen) Verzehr eines unverträglichen Nahrungsmittels buchstäblich aus, kann folgende Alkali-Mischung die Symptome oft innerhalb von 15 Minuten bessern:

468 Milligramm Natriumbikarbonat (NaHCO3)

156 Milligramm Kaliumbikarbonat (KHCO3)

Lassen Sie sich zehn Briefchen mit obiger Alkali-Mischung in der Apotheke herstellen (10 Briefchen ca. 7,00 €). Geben Sie Ihrem Kind im Bedarfsfall den Inhalt eines Briefchens in einem halben Glas Wasser. Lassen Sie es immer ein Glas Wasser nachtrinken! Kinder ab dem sechsten Lebensjahr erhalten zwei Briefchen. Ist Milchzucker (Laktose) verträglich, können Sie Ihrem Kind auch das besser schmeckende Basica® Vital-Pulver geben (2 Teelöffel in Wasser oder anderes Getränk einrühren).

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