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ADHS bei Kindern in der Pubertät
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Wie Sie Ihren Jugendlichen mit ADHS richtig unterstützen

Förderung von Kindern mit ADHS

Die Diagnose ADHS bei ihrem Kind verunsichert Eltern oft. Insbesondere die Unterstützung beim Lernen fällt Eltern oft schwer, da sie nicht wissen, wie sie vorgehen sollen. Hier finden Sie nützliche Tipps zur Unterstützung Ihres Kindes mit ADHS. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Die ärztliche Diagnose „ADHS“ kann im ersten Moment eine Erleichterung sein, weil Sie und Ihr Kind nun eine Erklärung für manche schulischen Schwierigkeiten und vielleicht auch andere Probleme gefunden haben. Dennoch: Die Diagnose allein hilft Ihrem Kind nicht weiter. Jetzt ist es wichtig, dass Sie als Eltern die richtigen Maßnahmen ergreifen, um Ihren pubertierenden Nachwuchs einerseits genau dort zu unterstützen, wo er Hilfe braucht. Andererseits müssen Sie jedoch darauf achten, dass Sie Ihr Kind nicht bevormunden oder ihm Verantwortung abnehmen, wo es lernen muss, diese zu übernehmen. Vor allem rund um das Thema „Schule und Lernen“ ist es sicher nicht immer einfach, diese Balance zu finden.

Oft ist es nicht möglich, eine eindeutige Diagnose für ADHS zu erstellen. Die Übergänge zwischen „normalen“ Konzentrationsproblemen und einer Konzentrationsstörung sind meist fließend und neurologisch manchmal schwer nachweisbar. Hinzu kommt, dass Konzentrationsschwierigkeiten oft nicht nur medizinische, sondern auch genetische, soziale, umweltbedingte etc. Ursachen haben können.

ADHS oder „nur“ Pubertät?

Es ist nichts Ungewöhnliches, wenn Ihr Kind während der Pubertät mit Konzentrationsproblemen zu kämpfen hat. Sogar Jugendliche, die diese Schwierigkeiten zuvor nicht hatten, vergessen nun vielleicht auch Termine von Klassenarbeiten, erinnern sich nicht mehr an wichtige Hausaufgaben oder können gedanklich nur schwer bei einer Aufgabe bleiben. „Schuld“ daran sind nicht unbedingt nur die Hormone, wie man lange Zeit gedacht hat, sondern vielmehr die Umbauarbeiten im Gehirn, die während der Pubertät vorgenommen werden. Diese organischen Veränderungen können neben Konzentrationsproblemen unter anderem auch dazu führen, dass Ihr Kind

  • impulsiver und emotionaler reagiert,
  • nicht über Handlungskonsequenzen nachdenkt,
  • sich dadurch eventuell auch in Gefahr bringt,
  • sich manchmal „seltsam“ verhält, weil es Signale und Emotionen anderer Menschen langsamer oder anders versteht,
  • zeitliche und andere organisatorische Planungen (z.B. Termine von Klassenarbeiten, Referaten) nicht im Griff hat,
  • inhaltliche Strukturierungsaufgaben (z.B. von Aufsätzen, Referaten, Lernaufgaben) nur mit Mühe bewältigt.

Manchmal ist es schwer zu bestimmen, ob diese „Symptome“ nun Pubertäts-bedingt oder doch auf ADHS zurückzuführen sind oder ob vielleicht sogar beides zutrifft. Auch wenn es vielleicht keine eindeutige Antwort gibt: Entscheidend ist, mit welchen Maßnahmen Sie Ihr Kind bei seinen Problemen unterstützen können.

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