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Abschweifendes Kind

7 Tipps, wie Ihr Kind gut das Lernen lernt

Erfolg in der Schule durch Lernen lernen

Der Schulerfolg Ihres Kindes hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Motivation, Intelligenz und Leistungswille gehören genauso dazu wie die soziale Anerkennung in der Klasse oder die Kenntnis wirksamer Lernmethoden. Besonders in der weiterführenden Schule profitieren Kinder davon, wenn sie das selbstständige Arbeiten durch die Anwendung unterschiedlicher Lerntechniken bereits in der Grundschule kennen gelernt haben. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Sie Ihr Kind darin unterstützen können.  

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Gute Lernmethoden und -techniken helfen den Lernprozess zu erleichtern und zu verbessern. Den Lernstoff schneller zu verstehen, leichter auswendig zu lernen und besser anwenden zu können, kann Ihrem Kind in der Schule oder bei den Hausaufgaben viel Zeit und Mühe ersparen. Neben den effektiven Methoden für das Verstehen, Behalten und Anwenden von Wissen gehören aber auch Konzepte der Selbstmotivierung, der Lernorganisation und der Konzentration zum Handwerkszeug eines Schulkindes. Mit diesen Lerntechniken, die im Folgenden näher erläutert werden, gelingt es Ihrem Kind gleich von Schulbeginn an viel besser, den zahlreichen Anforderungen der verschiedenen Unterrichtsfächer standzuhalten, denn eine Fülle von neuen Aufgaben kommt schon mit der ersten Schulklasse auf Ihr Kind zu.

Lernziele von Grundschülern

Im Laufe der ersten vier beziehungsweise sechs Grundschuljahre soll es unter anderem das Folgende erlernen:

  • Texte lesen und verstehen (auch Textaufgaben)
  • Texte fehlerfrei abschreiben
  • Diktate fehlerfrei schreiben
  • Rechtschreibregeln richtig anzuwenden
  • Aufsätze schreiben
  • Grammatik richtig anwenden (Sprache reflektieren)
  • Informationen aus Texten genau wiedergeben
  • Auswendiglernen von Vokabeln oder Informationen
  • alte und neue Informationen verknüpfen, um Zusammenhänge zu anderen Informationen herzustellen
  • selbstständige Beurteilung der gelesenen Texte
  • das Finden eigener Lösungen für Problemstellungen
  • das Finden von Fehlern
  • Grundrechenarten anwenden 

Kein Kind startet beim Lernen bei Null

Mein Tipp
In der Spezialausgabe Lernmethoden und Lerntechniken finden Sie eine umfassende Übersicht über die besten Lerntipps für Grundschülerinnen und Grundschüler. 

Mit dem Eintritt in die Grundschule wird schnell deutlich, dass die Schüler in der ersten Klasse mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen an das Lernen herangehen. Viele selbstbewusste, neugierige sowie durch die Familie und den Kindergarten gut vorbereitete Kinder haben in der Regel keinerlei Probleme, sich auf das Lernen und die damit verbundene Lernorganisation einzulassen, doch auch sie brauchen eine gute Anleitung. Kinder ohne solche vorschulische Unterstützung tun sich hingegen schwer damit, das „Lust-und-Laune“-Prinzip gegen die notwendigen Regeln in der Schule einzutauschen. Bevor es daher um das Lernen der schulischen Inhalte gehen kann, müssen diese Kinder und ihre Eltern erst einmal die grundlegenden Voraussetzungen einüben.

Diese 7 Arbeitstechniken helfen Ihrem Kind beim Lernen

Gut vorbereitet und ausgestattet profitieren Grundschüler besonders von den folgenden grundlegenden Lern- und Arbeitstechniken, die Sie Ihrem Kind nach und nach mit etwas Geduld und Verständnis nahebringen können. Am Beispiel des Viertklässlers Jonas können Sie sehen, wie die einzelnen Tipps angewendet werden:

  1. „Erst sammeln, dann schreiben“ könnte der Name der Lerntechnik sein, mit der das Schreiben von Geschichten Ihrem Kind leichter fällt.
    Beispiel: Jonas muss für die nächste Deutschstunde einen kleinen Aufsatz zum Thema „Meine Erlebnisse während der Euro 2008“ schreiben. Er ist zwar ein großer Fußballfan, weiß aber nicht, womit er beginnen soll. Zunächst sammelt er also alle seine Gedanken zu diesem Thema (Wo fand die Euro 2008 eigentlich statt? Wer hat gewonnen? Was habe ich beim Endspiel gemacht? Welchen Spieler fand ich am besten? Welches Spiel war am spannendsten?). Dann sortiert Jonas seine Stichpunkte und entscheidet sich für die interessantesten Erlebnisse. Erst jetzt beginnt er zu schreiben.
  2. Hilfsmittel beim Lernen zu benutzen ist keine Schande, sondern zeugt im Gegenteil von aktivem Lernverhalten. Motivieren Sie Ihr Kind also ruhig dazu, sic h gewisse Lerninhalte über andere Zugangswege zu erschließen.
    Beispiel: Jonas rechnet in der Schule mit Maßeinheiten. Das fällt ihm nicht leicht, denn immer wieder verwechselt er Liter und Meter. Er überlegt, wie er sich dieses Grundwissen besser merken kann. Am nächsten Tag hat er sich eine Literflasche Wasser auf seinen Schreibtisch gestellt und einen Zollstock an die Wand gehängt, der auf einen Meter ausgeklappt ist. Nun kann er die Begriffe immer sofort zuordnen, und schon nach kurzer Zeit passieren ihm keine Verwechslungen mehr.
  3. Schon in der Grundschule kann Ihr Kind lernen, wichtige Passagen in Texten zu kennzeichnen, Fragen zum Text stellen oder das Gelesene zeichnerisch wiederzugeben.
    Beispiel: Jonas soll ein Kapitel in seiner Lektüre lesen. In der nächsten Stunde wird die Klasse darüber befragt. Mit einem Bleistift markiert er die wichtigsten Inhalte und fasst diese in seinem Heft noch einmal schriftlich zusammen. So ist er für die nächste Stunde gut vorbereitet.
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Als Leser von „Lernen und Fördern mit Spaß“ lesen Sie hier 4 weitere Techniken, um Ihrem Kind das Lernen lernen zu erleichtern.

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