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Lernen und Pubertät
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Erfolgreicher Lernen mit der Walt-Disney-Strategie

Strukturiert durch die Pubertät

Grundsätzlich müssen zum Lösen von Aufgaben drei Schritte beachtet werden: erstens überlegen, zweitens Ideen umsetzen oder einfach „machen“ und drittens das Ergebnis überprüfen. Diese klare Vorgehensweise wird leider von vielen Schülern, die sich in der Pubertät befinden, nicht konsequent eingehalten. Wie Ihrem Kind die Walt-Disney-Strategie helfen kann, erfahren Sie in diesem Beitrag! 

Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Schülern in unseren Seminaren erzählen wir, dass Walt Disney, der große Donald-Duck- und Mickey-Maus-Erfinder, je nach Aufgabentyp bzw. Arbeitsschritt in einem anderen Raum gearbeitet hat. Walt Disney ist seinen Mitarbeitern immer wieder in drei verschiedenen Rollen gegenübergetreten, um sie zu motivieren: als kreativer Ideensammler, als fleißiger Arbeiter und als harter Kritiker. Er hat jeden Arbeitsprozess in diese drei Aufgabenbereiche unterteilt, um sich dann nacheinander intensiv mit jedem einzelnen Bereich zu beschäftigen.

Genau das, nämlich Schritt für Schritt und konzentriert zu arbeiten, kann Ihr Kind in der Pubertät mit der Walt-Disney-Strategie lernen. Genau genommen ist diese Vorgehensweise eine Arbeitsplatzstrategie:

Lerntipp für Pubertierende: Die Walt-Disney-Strategie für strukturiertes Lernen

Raum 1: Der Raum des Ideensammlers

Hier hat Walt Disney nur neue Ideen entworfen, zum Beispiel für eine Geschichte, eine neue Figur oder einen neuen Film. Ob diese Ideen wirklich durchführbar waren, hat ihn in diesem Raum noch nicht interessiert. Erst einmal hat er alle neuen Gedanken festgehalten.

Raum 2: Der Raum des Machers

In diesem Raum hat Walt Disney seine Ideen in die Tat umgesetzt. Zum Beispiel hat er hier neue Figuren gezeichnet oder Filmideen zu Ende gedacht.

Raum 3: Der Raum des Kritikers

Hier hat Walt Disney seine ausgearbeiteten Pläne kritisch hinterfragt und genau überprüft, ob sie richtig und gut sind.

Beispielhafte Raumaufteilung für Ihr Kind in der Pubertät

Ihr Kind muss übrigens nicht wie Walt Disney in drei verschiedenen Räumen arbeiten. Wenn es sein Zimmer in drei Bereiche einteilt, hat das denselben Effekt, zum Beispiel:

  • Das Sofa oder Bett ist der Raum des Ideensammlers.
  • Der Schreibtisch ist der Raum des Machers.
  • Ein Stuhl mit einem kleinen Tisch ist der Raum des Kritikers.

Lassen Sie Ihr Kind sein Walt-Disney-Zimmer gestalten. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, sich sein Walt-Disney-Zimmer schön und zweckentsprechend einzurichten.

In der Ecke des Ideensammlers darf es ruhig gemütlich sein. Hier bietet sich die Gestaltung mit Pflanzen, Bildern und Fotos, bunten Kissen oder einer Kuscheldecke an.

Der Ort des Machers ist der organisierte Schreibtisch. Achten Sie darauf, dass keine Dinge herumliegen, die die Konzentration stören, wie zum Beispiel Zeitschriften, Handy, Computerspiele etc. Alle Arbeitsmaterialien und Bücher sollten in der Nähe des Schreibtischs griffbereit einsortiert sein.

Der Platz des Kritikers sollte auch eher sachlich bleiben. Ein Tischchen oder auch nur ein Stuhl reichen aus. Fehlt im Zimmer Ihres Kindes der Platz hierfür, dann darf sich der Kritikerplatz auch an einem anderen ungestörten Ort in der Wohnung befinden.

Pubertät: Die Walt-Disney-Strategie hilft bei der Arbeitsorganisation

Die Walt-Disney-Strategie hilft Ihrem Kind, eine Aufgabe langsam anzugehen. Nicht gleich losrechnen, sondern erst Lösungswege überlegen (auf dem Sofa des Ideensammlers), anschließend ausrechnen (am Schreibtisch, dem Ort des Machers) und dann überprüfen (in der Ecke des Kritikers). Ihr Kind lernt so, verschiedene Aufgabentypen bzw. Arbeitsschritte zu erkennen und beim Lösen der Aufgabe voneinander zu trennen.

Die Walt-Disney-Strategie hilft bei der Konzentration von Teenagern

Die Walt-Disney-Strategie hilft Ihrem Kind, sich auf den jeweiligen Arbeitsschritt besser zu konzentrieren. Durch die unterschiedlichen Arbeitsorte wird es gleichsam darauf „programmiert“, z. B. Ideen für einen Aufsatz zu sammeln und vorzustrukturieren (Raum des Ideensammlers), den Aufsatz zu schreiben (Raum des Machers) und anschließend nach Fehlern zu suchen (Raum des Kritikers).

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