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Kinder lernen spielerisch mit Leporellos

Knickend und faltend zum Lernerfolg

Pädagogen und Eltern sind immer auf der Suche nach unterhaltsamen und lehrreichen Lernmethoden für ihre Schüler und Kinder. Eine davon verbindet in ganz kreativer Weise handwerkliches Geschick, Zeichentalent und Unterrichtsinhalte: das Leporello. Ich zeige Ihnen in diesem Artikel, welche Möglichkeiten in dem handlichen Klappbuch stecken. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Als Leporello bezeichnet man allgemein auffaltbare Klappbücher, die sich wie eine Ziehharmonika öffnen und schließen lassen. Eigentlich steht der Begriff für jede Art von Heftung mehrerer Arbeitsblätter, im schulischen Bereich wird jedoch in der Regel die „Ziehharmonikaform“ angewendet. Auf vorgefertigten Seiten können die Kinder ihre Lerninhalte in unterschiedlichster Form und Länge präsentieren. Dafür benötigen Sie lediglich entweder eine gekaufte Leporello-Blanco-Vorlage oder einige DIN-A3-Blätter, die zerschnitten, gefaltet und dann an den richtigen Stellen zusammengeklebt werden.

So basteln Kinder ihre eigenen Leporellos

  1. Ein DIN-A3-Blatt der Länge nach falten und an der Falzkante in zwei Teile schneiden.
  2. Jetzt die beiden entstandenen Streifen übereinanderlegen und einmal quer in der Mitte falten. Das entstandene Rechteck erneut quer in der Mitte falten und dann auseinanderfalten. Jedes Blatt hat nun vier Abschnitte.
  3. Ein Blatt wird dann entlang der Abschnitte wie eine Ziehharmonika gefaltet. Es entstehen zwei Leporellos.

Zwei oder drei der Blätter können dann auch zusammengeklebt werden und ergeben so ein längeres Leporello.

Wie Leporellos den Lernerfolg von Kindern erhöhen

Je mehr Lernebenen Ihr Kind miteinander verbindet, desto besser bleibt der Schulstoff haften. Beim selbst gebastelten und selbst beschrifteten oder bemalten Leporello verbinden sich mehrere Wahrnehmungsbereiche perfekt miteinander. Ihr Kind wird also auf verschiedensten Ebenen gefordert und angesprochen, so dass sein Gehirn auf Hochtouren kommt.

  • Es plant, wie viele Seiten sein Leporello haben soll, verschafft sich also einen Überblick über den Lernstoff.
  • Es faltet und klebt aktiv das Ziehharmonika-Buch zusammen, beteiligt also seine taktile Wahrnehmung an der Gestaltung des Lernstoffs.
  • Es teilt den Lernstoff in die Sinninhalte auf, die dann auf die einzelnen Leporello-Seiten verteilt werden. Dabei werden sinnhaft zusammengehörige „Lernportionen“ erstellt.
  • Es schreibt, malt und gestaltet die Lerninhalte; es wird also kreativ tätig.

Am Ende des Vorgangs hat Ihr Kind sich nicht nur mit dem Lernstoff aktiv beschäftigt, sondern auch ein Produkt geschaffen, das an seine Arbeit erinnert.  

 

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Als Leser von „Lernen und Fördern mit Spaß“ erfahren Sie hier anhand eines praktischen Beispiels, wie Sie Leporellos lernfördernd einsetzen.

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