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Schreibtisch mit Schulsachen
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Lernorganisation: In 5 Schritten das Chaos besiegen

Effektives Lernen mit Methode

Kaum hat das neue Schuljahr angefangen, stapeln sich in vielen Kinderzimmern wieder zerknickte Arbeitsblätter, halb gegessene Butterbrote und abgebrochene Buntstifte. Die Ordnung der Sommerferien gehört der Vergangenheit an, wenn der Schulalltag wieder eingezogen ist. Damit sich die äußerliche Unordnung nicht auf den Lernerfolg auswirkt, haben wir die besten Tipps gegen das Chaos zusammengestellt. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Unordnung und Chaos im Kinderzimmer kosten immer Zeit, auch wenn Ihr Kind gerne das Gegenteil behauptet. Anstatt sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren, wird wertvolle Konzentration auf das Suchen von Arbeitsmaterialien oder das Herausfinden der Lerninhalte verschwendet. So ungern Ihr Kind das auch hören mag, der erste Lerntipp gegen Chaos im Kinderzimmer und für eine bessere Lernsituation heißt: Ordnung halten!

1. Schritt: Ordnung halten

Räume deinen Schreibtisch immer auf, wenn du mit dem Lernen fertig bist. So musst du deine Energie am nächsten Tag nicht dafür verschwenden. Stelle deine Schulbücher immer an den gleichen Platz im Regal, lege deine Schulhefte und Mappen in eine Schublade, und überprüfe, ob der Ranzen oder Tornister fertig gepackt ist. Auch Klarheit und Ordnung in den Heften und Arbeitsmappen helfen dabei, die Hausaufgaben schneller zu erledigen oder die Vorbereitung auf eine Klassenarbeit zu erleichtern. Mit einem Markier-System, das Ihr Kind immer wieder trainiert, gelingt die Ordnung im Heft gut. Ein farbiger Marker hilft, die Schwerpunkte der Lernthemen zu kennzeichnen. Bei der Vorbereitung auf eine Arbeit reicht es dann, das Heft durchzublättern und die farbigen Stellen intensiv zu wiederholen.

2. Schritt: Wichtiges im Heft farbig markieren

Lege einen farbigen Marker auf deinen Schreibtisch, und kennzeichne in deinen Heften die wichtigsten Sätze. Das können Grammatik- oder Rechtschreibregeln sein, Erklärungen für einen mathematischen Vorgang oder die Inhaltsangabe eines Buches. Viele Kinder verzetteln sich beim Lernen, weil sie keinen Plan haben. Sie blättern durch alle Hefte und Bücher, bleiben an Unwichtigem hängen und kommen mit ihrer Vorbereitungszeit nicht aus. Eine derart chaotische Vorgehensweise führt dazu, dass die Konzentration schnell aufgebraucht ist. Bevor die Kinder zum Wichtigsten kommen, sind sie erschöpft und haben keine Energie mehr.

3. Schritt: Lernen mit einer Strategie

Gehe beim Lernen möglichst immer nach deinem Lernplan vor. Stelle sicher, dass du weißt, was du machen musst, und auch alle Bücher und Hefte dafür hast. Falls dir etwas fehlt, besorge es. Sieh zuallererst in dein Hausaufgabenheft, und fange dann mit deinem Lieblingsfach an. Mache, wenn du damit fertig bist, eine kurze Verschnaufpause, und starte anschließend mit der zweiten Aufgabe. Kommst du nicht weiter, frage einen Erwachsenen um Hilfe. Obwohl die Hausaufgaben eine Wiederholung des Unterrichtsstoffes und damit einfach sein sollen, haben Kinder immer wieder mal Schwierigkeiten damit. Sie haben in der Schule nicht aufgepasst oder etwas nicht verstanden. Am Schreibtisch zu Hause versuchen sie nun, die Aufgaben irgendwie zu erledigen. Oft ist das Ergebnis dann falsch, und das Kind lernt nichts beim Arbeiten, sondern hangelt sich so durch. Natürlich ist selbstständiges Arbeiten ein Ziel, doch wenn ein Kind sich nicht selber helfen kann, braucht es Unterstützung. Nur so gelingen die Hausaufgaben.

4. Schritt: Fragen, wenn etwas unklar ist

Es ist toll, wenn du deine Aufgaben selbstständig zu lösen versuchst, doch immer klappt das nicht. Wenn du merkst, dass du etwas nicht verstanden hast, solltest du es dir von deinen Eltern erklären lassen. Oft ist nur eine kleine Hilfe nötig, damit du anschließend selber weiterarbeiten kannst. Manche Kinder versuchen, sich mit Apps oder YouTube-Videos auf eine Klassenarbeit vorzubereiten. Eigentlich eine clevere Idee, doch anstatt sich die Videos anzusehen, erliegen die Kinder schnell dem riesigen Unterhaltungsangebot. Außerdem können sie kaum unterscheiden, welche Videos gut und welche fehlerhaft sind. Ohne die Hilfe der Eltern ist diese Art des Lernens für Grundschulkinder nicht sinnvoll.

5. Schritt: Lernvideos von den Eltern freigeben lassen

Wenn du zu einem Lernthema ein Video sehen oder mit einer App üben möchtest, bitte deine Eltern, dich zu beraten. Sie können besser entscheiden, welches Video oder welche App dir wirklich beim Lernen hilft.

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