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Referate halten: Was einen Vortrag interessant und spannend macht

Helfen Sie Ihrem Kind beim Aufbau des Referates

Beim Stichwort „Referate“ fangen viele Schüler automatisch an zu gähnen. Lesen Sie deshalb hier, was Ihr Kind tun kann, um seine Referate interessant und abwechslungsreich zu gestalten. 

Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Im Folgenden finden Sie je fünf Tipps und Tricks, die Ihrem Kind helfen, ein spannendes Referat vorzubereiten und es überzeugend zu präsentieren.

Referat-Tipp 1: Der rote Faden – eine übersichtliche Struktur

Ein klarer inhaltlicher Aufbau ist die Voraussetzung für einen gelungenen Vortrag.

  1. Einleitung: Hier nennt Ihr Kind das Thema und seinen persönlichen Bezug dazu (Was interessiert mich daran? Warum habe ich dieses Thema gewählt?).
  2. Hauptteil: In diesem Teil sollte Ihr Kind der Reihe nach drei bis vier Hauptpunkte vortragen – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Bestenfalls steigert Ihr Kind seine Ausführungen vom weniger interessanten Punkt zum spannendsten am Schluss.
  3. Schluss: Es kommen keine weiteren inhaltlichen Aspekte zur Sprache, sondern Ihr Kind sollte sein Referat im Schlussteil gelungen abrunden.

Trick für einen guten Vortrag: Der Opener – die andere Eröffnung

Um gleich von Beginn an Interesse zu erzeugen, kann Ihr Kind noch vor der eigentlichen Einleitung und Nennung des Themas sein Referat mit einer kleinen „Überraschung“ – dem sogenannten „Opener“ – eröffnen. Mit einem Bild, einem Filmausschnitt, einem musikalischen Klangbeispiel, einem Zitat, einer kurzen Geschichte etc. lässt Ihr Kind seine Zuhörer „rätseln“, was das soll, worum es geht etc., um dann zum Thema des Referats überzuleiten. Aufmerksamkeit ist Ihrem Kind so von Anfang an sicher.

Referat-Tipp 2: Ein „rundes“ Ende

Ähnlich wie der Start ist auch ein gutes Ende für das Gelingen des Referats besonders wichtig. Statt „Ähm, das war’s!“ ist es wesentlich professioneller, wenn Ihr Kind beispielsweise durch eine knappe Zusammenfassung, eine Aufforderung, („Wir alle sollten also versuchen, mehr Energie zu sparen!“) oder einen Dank an die Zuhörer einen deutlichen Schlusspunkt setzt.

Trick für einen guten Vortrag: Anknüpfen an Opener

Ein besonders gelungener Abschluss ist es, wenn Ihr Kind am Ende seines Vortrags inhaltlich wieder den Bogen zum Opener am Anfang spannen kann, z.B. mit einem zweiten Bild, Film-, Musikausschnitt oder Zitat, dem Ende einer Geschichte, deren Anfang der Opener war, etc.

Referat-Tipp 3: Viele Sinne einbeziehen – Hören, Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken

Je weniger die Zuhörer dem Vortragenden nur zuhören müssen, umso konzentrierter können sie dem Referat folgen. Ihr Kind sollte also überlegen, was sich passend zum Vortragsinhalt außerdem an Bildern, Filmausschnitten, Zeichnungen etc. zur Veranschaulichung (z.B. eingebunden in eine PowerPoint- Präsentation) anbietet und ob es außerdem etwas zum Hören, Anfassen, eventuell sogar zum Riechen oder Schmecken bereitstellen kann.

Trick für einen guten Vortrag: Frei sprechen – Karteikarten mit PowerPoint-Bild helfen

Zuhören ist vor allem dann anstrengend, wenn nur vor bzw. abgelesen wird. Vielleicht ist der freie Vortrag nicht immer so perfekt, aber oft verständlicher. Seinen freien Vortrag kann Ihr Kind – vorausgesetzt, es arbeitet mit PowerPoint – sehr gut vorbereiten, indem es sich jede Folie/Seite der Präsentation z.B. in DIN A6- oder DIN A5-Größe ausdruckt und auf eine Karteikarte klebt. Nun reichen einige zusätzliche Stichpunkte auf jeder Karte als Redehilfe.

Referat-Tipp 4: Für die Zuhörer sprechen

Auch wenn Ihr Kind frei redet, sollte es trotzdem so sprechen, dass es inhaltlich leicht verstanden wird. Das gelingt ihm am besten, wenn es in kurzen Sätzen redet, möglichst wenige Fachbegriffe benutzt (und diese anschreibt bzw. erklärt), nicht zu viele Zahlen und Daten benutzt (diese zusätzlich auf- oder abrundet und/oder anschreibt).

Trick für einen guten Vortrag: Schwierige Erklärungen üben

Bei schwierigen Sachverhalten (z.B. mathematischer Beweis, grammatikalische Zusammenhänge etc.) sollte Ihr Kind gute Formulierungen aufschreiben und diese vorab auswendig lernen, beim Vortragen dann aber besonders darauf achten, dass es langsam und deutlich redet.

Referat-Tipp 5: Die eigene Körpersprache im Griff

Wer sein Referat gut gelaunt und selbstbewusst vorträgt, hat gute Chancen, dass ihm seine Klassenkameraden gerne und aufmerksam zuhören. Wer hingegen mit hängenden Schultern, unsicher oder auch zu cool und lässig vor der Klasse steht, überträgt diese Haltung auf die Zuhörer. Ein positiver Gesichtsausdruck, eine aufrechte Körperhaltung und eine feste Stimme sind daher sehr wichtig für das Gelingen eines Referats.

Trick für einen guten Vortrag: Sich selbst aufrichten

Ist Ihr Kind eher unsicher bei Referaten, kann es über eine bewusst herbeigeführte und selbstsichere Körperhaltung auch sein Selbstbewusstsein aufrichten (z.B. aufrechte Haltung, sicherer Stand, feste und deutliche Stimme etc.). Wer hingegen wie ein „Häufchen Elend“ geht, steht und redet, fühlt sich auch so. (Tipp: Mit einer Videokamera kann sich das Kind selbst aufnehmen und seine „Wirkung“ auf andere vor dem eigentlichen Vortrag trainieren).

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