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Schulkinder und Lehrerin lernen gemeinsam am Tablet
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App-Check: Daran erkennen Sie gute Programme

Modernes Lernen mit neuen Medien

Kleine Zusatzprogramme auf Smartphone und Tablet-PC, kurz und knapp Apps genannt, sind aus dem Alltag von Kindern und Erwachsenen kaum noch wegzudenken. Es gibt Apps zum Fitnessaufbau, zur Orientierung in fremden Städten oder Ländern, zum Spielen, als Übersetzer oder Lerntrainer. Längst ist die Zahl der verfügbaren Apps auf über 1 Million angewachsen. Keine Frage, dass nicht alle Mini-Programme für Kinder geeignet sind, auch wenn sie spielerisch daherkommen. Wie Sie aus der Vielzahl der angepriesenen Apps für Ihr Kind die besten herausfiltern, erkläre ich Ihnen in dem folgenden Beitrag.  

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Mit guten Apps macht das Lernen wirklich Spaß, deshalb empfehlen wir auch immer wieder aktuelle Programme, die Kinder motivieren und Wissen spielerisch vermitteln. Dabei lege ich großen Wert darauf, dass die Apps bestimmte Kriterien erfüllen. Schließlich soll Ihr Kind nicht sinnlos auf dem Bildschirm herumwischen oder zusätzliche Kosten verursachen, sondern etwas lernen und dabei „gefahrlos“ Spaß haben.

Gute Apps entsprechen Gütekriterien

  • Die Anforderungen, die wir an empfehlenswerte Apps stellen, sind unter anderem folgende:
  • wissensvermittelnd und lehrreich
  • altersangemessen und kindgerecht
  • attraktiv und motivierend
  • sicher und vertrauenswürdig
  • benutzerfreundlich und verständlich
  • günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis
  • funktionieren technisch einwandfrei

App-Kontrolle ist Aufgabe der Eltern

Jeder dieser Punkte kann durch verschiedene Kriterien überprüft werden. Kinder machen sich in der Regel nicht die Mühe, ihre neue App auf Sicherheit oder pädagogischen Wert hin zu untersuchen. Sie wollen einfach Spaß haben. Umso wichtiger ist es, dass Sie als Eltern diese Aufgabe übernehmen. Nutzen Sie die folgenden Checklisten, um zu überprüfen, ob eine App wirklich für Ihr Kind geeignet ist. In den Einstellungen der jeweiligen Apps finden Sie auch Antworten auf die Fragen, die sich bei der Benutzung nicht klären lassen.

Ist die App für das Alter Ihres Kindes geeignet?

In der Regel werden die Altersangaben der Apps für Kinder vom App-Entwickler in vier Stufen eingeteilt: 0 bis 3 Jahre, 3 bis 6 Jahre, 6 bis 10 Jahre und 10 bis 13 Jahre. Jeder Entwickler muss sich für eine dieser Altersgruppen entscheiden, was nicht immer zu einer realistischen Einschätzung führt. Beispielsweise kann eine App, die das Leseverständnis voraussetzt, durchaus in der Kategorie „3 bis 6 Jahre“ eingestellt werden, denn hier sind auch sechsjährige Kinder eingeschlossen. Für Dreijährige ist die App dann allerdings kaum geeignet. Sie kommen also oft nicht umhin, die jeweilige App auszuprobieren und zu überprüfen, ob Ihr Kind damit überhaupt schon etwas anfangen kann. Und auch der umgekehrte Fall ist denkbar. Eine App für Sechsjährige kann Zehnjährige unterfordern, obwohl beide in derselben Kategorie eingeordnet sind. Überprüfen Sie, ob

  • Ihr Kind die App auch ohne Hilfe Erwachsener verwenden kann,
  • die App dem Niveau Ihres Kindes angepasst werden kann,
  • die Navigationsstruktur klar und einfach ist,
  • die App an die Lebenswelt Ihres Kindes anknüpft,
  • die Aufgabenstellungen verständlich sind,
  • der Schwierigkeitsgrad dem Alter Ihres Kindes angemessen ist,
  • die App Hilfestellungen beinhaltet, für den Fall, dass Ihr Kind nicht weiterkommt,
  • die App durch Erfolgserlebnisse motiviert,
  • die App so interessant ist, dass Ihr Kind sie mehrfach nutzen will.

Überprüfen Sie die Sicherheit der Apps

Bei vielen Apps sind zusätzliche Funktionen integriert, die einen Zugriff auf die Daten Ihres Kindes erfordern. Manchmal geht das nicht anders, beispielsweise wenn es um die Ortung geht: Der Zugriff muss jedoch transparent sein.

Prüfen Sie die kommerziellen und werblichen Aspekte der App

Natürlich möchten die Entwickler einer App mit ihr auch Geld verdienen, das ist nachvollziehbar und verständlich. Bei der Flut der täglich neu erscheinenden Programme ist das aber gar nicht so einfach. Viele Apps rentieren sich dadurch, dass der Einstieg sehr günstig oder kostenfrei ist, nach einiger Zeit dann aber kostenpflichtige Inhalte angeboten werden. Manche Apps refinanzieren sich auch über eingeblendete Werbung.

Wie gut sind die Inhalte der App?

Nicht zuletzt sind die Inhalte der Apps relevant. Schließlich sollten Sie sichergehen, dass die versprochenen Lernthemen auch tatsächlich vermittelt werden. 

Tipp:

Komplette Checklisten „Inhalt, Sicherheit und Kommerzialität“ zum Einordnen neuer Apps mit Auswertung Seite:

www.lernen-und-foerdern.com   Rubrik: „Downloads ’ Übungen ’ Neue Übungen“ Passwort: Elternabend

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