

Erzählung und Bericht schreiben: Mit diesen Lerntipps geht's ganz einfach
Erzählung und Bericht schreiben: Mit diesen Lerntipps geht's ganz einfach
» Erzählung und Bericht verfassen
Obwohl die eigene Schulzeit eigentlich noch gar nicht so lange vorbei zu sein scheint, gerät vieles aus dieser Zeit doch schnell in Vergessenheit, sofern Sie sich nicht beruflich damit beschäftigen. Beim Erledigen der Hausaufgaben und beim Üben für Klassenarbeiten kann es dann hin und wieder doch schwierig werden, Ihrem Kind die richtige Unterstützung zu geben. Falsche Tipps sind wenig hilfreich und verunsichern ein Schulkind nur. Wenn Ihr Kind einen Text für die Schule verfassen soll, ist es wichtig, sich vorher genau zu vergewissern, um welche Aufgabenstellung es sich handelt. Ab der 3. Klasse stehen folgende Formen zur Auswahl:
- Bildergeschichte
- Inhaltsangabe
- Nacherzählung oder Erlebniserzählung
- Bericht
Bei der Bildergeschichte geht es darum, anhand der vorgegebenen Bilder die dahinter stehende Geschichte zu erkennen, sie in Worte zu fassen und sie so lebendig wie möglich zu erzählen. Häufig müssen die Bilder vorher noch sortiert werden – für manche Kinder eine knifflige Aufgabe.
Die Inhaltsangabe fordert eine präzise aber, gekürzte Wiedergabe einer Geschichte. Dabei darf nichts hinzuerfunden werden, die wichtigsten Kerngedanken müssen aber genannt werden.
Bei der Erzählung oder Nacherzählung einer erlebten Situation geht es um die ganz persönliche Sichtweise. Häufig sollen Schulkinder ein bestimmtes Ereignis aus ihrer Sicht schildern, zum Beispiel ein Ferienerlebnis, ein Sporterlebnis oder ein persönliches Erlebnis wie beispielsweise ihren Geburtstag.
Ein Bericht hingegen informiert sachlich und klar über ein Ereignis oder über einen Vorfall. Berichte sind Mitteilungen von Menschen für andere Menschen, die mündlich oder auch schriftlich erfolgen können. Ganz zentral ist, dass die
Informationen eines Berichtes stimmen müssen. Vermutungen und Aussagen, die nicht auf genauer Kenntnis beruhen, müssen vermieden werden. Auch die eigene Meinung hat in einem Bericht nichts zu suchen.
5 Schritte zum perfekten Bericht
Ein Bericht gelingt, wenn die fünf folgenden Aspekte beachtet werden:
- Für welche Personen und zu welchem Zweck ist der Bericht gedacht? Da der Bericht einen bestimmten Zweck verfolgt, nämlich sachlich zu informieren, können bestimmte Informationen, je nach Wissensstand des Empfängers, mehr oder weniger in den Vordergrund treten.
- Die Einleitung des Berichts sollte dem Leser möglichst in einem Satz einen Überblick (sog. Überblicksinformation) verschaffen. Das gelingt am besten, wenn man die vier Fragewörter wann, wo, was und wer beachtet.
- Die Einzelheiten eines Vorfalls sollten vollständig erfasst und aufgeschrieben werden. Diese stichwortartigen Fakten bilden das Gerüst für einen guten Bericht.
- Im vierten Schritt geht es um die inhaltliche Ausarbeitung der Informationen. Aus den Stichwörtern werden sprachlich anspruchsvolle Sätze gebildet, die zeitlich sinnvoll angeordnet sind.
- Ein guter Bericht zeichnet sich auch durch einen kurzen, aber informativen Schluss aus. Dabei ist es sinnvoll, die Ursachen für ein Geschehen zu nennen und die Folgen des Ereignisses kurz zu skizzieren.















