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Dyskalkulie: Wie Sie sie erkennen und Ihr Kind optimal fördern

Dyskalkulie: Wie Sie sie erkennen und Ihr Kind optimal fördern

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Kind mit Dyskalkulie

Die Welt der Zahlen ist nicht jedermanns Sache – und vielleicht haben auch Sie in Ihrer Schulzeit schon oft über Mathe gestöhnt. Rund 4 bis 6% der Schulkinder trifft es noch heftiger: Sie leiden an einer Dyskalkulie und haben schon früh sichtbare Schwierigkeiten. Unsere Lerntipps zeigen Ihnen, wie Sie Dyskalkulie erkennen und Ihr Kind bei Dyskalkulie sinnvoll fördern.

Erst seit Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts beschäftigt sich die Wissenschaft mit dem Phänomen der Dyskalkulie (Rechenschwäche). Sie gilt als eine Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten, deren genaue Ursachen vielfältig sein können und noch nicht gründlich erforscht sind.

Kinder mit einer Dyskalkulie haben große Probleme, die grundlegenden Rechenfertigkeiten Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division anzuwenden, obwohl sie keine intellektuellen Defizite haben. Sie verstehen nicht, was diese Rechenarten inhaltlich bedeuten und dass jede Zahl für eine Menge steht.

Auch unser Stellenwertsystem (das dekadische, also auf 10 bezogene System) ist Kindern mit Dyskalkulie ein Rätsel. Im Rechenbereich bis 10 kompensieren sie ihre Schwierigkeiten häufig durch Auswendiglernen, oder sie lösen jede Aufgabe unter Zuhilfenahme der Finger durch reines Zählen. Da ihnen das Prinzip der Mathematik nicht klar ist, passieren schon hier etliche Fehler. Erweitert sich der Rechenbereich auf 100 oder 1.000, sind Kinder mit Dyskalkulie völlig überfordert.

Kinder mit Dyskalkulie müssen erst mühsam den Unterschied zwischen Ziffern und Zahlen lernen. Zahlen beschreiben eine bestimmte Menge, Ziffern hingegen beschreiben eine Ordnung. Die Ziffer 25 kann z.B. eine Hausnummer sein, sie sagt aber nichts über die Menge der Häuser aus.

Für Kinder mit Dyskalkulie ist Mathematik wie eine Fremdsprache

In vielen Fällen wird die Dyskalkulie gar nicht oder erst viel zu spät erkannt. Anders als beim Lesen und Schreiben werden die Probleme einer Dyskalkulie nicht immer ernst genommen oder leider manchmal auch auf mangelndes Interesse zurückgeführt. Das ist fatal, denn ohne Unterstützung von Eltern und Lehrern gelingt es Schülern mit Dyskalkulie nicht, die fremde Welt der Mathematik zu begreifen. Ihre Anstrengungen führen nicht zum Erfolg, und der Abstand zum Wissen der Mitschüler wird immer größer.

Neben den Schwierigkeiten mit der Mathematik entwickeln die meisten Kinder mit Dyskalkulie dann auch so genannte Sekundärsymptome. Ihr Selbstbewusstsein leidet, sie fühlen sich dumm und lehnen die Schule manchmal insgesamt ab. Frühe Hilfe und Unterstützung könnte den meisten Schülern sehr helfen, doch leider ist das noch die Ausnahme. Dabei fallen betroffene Kinder schon früh durch spezielle Schwierigkeiten auf.

Checkliste: So erkennen Sie, ob Ihr Kind an Dyskalkulie leidet

  • Löst Ihr Kind auch in der dritten Klasse Rechenaufgaben noch mit seinen Fingern (oder anderen Hilfsmitteln)? 
  • Hat Ihr Kind Schwierigkeiten, rückwärts zu zählen?                      
  • Hat Ihr Kind Schwierigkeiten, von einer beliebigen Zahl an weiterzuzählen (16, 17, 18 …)Hat Ihr Kind Probleme, Nachbarzahlen zu bestimmen? (Was kommt vor und nach der 37?)          
  • Hat Ihr Kind Schwierigkeiten, eine Zahl mit einer Menge zu verbinden?             
  • Hat Ihr Kind Mühe, ein Zahlenbild (206) dem entsprechenden Zahlenwort (zweihundertsechs) zuzuordnen?   
  • Verrechnet sich Ihr Kind häufig um eins?  12+4=17          
  • Verwechselt Ihr Kind oft die Operationssymbole > und < oder + und x?             
  • Macht Ihr Kind generell viele Rechenfehler in den Grundrechenarten?                
  • Hat Ihr Kind große Probleme beim Kopfrechnen?              
  • Hat Ihr Kind große Schwierigkeiten beim Zehner- oder Hunderter-Sprung?                    
  • Verwechselt Ihr Kind häufig Zeit- und Längeneinheiten?

Die passende Auswertung für die Checkliste und Lerntipps dazu, wie Sie Ihr Kind stärken, sehen Sie an dieser Stelle exklusiv als Abonnent von "Lernen und Fördern mit Spaß".

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Nettes aus Kindermund :)

Da fehlt doch was! Heute Morgen hat sich mein Mann mit meiner Tochter (23 Monate) einen Sonnenaufgang angesehen. Da die Sonne aber noch nicht ganz aufgegangen war, sah man nur einen Kreisabschnitt über dem Horizont leuchten, woraufhin meine Tochter ganz erstaunt ausrief: „Nonne babutt!“ (= Sonne kaputt)