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Schülerin beim Hausaufgaben machen
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Zahlenraum bis 1000 entdecken

effektives Lernen

Wer sicher bis 100 rechnet, kann sich in der dritten Klasse problemlos dem nächsten Zahlenraum zuwenden. Durch das dekadische System ist die Erweiterung schnell verdeutlicht. Nun müssen allerdings schwierige Rechenaufgaben gelöst sowie auch Textaufgaben verstanden und umgesetzt werden. Mit unseren Übungsbeispielen geht das ganz leicht. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Hat Ihr Kind begriffen, dass es beim Rechnen um die Veränderung von Mengen geht? Prüfen Sie sein Wissen nach, und lassen Sie Ihr Kind Alltagsbeispiele finden, bei denen Mengen verändert werden. Dabei ist es egal, ob eine Menge größer oder kleiner wird. Geben Sie ihm ein Beispiel, wenn es von selbst keine Idee hat. Beginnen Sie mit einer kleinen Menge bis 20, dann wählen Sie eine Menge bis 100, und anschließend darf Ihr Kind eine Menge bis 1 000 finden. Einige Beispiele finden Sie in der Tabelle unten.

Mathe ist überall

Viele der Aufgaben können weitergedacht werden. Papa kann auch wieder abnehmen, Haare werden geschnitten, ein Puzzle wird abgebaut und verpackt, Geld wird ausgegeben. Aus allen diesen Dingen lassen sich Rechenaufgaben entwickeln. So erkennt Ihr Kind, dass Mathe jeden Tag passiert und nicht nur im Schulfach Rechnen vorkommt.

Mengen bis 1 000 im Alltag entdecken

Setzen Sie den Zahlenraum bis 1 000 unbedingt auf Ihren Einkaufszettel, wenn Sie mit Ihrem Kind unterwegs sind. Aber auch zu Hause ist der Zahlenbereich bis 1 000 auffindbar.

  • Großpackungen im Supermarkt finden, beispielsweise 1 000 Gramm Zucker, 500 Blatt Schreibmaschinenpapier oder ein Hörbuch mit 380 Minuten Inhalt.
  • In Zeitungsberichten nach großen Zahlen Ausschau halten, beispielsweise die Zahl der Einbrüche in einem Jahr, die Anzahl der Besucher bei einem Theaterstück oder die fehlenden Tage bis zu einem besonderen Ereignis.
  • Auf den Internetseiten verschiedener Städte nach großen Zahlen suchen, beispielsweise nach den Einwohnerzahlen.

Auch große Zahlen können visualisiert werden

Im Zahlenbereich bis 1 000 wird es schwierig, Perlen oder Knöpfe zu zählen. Hier eignet sich eher ein Zollstock, ein Maßband, Millimeterpapier oder auch ein Tausender-Plakat. Lassen Sie Ihr Kind Zahlen aus dem Tausenderzahlenraum auf dem jeweiligen Medium anzeigen und dort reinschreiben. Gelingt das, soll es auch die Nachbarzahlen eintragen. Sie finden auf unserer Internetseite einen Tausender-Leporello zum Ausdrucken und Zusammenkleben. Hier kann Ihr Kind immer wieder trainieren, welche Zahl wohin gehört.

Hochrechnungen (Schätzen) machen nicht nur bei Wahlen Sinn

Um den Zahlenraum bis 1 000 zu verstehen, müssen keine konkreten Rechnungen erstellt werden; mit Hochrechnungen wird die Thematik auch sehr schön deutlich. Hochrechnungen nähern sich einem Ergebnis an, ohne eine konkrete Lösung zu präsentieren. Sie helfen Ihrem Kind dabei, sich im Zahlenraum zu orientieren. Eine Hochrechnung könnte so aussehen

Frage: Wie oft schlägt dein Herz ungefähr an einem Tag?

Lösungsweg:

Ihr Kind muss nun herausfinden, wie es sich der Lösung nähert und welche Informationen es benötigt, um zu einem ungefähren Ergebnis zu kommen.

Wenn Ihr Kind 1, 3 und 4 angekreuzt hat, kann es weiterarbeiten. Lassen Sie es im Internet herausfinden, wie oft ein Kinderherz in der Minute schlägt. Vielleicht versucht es auch, seinen eigenen Puls zu fühlen. Anschließend wird die ermittelte Anzahl in eine Stunde und dann in einen Tag umgerechnet. 100 Schläge pro Minute sind 6 000 pro Stunde (100 · 60) und ungefähr 144 000 (6 000 · 24) Schläge an einem Tag

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