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© Zlatan Durakovic

Motivation: So wecken Sie das Interesse Ihres Kindes

Motivieren und Fördern

Wahrscheinlich wissen Sie, als erprobte Grundschuleltern, dass die Motivation der Schlüssel zum Lernerfolg Ihres Kindes ist. Doch dieses Wissen allein ist nur der erste Schritt auf der Motivationsleiter. Die wahre Kunst besteht darin, die richtigen Motivationsknöpfe bei Ihrem Kind zu finden und anzuschalten. An einigen Beispielen zeigen wir Ihnen, wie das geht. 

Expertenrat von 
Annette Holl, Grundschullehrerin

„Ich habe keine Lust, mit der Tausend zu rechnen“, murmelte unlängst ein schlechtgelaunter und definitiv unmotivierter Schüler in meiner Förderung. Auf meine Nachfrage konkretisierte er später: „Am liebsten würde ich die dritte Klasse überspringen, denn dann müsste ich nicht mit der bösen Tausend rechnen. Die macht mir Angst.“ Eine logische Schlussfolgerung für den Achtjährigen, der aber leider nicht bedacht hatte, dass die Tausend ihn auch in den höheren Klassen anhänglich und zäh verfolgen wird. Das Überspringen konnte ich ihm als Lösung seines Problems demnach nicht anbieten, aber die Angst vor der unfassbar großen Zahl Tausend hat er inzwischen fast gänzlich besiegt. Wichtig war dabei, diese Angst als Motivationsblockade zu erkennen und sie aufzulösen. Inzwischen hat die Tausend ihre Bedrohlichkeit für Jonas verloren, und er traut sich auch an „große“ Rechenaufgaben heran. Jonas ist wieder richtig motiviert.

Hören Sie Ihrem Kind gut zu!

Sobald ein Kind denkt, es kann ein Ziel sowieso nicht erreichen, verschwindet seine Motivation sofort. Fasst es aber wieder Hoffnung, keimt auch die Motivation wieder auf. Kinder anzuspornen und ihnen das Gefühl zu geben, etwas gut zu machen, ist daher die Basis der Motivationsarbeit. Um motivierendes Denken bei einem Kind anzustoßen, ist es wichtig, genau zu wissen, was es blockiert. Vielleicht steht es unter hohem Erfolgsdruck, fühlt sich überfordert oder ist erschöpft. Möglicherweise fehlt es ihm an Mut, Selbstvertrauen oder Verständnis. Es gibt viele Blockaden bei Kindern, die hinter der Aussage „Das interessiert mich nicht!“ stehen können. Um sie zu lösen, müssen die Hindernisse zunächst aufgedeckt werden. Das gelingt am besten in einem ungezwungenen Gespräch, in das bestimmte Fragen einfließen.

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