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Spielerisch Lernen mit Fermi-Aufgaben
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Spielerisch lernen mit Fermi-Aufgaben

Entdeckendes Lernen mit allen Sinnen

Häufig wird am derzeitigen Schulunterricht kritisiert, dass die Kinder nur auswendig gelerntes Wissen wiedergeben, ohne die Inhalte wirklich zu verstehen. Das selbstständige Erforschen bestimmter Zusammenhänge und/oder das kreative Entdecken von Informationen bleiben allzu oft auf der Strecke. Durch sogenannte Fermi-Aufgaben werden Schülerinnen und Schüler dazu angeregt, spielerisch selbst Lösungswege für ungewöhnliche Aufgaben zu finden. Lesen Sie, wie das funktioniert. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Es gibt Fragen, die auf den ersten Blick nur sehr schwer beantwortet werden können. Fragen, die zum Nachdenken, Spekulieren, Abschätzen und Vermuten anregen. Fragen, auf die vielleicht niemand die korrekte Antwort weiß. Solche Fragen werden nach dem italienischen Kernphysiker und Nobelpreisträger Enrico Fermi (1901 bis 1954) Fermi-Aufgaben genannt. Klassische Fermi-Aufgaben sind beispielsweise:

  • Wie viele Klavierstimmer gibt es in Chicago?
  • Wie viele Reiskörner passen in eine leere Literflasche?
  • Wie viele Menschen essen in unserer Stadt gerade einen Apfel?
  • Wie viele Schulen gibt es in Deutschland?
  • Wie viel wiegen alle Kinder deiner Schule zusammen?

Diese Fragen sollen das Denken anregen und spielerisch zu der Lösung führen, damit Kinder besser, einfacher und zusammenhängender Lernen können.

Spielerisch lernen: Die Antwort ist nicht das Wichtigste

Bei dieser Art von Aufgaben geht es darum, sich einer ungefähren Lösung auf logischem Weg zu nähern, und zwar ohne eine in der Aufgabenstellung verborgene Lösung, sondern einzig und allein durch Nachdenken, Weiterfragen und Diskutieren. Fermi-Aufgaben sind realitätsbezogen, zugänglich (also auf die eigene Lebenswelt bezogen) und offen. Jeder kann sich Gedanken über die Lösung machen. Es gibt keine eindeutigen Angaben, und auch der Lösungsweg ist nicht vorgegeben.

Charakteristisch für diese Art von Aufgaben ist unter anderem:

  • Es scheint sich auf den ersten Blick um ein unlösbares Problem zu handeln.
  • Fakten sind Fehlanzeige. Fehlende Informationen müssen aus Annahmen, Alltagssituationen, durch
  • Schätzen, Vermuten, Überschlagen, Nachschlagen oder das Befragen von Experten gewonnen werden.
  • Es muss mit großen Zahlen oder häufig auch mit dem Umrechnen und Schätzen von Größen gearbeitet werden.

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