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Teamgeist fördern
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So fördern Sie den Teamgeist Ihres Kindes!

Teamgeist stärken

Sowohl in der Schule als auch in der Freizeit ist ein funktionierendes Sozialverhalten entscheidend für Kinder. Der Teamgeist ist jedoch nicht bei jedem Kind gleich stark ausgeprägt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Teamgeist Ihres Kindes fördern können! 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Während Alissa einen großen Kreis von Freundinnen um sich schart und mit ihnen am liebsten jeden Nachmittag eine andere Aktivität ausüben möchte, liebt es ihr Bruder Alexander, sich nach der Schule zurückzuziehen. Die Geschwister haben eine ganz unterschiedliche Vorstellung von optimalem Freizeitspaß. Diese Charaktereigenschaft wirkt sich auch auf das Arbeiten in Gruppen aus. Alissa kann sich gut ein- und auch mal unterordnen – sie findet in jeder Gruppe schnell ihren Platz. Alexander tut sich damit schwerer. Wenn es nicht nach seinen Vorstellungen geht, geht oft gar nichts mehr. Dann verbringt der pubertierende Junge den Nachmittag lieber mit einem Buch oder einem Computerspiel in seinem Zimmer, als sich halbherzig dem „Gruppendruck“ unterzuordnen.

Teamgeist und Gruppenarbeit fallen Alexander schwer!

Dieses Freizeitverhalten von Alexander zeigt sich auch in der Schule. Wenn es darum geht, schulische Inhalte in der Gruppenarbeit umzusetzen, tut Alexander sich schwer. Am liebsten macht er alles allein. Einen Teilaspekt einer Aufgabe zu bearbeiten oder etwas zu delegieren, fällt ihm nicht leicht. Entweder zieht Alexander sich schnell aus der Gruppe zurück, oder er fängt Diskussionen und Streit an. Ändert Alexander dieses Verhalten nicht, sind Konflikte in der Zusammenarbeit mit anderen vorprogrammiert. Auch Einzelgänger wie Alexander müssen bis zu einem gewissen Grad lernen, sich mit anderen zu arrangieren.

Sozialverhalten: So wird Alexander „kooperationsbereit“ und stärkt seinen Teamgeist!

Natürlich ist der Begriff gruppentauglich etwas provokativ, denn es kann nicht darum gehen, ein Kind gegen seinen Willen und seine Persönlichkeitsstruktur zu verändern. Trotzdem kann es nicht schaden, wenn Kinder gerade in den Bereichen gefördert und unterstützt werden, die ihnen nicht so liegen. Würden Alexanders Eltern ihrem Kind keinerlei Gruppenerfahrungen ermöglichen, das Kind von anderen abschotten und ihm keine Anreize geben, könnte sich das negativ auswirken. Wichtige Fähigkeiten, die durch den Umgang mit anderen Kindern gefördert werden, könnten sonst verkümmern.

Teamgeist - Das muss in der Gruppe funktionieren:

etwas mit anderen teilen pünktlich und zuverlässig sein Konflikte austragen und lösen Kritik einstecken können andere Meinungen gelten lassen abwarten, bis man an der Reihe ist anderen beistehen, loyal sein fair und ehrlich gegenüber dem Team sein Regelmäßige Erfahrungen mit anderen Kindern, gemeinsame Ausflüge und die Teilnahme an einem passenden Freizeitangebot bewirken zumindest, dass Alexander diese Fähigkeiten ab und zu trainiert. Auch wenn er das Spielen und Arbeiten in der Gruppe später nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen zählt, kommt er doch zumindest damit zurecht. Dieses Ziel sollten Eltern bei ihren Kindern unbedingt verfolgen.

Diese Hobbys fördern den Teamgeist bei Einzelgängern!

Natürlich sind alle Mannschaftssportarten ohne Teamgeist nicht denkbar, denn hier muss sich jeder Spieler auf den anderen verlassen können. Training und Wettbewerbe fordern von den Mitspielern einen intensiven Kontakt zu den anderen Mannschaftskameraden. Für Kinder, denen das zu viel Kontakt ist, eignen sich andere Hobbys, auch Einzelsportarten, besser. Bei diesen Freizeitangeboten lernen Kinder auch, sich mit anderen zu arrangieren, ohne zu dicht miteinander arbeiten zu müssen.

  • Kampfsportarten: Judo, Taekwondo, Karate & Co. bieten Ihrem Kind regelmäßiges Training in der Gruppe, ein Team und einen Trainer, ohne dass der eigentliche Wettbewerb in der Gruppe ausgeübt wird.
  • Kochen: In einem Kinderkochkurs ist Ihr Kind Teil einer Gruppe, kann aber seine Gerichte (unter Anleitung) ganz allein vor- und zubereiten.
  • Reiterhof: Der Umgang mit Tieren gefällt Einzelgängern oft sehr gut. Beim Voltigieren oder Reiten sind sie zwar Teil einer Gruppe, auf dem Pferd oder Pony reiten sie aber ganz alleine. Hier hilft auch das Übernehmen von Aufgaben, sich als verantwortungsbewusster Teil einer Gruppe zu beweisen.
Mein Tipp: Teamgeist im Uralub fördern!
Buchen Sie den nächsten Urlaub gemeinsam mit Freunden, die ebenfalls Kinder haben. So kann Ihr Kind den Umgang mit anderen in entspannter Atmosphäre üben und erkennen, wie viel Spaß das machen kann.

 

 

 

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