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Diese Lernmethoden helfen Ihrem Kind

Vokabeln besser lernen

Richtig Schreiben lernen und das Üben von Vokabeln sind nicht immer ganz leicht. Zum Glück gibt es neue Erkenntnisse und Methoden, die es unseren Kindern erleichtern sich dieses wichtige Wissen anzueignen. 

Expertenrat von 
Annette Holl, Grundschullehrerin

Neue Methode hilft beim flüssigen Schreiben

Schreiben lernen ist für Kinder und Lehrkräfte eine große Herausforderung. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass vor allem die Ausbildung der motorischen Schreibkompetenz bei Schülerinnen und Schülern häufig vernachlässigt wird. Daher hat das Schreibmotorik Institut in Heroldsberg eine neue, wissenschaftlich gestützte Schreiblernmethode entwickelt: die „Schreibforscher-Box“. Wissenschaftlerinnen der Universität des Saarlandes haben das Konzept mit ihrer Expertise begleitet.

Kinder sollen ihren eigenen Schreibstil entwickeln

„Es geht nicht darum, dass Kinder eine vorgegebene äußere Form von Schriftsprache einüben, sondern eine individuelle Schreibmotorik entwickeln. Dabei sind Abweichungen von der Normschreibung ein notwendiger Schritt innerhalb des Schreiblernprozesses“, erläutert Professorin Dr. Julia Knopf von der Uni Saarland.

Bewegungserlebnisse verbessern Handschrift

Zu den Trainingseinheiten der „Schreibforscher-Box“ gehören unter anderem Übungen zur Koordination von Händen und Fingern, zur Körperhaltung und Stiftführung sowie ganz unterschiedliche „Bewegungserlebnisse“, durch die die Kinder lernen können, Form, Größe und Proportionen der Buchstaben bewusst zu verändern.

Bewegung hilft beim Vokabellernen

Die Max-Planck-Gesellschaft zeigt in einer neuen Studie, dass Bewegungen und Bilder das Pauken von Vokabeln erleichtern. Wer Wörter einer fremden Sprache nicht nur hört, sondern sie mit einer Geste ausdrückt, merkt sie sich besser. Etwas weniger, aber immer noch hilfreich ist das Lernen mit Bildern, die zum Wort passen. Lernmethoden, die verschiedene Sinne ansprechen und insbesondere Bewegungsreize nutzen, sind also Methoden überlegen, die nur auf das gehörte oder gelesene Wort setzen.

Das Gehirn lernt demnach leichter fremde Wörter, wenn Informationen aus unterschiedlichen Sinnesorganen miteinander assoziiert werden. „Am besten konnten sich die Probanden an einen zu lernenden Begriff erinnern, wenn sie ihn selbst mit Gesten ausdrückten. Hörten sie den Begriff und seine Übersetzung und sahen sie zusätzlich ein Bild davon, konnten sie sich die Übersetzung ebenfalls besser merken. Das Nachzeichnen eines Begriffes und das Beobachten einer Geste unterschieden sich dagegen nicht vom reinen Hören“, erklärt Katja Mayer vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften.

Wie können Sie diese Information umsetzen?

Spielen Sie mit Ihrem Kind doch beim nächsten Vokabellernen Pantomime. Zunächst stellen Sie zehn zu lernende Vokabeln vor, dann soll Ihr Kind zu jedem Wort eine Bewegung erfinden. Vielleicht machen Sie davon rasch ein Video mit Ihrem Smartphone, um die Bewegungen nicht zu vergessen. In einem zweiten Schritt fragen Sie die Vokabeln ab, indem Sie zum Begriff auch die Bewegung wiederholen.

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