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Lispelnder Junge
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Lispeln: Wie Sie Ihrem Kind helfen können!

Sprachentwicklung fördern

Jedes vierte Vorschulkind hat Sprachstörungen, jedes zehnte braucht deswegen eine Therapie. Lispeln und Stottern treten häufig auf und verlieren sich oft auch wieder. Wenn Ihr Kind aber anhaltend lispelt, sollten Sie Ihr Kind jedoch frühzeitig fördern. 

Expertenrat von 

Sprechen scheint so einfach zu sein – und doch werden Sprachstörungen immer öfter diagnostiziert. Häufig steckt eine Hörstörung dahinter, insbesondere wenn Kinder in den ersten 18 Monaten bereits Auffälligkeiten zeigen, z. B. Verstummen nach der ersten Lallphase (dritter bis sechster Monat) oder ausbleibende erste Wörter.

Wichtig: Ein Hörtest hilft bei der Erkennung von Sprachstörungen!
Bei jedem Kind mit gestörter Sprachentwicklung sollte unbedingt ein Hörtest gemacht werden, um Hörstörungen möglichst frühzeitig zu entdecken!

Für die Sprachentwicklung eines Kindes ist es außerordentlich wichtig, dass seine „Lehrer“, also die Eltern, viel mit ihm sprechen. Fernseher und Kassetten sind dazu völlig ungeeignet. Ab dem vierten Lebensjahr kommt eine weitere wichtige Instanz hinzu: der Kindergarten. Studien ergaben, dass Kinder in der Regel umso weniger Sprachförderung benötigen, je länger sie einen Kindergarten besucht haben. Nachgewiesen ist aber auch, dass Kinder, die Lispeln und bereits vier Jahre alt sind, später häufiger eine Lese-Rechtschreibschwäche entwickeln.

Lispeln: Gesunde Sprachentwicklung oder Sprachstörungen?

Lispeln ist im Vorschulalter noch nicht therapiebedürftig. Denn nach dem Zahnwechsel legt sich Lispeln oft von selbst. Auch denken Kinder häufig schneller, als sie sich sprachlich ausdrücken können. Daher kommt es zwischen zweieinhalb und viereinhalb Jahren bei vielen Kindern zum Entwicklungsstottern. Ist das Kind aufgeregt, „verheddert“ es sich leicht im Satz. Es spricht unflüssig, stockend und wiederholt oft Wörter oder Satzteile. Hält diese Phase des Stotterns nicht länger als ein halbes Jahr an, brauchen Sie keine Sprachstörungen zu befürchten. Im Gegensatz dazu ist das „echte“ Stottern keine normale Phase der Sprachentwicklung. Etwa fünf Prozent aller Kinder (Jungen sind deutlich häufiger betroffen) stottern, wobei etwa 75 Prozent von ihnen ihr Stottern wieder überwinden. Meist tritt das Stottern zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr auf. Lassen Sie sich beraten, wenn Ihr Kind stottert und unter seinem veränderten Sprechen leidet, wenn es sich beim Sprechen sehr anstrengt bzw. gar nicht mehr sprechen mag oder wenn Sie selbst verunsichert sind. Erster Ansprechpartner ist der Kinderarzt, der durch gezielte Tests den Stand der Sprachentwicklung feststellt und ggf. eine Sprachtherapie in die Wege leitet.

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