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Aggressionen in der Pubertät
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Aggressionen bei Teenagern: Triebkraft oder Zerstörungswut?

Aggressivität in der Pubertät

Viele Jugendliche gelten als aufbrausend, schlecht gelaunt und gereizt. Ihr Verhalten wird als provokativ und oft auch als „aggressiv“ erlebt. Eltern wissen dann manchmal nicht, woher diese ganze Aggression kommt. Sie fühlen sich angegriffen und ratlos und wissen nicht so recht, wie sie sich am besten verhalten sollen. Doch um es gleich zu sagen: Mit Ablehnung hat diese Aggression bei Jugendlichen selten etwas zu tun. Stattdessen stecken hinter allen aggressiven Verhaltensweisen bestimmte Wünsche und Bedürfnisse. Lesen Sie in diesem Beitrag, was Aggression eigentlich ist, warum sie auch eine positive Kraft sein kann, und warum Jugendliche sich so oft „aggressiv“ verhalten. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

„Bringst du bitte den Mülleimer runter?“ – „Nö, hab jetzt keinen Bock!“ – „ich möchte aber, dass du das tust. Und zwar bitte jetzt!“ – „Später!“ – Nein , jetzt!“ – „Warum soll ich das denn schon wieder machen? Der Luis macht mal wieder gar nix!“ – „Ich werde jetzt echt ärgerlich. Mach bitte einfach, worum ich dich gebeten habe!“ – „Sei doch nicht so aggressiv! Chill doch mal!“ – „Ich bin doch gar nicht aggressiv, ich sag halt einfach nur deutlich, was ich von dir erwarte!“

Kaum ein Thema ist in Familien heikler als das Thema Aggression: Was ist das überhaupt? Darf man aggressiv sein? Und wenn ja, wie oft und wann? Wie gehen wir damit um, wenn uns jemand aggressiv gegenüber tritt? Und wie gehen wir mit unseren eigenen Aggressionen um? Was genau macht uns aggressiv?

Diese Fragen beschäftigen uns ein Leben lang, denn die Aggression ist unsere ständige Begleiterin. Sie begegnet uns im gesellschaftlichen Leben, in Straßenverkehr und auch in der eigenen Familie. Und natürlich sind wir selbst auch manchmal aggressiv. Manchmal macht Aggression uns Angst, oft löst sie ebenfalls Aggression aus. Aggression hat einen schlechten Ruf, weil sie uns unangenehm ist und weil sie gelegentlich in psychische oder physische Gewalt umschlägt. Doch ist Aggression tatsächlich immer negativ? Und könnten wir die Kraft der Aggression nicht konstruktiv nutzen, um unser Leben zu meistern?

Aggression in der Pubertät: Angeborener Trieb oder Folge von Frustration?

Um einige dieser Fragen zu beantworten, müssen wir zunächst definieren, was Aggression eigentlich ist. Der Begriff Aggression stammt ursprünglich aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie heranschreiten, sich nähern, angreifen. Eine allgemein gültige Definition von Aggression gibt es nicht. Über Herkunft, Bedeutung und Funktion menschlicher Aggression wird bis heute auch in Fachkreisen kontrovers diskutiert.

Die drei wichtigsten theoretischen Ansätze zur Erklärung und Definition von Aggression sind folgende:

1. Aggression in der Pubertät als angeborener Trieb: Das psychoanalytische Modell

Der Freudschen Theorie zufolge gibt es einen angeborenen Aggressionstrieb, der auch als Todestrieb bezeichnet wird. Dieser äußert sich in zerstörerischen und destruktiven Verhaltensweisen gegenüber anderen. Der Todestrieb steht der Libido (= Geschlechtstrieb) gegenüber, gilt aber als Teil des Eros (= Lebenstrieb). Der Aggressionstrieb dient der Zerstörung anderer Objekte und Menschen, in erster Linie zur Sicherung des eigenen Überlebens und zur Arterhaltung, er bringt aber auch sadistisches Verhalten zum Vorschein.

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