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Frau die Wäsche aufräumt
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Anti-Chaos-Tipps zum konzentrierten Lernen Teil 2

Unser Rat: Eine Chaos-Kiste aufstellen

Für besondere Chaoten bietet es sich an, eine größere Kiste (z.B. Postkiste) als Chaos-Kiste bereit zu halten. Ist das Durcheinander auf dem Schreibtisch dann doch einmal zu groß, darf Ihr Kind vor den Hausaufgaben statt aufräumen einfach alle störenden Dinge in die Kiste packen. Legen Sie mit Ihrem Kind fest, wann bzw. wie oft pro Woche es die Kiste leerräumen soll.  

Expertenrat von 

Großer Schulrucksack mit Sammelmappe:

Für viele Chaoten hat sich außerdem ein nicht zu kleiner Schulrucksack bewährt, in dem auch mal zu viele Hefte und Zettel Platz finden, ohne gleich Eselsohren zu bekommen. Hilfreich ist auch eine größere Sammelmappe mit festem Einband, in der Hefte und Zettel schnell sicher verstaut werden können.

Das Aufgabenheft:

Was Ihr Kind nicht im Kopf hat … schreibt es eben in sein Aufgabenheft – auch das gehört in die Schultasche. Damit sind nicht nur klassisch die Hausaufgaben gemeint, sondern hier können – vielleicht in einer eigenen Rubrik – auch alle anderen wichtigen Aufgaben und Ideen notiert werden, die sonst im „Pubertätschaos“ verloren gehen könnten.

Tipp 3: Einfache Planungsinstrumente

Das Aufgabenheft ist schon eine gute Organisationshilfe. Zusätzlich ist es aber wichtig, dass Ihr Kind seine Termine im Blick behält, also weiß, wann z.B. die nächste Deutscharbeit ansteht, wann das Bio-Referat fertig sein soll, wann das nächste HandballSpiel ist etc. Mit „komplizierten“ Hilfen wie ausgeklügelten Zeitplansystemen können chaotische Schüler leider meist nichts anfangen. Ganz einfache Planungs- und Übersichtshilfe nehmen solche Schüler hingegen eher an. Geeignet ist hier z.B. eine simple monatliche Übersicht für anstehende Klassenarbeiten, Referate und Tests. Zusätzlich bietet sich eine abwischbare Wochenübersicht mit Stundenplan sowie festen Terminen für Sport, Musik, Aufräumen etc. an. Hier kann Ihr Kind jede Woche dann weitere flexible Termine eintragen, wie zum Beispiel Verabredungen, Geburtstage oder ein Sportturnier. Am besten hängt es sich diese Übersichten direkt über seinen Schreibtisch. So hat es immer alle wichtigen Termine vor Augen.

Tipp 4: Verbindliche Aufräumzeit

Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind eine feste Aufräumzeit pro Woche fest. Am besten eignen sich solche Zeiten zum Wochenende hin, so dass der Start in die neue Woche „geordnet“ beginnen kann. In dieser Aufräumzeit sollte Ihr Kind auch alle losen Zettel einsortieren, die Ablagen durchsehen und die Chaos-Kiste ausräumen. Gibt es Stress oder hat Ihr Kind einfach Probleme, diese Aufräumzeit einzuhalten, dann lassen Sie Ihr Kind zum Beispiel vor dem Fußballtraining oder vor der Samstagabend-Verabredung aufräumen. Aber bleiben Sie konsequent, erst wenn die ganze Aufräumarbeit erledigt ist, beginnt das Freizeitprogramm.

Tipp 5: Konsequent bleiben – Erfolge loben und belohnen

Hält Ihr Kind sich nicht an die verabredeten Ordnungs- und Aufräumregeln, dann antworten Sie nicht mit persönlicher Betroffenheit oder Streit, sondern mit Konsequenzen. Diese Konsequenzen sollten Sie im Voraus genau mit Ihrem Kind besprechen. Räumt Ihr Kind zum Beispiel nicht, wie vereinbart, am Samstag sein Zimmer auf, so fällt das Fußballtraining eben aus oder Ihr Kind geht erst dann zu seiner Verabredung, wenn es seine Aufgabe zufriedenstellend erledigt hat. Die Konsequenz ist in diesem Fall keine willkürliche Strafe, die Ihre Beziehung belastet, sondern eine logische und für Ihr Kind genau berechenbare Folge seines Handelns. Deshalb: Bleiben Sie konsequent, auch wenn es vielleicht schwer fällt. Ihr Verhalten bestimmt in dieser Situation maßgeblich das Verhalten Ihres Kindes.

Unterstützen können Sie jedes positive Verhalten Ihres Kindes natürlich durch ein ehrliches, spontanes und konkretes Lob: „Super, dass du heute alleine daran gedacht hast, die Schultasche zu entmisten!“ Fällt es Ihrem Kind sehr schwer, sein Chaos in den Griff zu bekommen, so können Sie es zusätzlich folgendermaßen durch kleine Belohnungen ermutigen:

  • Entweder organisieren Sie diese Belohnungen eher unregelmäßig, unerwartet und unabhängig von dem Ergebnis, z.B. wenn Sie sehen, dass sich Ihr Kind wirklich bemüht, z.B. sein Regal aufzuräumen oder rechtzeitig mit dem Lernen für einen Test beginnt.
  • Oder Sie entwickeln gemeinsam mit Ihrem Kind ein kleines Belohnungssystem, das für eine Weile beim Eintrainieren helfen soll, bevor es langsam wieder „ausgeschlichen“ wird, z.B. gibt es für die aufgeräumt Schultasche, den ordentlichen Schreibtisch, ein ordentliches Regal am Ende der Woche je einen Belohnungspunkt. Bei sechs Punkten spendieren Sie Ihrem Kind einen Kinobesuch.

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