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So verständigen Sie sich in der Pubertät besser mit Ihrem Teenager

Kommunikation mit Heranwachsenden in der Pubertät

Kommunikationsstörungen zwischen Kindern und Eltern nehmen in der Pubertät zu. Die Art der Beziehung ändert sich und die eigenen Probleme der Teenager beschäftigen Sie zusätzlich. 

Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Manche Eltern scheinen es schlicht und einfach verlernt haben, mit ihren Kindern zu reden. Sie nehmen nicht zur Kenntnis, was ihr pubertierender Nachwuchs ihnen sagen will und fangen an zu labern. Die meisten Jugendliche sind nicht grundsätzlich abgeneigt, mit ihren Eltern zu reden. Oft haben sie aber schlicht keine Lust dazu, denn an dem Gesprächsverhalten ihrer Eltern gefällt ihnen zu Recht einiges nicht.

Geben Sie Pubertierenden klare Anweisungen und handeln Sie statt zu reden

Eltern überschätzen oft nicht nur die Wirksamkeit ihrer Worte und Anweisungen, sie unterschätzen zugleich, wie wichtig es ist, sich dem Kind spürbar zuzuwenden, Kontakt zu ihm aufzunehmen, wenn sie ihm etwas mitteilen wollen. Heranwachsende – und Erwachsene natürlich auch! – wünschen, angesprochen zu werden, sie wollen sich angesprochen fühlen. Wenn Sie Ihrem pubertierenden Kind Grenzen setzen oder Anweisungen geben wollen, sollten sie beachten:

  1. zuerst Kontaktaufnahme mit den Augen,
  2. danach Körperkontakt bzw. Nähe geben (z.B. durch eine Berührung am Arm oder neben das Kind setzen) und
  3. erst dann eine eindeutige Ansage.

Mein Rat: Vermeiden Sie rhetorische Fragen

Besonders empfindlich reagieren Heranwachsende darauf, wenn Fragen bereits klare Festlegungen und Meinungen enthalten. Dann ist ein Machtkampf die logische Folge. So konfrontieren viele Eltern ihre pubertierenden Kinder mit rhetorischen Fragen, wenn sie die entsprechenden Entscheidungen längst getroffen haben, etwa: „Wollen wir nicht mal wieder Oma besuchen?“ Oder: „Wollen wir nicht mal wieder eine Wanderung machen?“ In solchen Fällen bleiben Ihrem Kind nur ein angepasst-unterwürfiges „Ja!“, ein gleichgültiges „Meinetwegen!“ oder der offene Widerstand. Verzichten Sie besser ganz auf rhetorische Fragen, und formulieren Sie Ihr Vorhaben in einem eindeutigen Aussagesatz („Morgen besuchen wir die Oma!“), oder stellen Sie Ihre Idee tatsächlich zur Diskussion („Was denkst du, sollen wir nicht mal wieder eine Wanderung machen?“).

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