Kommentare:
Nonverbale Kommunikation
© Jeanette Dietl - Fotolia.com

Körpersprache von Teenagern richtig deuten: So verstehen Sie nonverbale Signale in der Pubertät!

Gestik und Mimik in der Pubertät

Wenn Eltern und Jugendliche in der Pubertät miteinander reden oder streiten, konzentrieren sie sich meistens auf die verbalen Inhalte. Dabei wäre es ebenso wichtig, auf die nonverbale Körpersprache zu achten! 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Lange bevor ein Kind sprechen lernt, übt es sich darin, die Mimik und Gestik der Erwachsenen zu entziffern und diese nachzumachen. Körpersprache gilt als menschliche Primärsprache und hat von daher eine besondere Bedeutung für zwischenmenschliche Beziehungen.

Teenager in der Pubertät sind besonders sensibel in Bezug auf körpersprachliche Signale. Sie reagieren z. B. oft allergisch, wenn Eltern etwas sagen, gleichzeitig aber körpersprachlich etwas ganz anderes signalisieren. Beispielsweise wenn das Kind etwas erzählt, der Vater „Ach, wie interessant“ sagt, aber gleichzeitig die Zeitung liest.

Körpersprache: Die 4 Elemente der nonverbalen Kommunikation!

  • Gestik: Wie wir unsere Hände und Arme bewegen, sagt sehr viel über unsere innere Haltung, unsere Befindlichkeit und unsere (unbewussten) Absichten aus. Halten wir beispielsweise beim Sprechen die Handflächen nach oben, signalisieren wir unserem Gesprächspartner gegenüber Offenheit. Machen wir hingegen wegwischende Handbewegungen, wird diese Körpersprache als despektierliche Geste empfunden.
  • Mimik: Unser Gesichtsausdruck spricht oft Bände. Lächeln wir, ziehen wir die Augenbrauen hoch, oder beißen wir uns auf die Zähne? All das hat Einfluss auf unsere Wirkung.
  • Körperhaltung: Auch unsere Körperhaltung verrät viel über unsere Stimmung. Gehen oder sitzen wir aufrecht, wirkt das oft aufmerksam und präsent. Lehnen wir uns im Sessel demonstrativ zurück, kann diese Körperhaltung Überlegenheit demonstrieren. Sitzen wir hingegen mit herunterhängenden Armen und vorgebeugtem Kopf, macht das eher einen schlappen, desinteressierten und traurigen Eindruck.
  • Dynamik und Tempo der Bewegungen: Auch die Art, wie wir uns bewegen, hat Einfluss darauf, wie andere Menschen uns wahrnehmen. Sind meine Bewegungsabläufe zügig und geschmeidig, wirkt das fokussiert und zielgerichtet. Bin ich motorisch langsam und behäbig, erweckt das einen unentschlossenen Eindruck. Bewege ich mich hektisch, erleben mich andere vielleicht als nervös und unsicher.

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten

Kommentare zu "Körpersprache von Teenagern richtig deuten: So verstehen Sie nonverbale Signale in der Pubertät!"

Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden.
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Eltern-Kind-Kommunikation" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Eltern-Kind-Kommunikation" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?