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„Komm her – geh weg!“ So gehen Sie mit launischem Verhalten Ihres Kindes angemessen um

Verhalten in der Pubertät

Eben noch himmelhochjauchzend, jetzt zu Tode betrübt: Emotionale Achterbahnfahrten sind bei vielen Jugendlichen fast ein Dauerzustand. Nicht nur für sie selbst ist das anstrengend und kräftezehrend: Auch Eltern sind oft mit der jugendlichen Launenhaftigkeit überfordert oder lassen sich davon sogar anstecken. In diesem Beitrag lesen Sie, woran es liegt, dass Teenager so unausgeglichen sind, und wie Sie einen gelasseneren Umgang damit finden. 

Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

„Seit meine Tochter in der Pubertät ist, ist unser ruhiges gemütliches Leben vorbei. Entweder sie macht uns heftige Vorwürfe, zickt aggressiv herum oder sie zieht sich schmollend in ihr Zimmer zurück. Ein paar Minuten später kommt sie dann wieder raus, umarmt mich und bezeichnet mich mit einem herzallerliebsten Piepsstimmchen als ‚die liebste Mami der ganzen Welt‘!“ Frau S. seufzt: „Das ist wirklich anstrengend. Nie weiß man, was kommt. Die Pubertät ist eine echte Wundertüte!“ So oder ähnlich wie Frau S. geht es vielen Teenager-Eltern. Mal meckern die Jugendlichen hemmungslos an ihren Eltern herum, um dann kurze Zeit später wieder höchst bedürftig an ihrem Rockzipfel zu hängen. Eltern fühlen sich dann oft hilflos, vor den Kopf gestoßen sowie zwischen Wut und Zuneigung hin und her gerissen. Kurzum: Die Pubertierenden sorgen durch ihr Verhalten dafür, dass diejenigen, die ihnen nahe stehen, auch bald so irritiert sind wie sie selbst. Sensible Eltern übernehmen dann oft die Gefühle der Kinder und erspüren so deren innere Aufgeriebenheit. „Übertragung“ nennt man das in der Psychologie.

Zwischen den Stühlen: Die Ambivalenzen des Teenagers verstehen lernen

Ihr pubertierendes Kind fühlt sich innerlich oft zerrissen zwischen

  • dem Wunsch nach Anerkennung, Sicherheit und Geborgenheit einerseits, und
  • dem Wunsch autonom und selbstständig zu werden, andererseits.

So kommt es, dass Ihr Teenager Sie in einem Moment „unmöglich“, „peinlich“ und „total daneben“ findet, eine Stunde später am liebsten wieder „auf Ihren Schoß klettern“ würde. Dieser Zwiespalt führt – in Kombination mit den vielen Veränderungen, die Ihr Kind jetzt verarbeiten muss –, zu einer erhöhten Kränkbarkeit und Irritation, die Außenstehende manchmal als „übertrieben“ abtun. Das ist nicht sehr hilfreich. Auch ein „unausstehlicher“ Teenager ist auf die konstante Zuwendung und das Mitgefühl seiner Eltern emotional angewiesen. Hier müssen Eltern in Vorleistung treten: Sie müssen Beständigkeit und Verlässlichkeit bieten, wenn die Teenager in ihrem eigenen Leben und Körper gerade keine mehr finden.

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