Kommentare:
wütende junge Mutter im Gespräch mit ihrer Teenager-Tochter
© David Pereiras Villagra - 123rf.com

Umgang mit Wut und Ärger: 10 Fragen, die Sie Ihrem Kind stellen sollten

Grenzen setzen

Ihr Teenager ist ungeduldig, aufbrausend und schnell genervt? Schreit er sogar öfter herum, wirft er Dinge durch die Gegend oder beleidigt er Sie? Dann geht es Ihnen wie vielen Eltern. Schimpfen, Strafen und Drohen helfen meistens nicht oder wenn, dann nur kurzfristig. Vorwürfe werden mit Gegenvorwürfen quittiert, der Streit eskaliert.  

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Auch kluge Tipps und Moralpredigten werden von Teenagern schnöde ignoriert oder sogar durch den Kakao gezogen. Was also tun? Ganz einfach: Warten Sie auf den passenden Moment, und stellen Sie Ihrem Kind die richtigen Fragen. Lesen Sie hier, welche Fragen hilfreich sind, warum das so ist, und was Sie sonst noch unbedingt beachten müssen.

Aggressionen sind normale Bestandteile unseres Lebens und gehören zum Erwachsenwerden nun mal dazu. Sielassen sich zwar phasenweise unterdrücken oder überspielen, kommen aber dann an anderer Stelle oft unerwarteter Weise wieder hoch. Besser als Aggressionen als etwas Schlechtes, Unerwünschtes oder notwendiges Übel zu betrachten, ist, sie bewusst wahrzunehmen und einen angemessenen Umgang mit ihnen zu finden. Auch unseren Kindern tun wir am ehesten einen Gefallen, wenn wir sie nicht zu „harmlosen Engeln“ stilisieren, die angeblich niemandem auch nur ein Haar krümmen könnten. Und wir sollten ihnen dabei helfen, mit heftigen Affekten wie Wut, Ärger usw. konstruktiv umzugehen.

5 goldene Regeln im Umgang mit Wut und Aggressionen

Für einen konstruktiven Umgang mit den Aggressionen Ihres Teenagers sind folgende Regeln von besonderer Bedeutung:

1. Akzeptieren Sie, dass Ihr Kind Aggressionen hat. Kein Mensch ist nur friedlich, harmlos und gutmütig.

Aggressionen zu haben ist normal und gesund. Wichtig ist nur, dass das Kind weder sich selbst noch andere Menschen schädigt – auch nicht verbal.

2. Teenager haben ein Recht auf Wut, Ärger, Empörung etc.!

Verbieten Sie Ihrem Kind also nicht, sich aufzuregen oder wütend zu werden. Das bringt nichts und ist im schlimmsten Fall sogar entwicklungshemmend.

3. Nehmen Sie entsprechende Wutausbrüche zwar ernst, aber nicht zu persönlich.

Teenager sind oft sehr drastisch bzw. überdramatisch in ihren Ausdrucksformen. Das liegt daran, dass sie ihre Gefühle noch nicht angemessen ausdrücken können, weil ihnen dazu die nötige Reife und die Impulskontrolle fehlen. Ihr Kind übt sozusagen noch, mit heftigen und widersprüchlichen Gefühlen umzugehen. Und das tut es am ehesten mit den liebsten und vertrautesten Personen – also mit Ihnen!

4. Versuchen Sie, den Aggressionen Ihres Kindes standzuhalten und sie zu ertragen.

Geben Sie in heftigen Debatten nicht klein bei, aber lassen Sie die Stimmung auch nicht unnötigerweise eskalieren. Das ist oft ein Grenzgang, der nicht immer gelingt. Dennoch sollten Sie das immer und immer wieder probieren. Bleiben Sie Ihrem Kind ein Sparringspartner!

5. Lange Standpauken oder moralische Vorwürfe bringen nichts!

Sparen Sie sich Vorträge darüber, dass man sich auch mal zusammenreißen muss usw. Sie schüren so nur den Ärger Ihres Kindes und erhöhen damit die latent aggressive Grundstimmung in der Familie.

 

 

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten

Kommentare zu "Umgang mit Wut und Ärger: 10 Fragen, die Sie Ihrem Kind stellen sollten"

Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden.
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Eltern-Kind-Kommunikation" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Eltern-Kind-Kommunikation" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?