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Pubertät bedeutet dass Kinder nicht zuhören
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Wenn Ihr Kind Ihnen in der Pubertät nicht zuhört!

So hört Ihr Teenager wieder zu

Schaltet Ihr pubertierendes Kind öfter die Ohren auf Durchzug? Das ist in der Pubertät keine Seltenheit. Dennoch sollten Sie das nicht einfach hinnehmen. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Sie Ihre Kommunikationsmuster verändern sollten, um trotz Pubertät bei Ihrem Kind wieder Gehör zu finden – und warum es manchmal auch wichtig ist, an der inneren Haltung zu arbeiten. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

„Ich rede mit Engelszungen auf meine Tochter ein, dass sie auf jeden Fall heute pünktlich kommen soll. Ich rede und rede, und sie tippt in der Zwischenzeit völlig ungerührt auf ihrem Smartphone herum. Ich frage sie, ob sie mich verstanden hat und sie sagt total genervt: ‚Jaaa, ich bin ja nicht doof. Das hast du schließlich schon 20 Mal gesagt.‘ Und wenn ich sie dann frage: ‚Und was sagst du dazu?‘, sagt sie lapidar: ‚Nix, was soll ich dazu sagen. Lass mich jetzt in Ruhe, ich muss mich fertig machen.‘ Ich habe dann das Gefühl, dass ich überhaupt nicht bei ihr gelandet bin, fühle mich erschöpft und missachtet. Das ist nicht besonders schön.“

So beschreibt Frau S. ein typisches „Gespräch“ mit ihrer 14-jährigen Tochter Lilly. Lilly hat nur halbherzig zugehört und reagiert genervt. Und Frau S. hat das Gefühl, überhaupt nicht ernst genommen zu werden.

Solche Dialoge zwischen pubertierenden Teenagern und ihren Eltern sind nicht selten. Zum Trost: Auch wenn es sich für Mutter und Vater nicht so anfühlt: Fast immer kommt die Botschaft auch trotzdem an, die Kinder wissen fast immer ganz genau, worum es ihren Eltern geht. Auch Lilly hat rein kognitiv natürlich verstanden, was ihre Mutter ihr sagen wollte. Offensichtlich hatte sie ja Ähnliches schon oft zuvor gehört („Das hast du schließlich schon 20 Mal gesagt!“). Die Frage ist also meistens nicht, ob die Jugendlichen die Worte gehört und verstanden haben, sondern ob die Jugendlichen diese Botschaft auch ernst nehmen und sie beherzigen, sprich: ob das Gemeinte auch richtig „gelandet“ ist.

7 Gründe, warum Kinder in der Pubertät ihren Eltern manchmal nicht zuhören wollen!

Welche Gründe kann es für Jugendliche geben, ihren Eltern nicht mehr „richtig“ zuzuhören?

1. Eltern wiederholen sich ständig und die Teenager sind genervt, weil sie das alles schon längst wissen.

Wer schon tausendmal gehört hat "Geh mit keinem Fremden mit!" oder "Trink nicht so viel Alkohol!", hat einfach keine Lust und Geduld mehr, sich diesen Satz immer wieder anzuhören. Stellen Sie sich einfach vor, Ihr Chef würde Ihnen jeden Tag eine Selbstverständlichkeit sagen, etwa: „Und heute wird mal wieder ordentlich gearbeitet!“ – Das würde Sie sicher auch auf Dauer nerven, oder?

Was tun, wenn das Kind nicht zuhört? Versuchen Sie, sich mit solchen Mahnungen etwas zurückzuhalten. Und vor allem: Wiederholen Sie sich nicht ständig.

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Manchmal reicht es nicht, ausschließlich die eigenen Kommunikationsweisen zu verändern, sondern Sie müssen auch Ihre eigene Einstellung gegenüber Pubertierenden überdenken. Wie das geht, erfahren Sie hier!

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