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Heranwachsende Kinder loslassen
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Teenager loslassen: Wie Eltern es schaffen ihre Kinder loszulassen!

Kinder gedanklich freigeben

Irgendwann wird der Tag kommen, an dem Ihr fast erwachsenes Kind aus dem gemeinsamen Heim ausziehen wird. Manche Eltern und pubertierendes Kinder erleben dieses Ereignis des Loslassens als heftigen und oft schmerzhaften Einschnitt in ihr Leben. 

Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Heranwachsende haben vielfältige Motive, aus dem Familienhaushalt auszuziehen: Man will auf eigenen Füßen stehen, Eigenständigkeit demonstrieren, Freiheiten ausprobieren. Man möchte mit dem Freund oder der Freundin zusammen sein, man will der elterlichen Kontrolle entfliehen und Selbstständigkeit ausdrücken. Man will den ständigen Reibereien, die sich an Nichtigkeiten entzünden, aus dem Weg gehen. Viele Pubertierende spüren instinktiv, dass die heftigen Konflikte die Beziehungen zu den Eltern sonst nachhaltig berühren, sogar beschädigen können.

„Ich will ausziehen“, erklärt mir Josef, 19 Jahre. „Es reicht mir zu Hause! Ich mag meine Eltern schon. Aber wir haben ständig Zoff wegen irgendeiner Kleinigkeit. Aufräumen. Pünktlichkeit. Mithelfen und so! Das nervt mich, und das muss nun nicht mehr sein!“

„Bei mir ist's anders“, ergänzt Sarah, 21 Jahre. „Ich möchte mit meinem Freund zusammenleben. Das einfach ausprobieren. So bin ich mal hier und mal da. Mal Kind, mal Frau. Diesen Spagat finde ich anstrengend. Meine Mutter ist in Ordnung, aber die macht sich sehr viele Sorgen. Und das geht mir allmählich auf den Geist. Ich weiß, die meint es gut. Aber ich will jetzt auf meinen eigenen Beinen stehen!“ –

„Wir haben uns lange Zeit vertragen“, berichtet Jakob, 19 Jahre. „Aber jetzt habe ich meine eigenen Interessen, meine Eltern haben andere. Wir passen nicht mehr zusammen. Jeder geht so seinen Weg. Ich glaub, wenn wir uns weniger sehen, dann passen wir irgendwann wieder besser zueinander.“

Pubertierende loslassen: Ablösung bedeutet Umgestaltung der Eltern-Kind-Beziehung

In den Aussagen der drei jungen Erwachsenen wird aber noch ein weiterer Gesichtspunkt deutlich, der häufig unterschätzt wird: Ablösung meint nicht Auflösung der Eltern-Kind-Beziehung. Ablösung bedeutet vielmehr eine  Umgestaltung dieser Beziehung. Man geht anders aufeinander zu, stellt eine neue Verbundenheit her. Sich voneinander zu lösen und sich gleichzeitig verbunden zu fühlen, sind zwei Dinge, die zusammengehören. Schärfer formuliert: Eine Ablösung gelingt Heranwachsenden in der Pubertät ausschließlich vor dem Hintergrund einer gefühlsmäßig stabilen Bindung zu den Eltern. Je fester also, je vertrauter die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kind ist, umso leichter wird es beiden Seiten fallen, die „Zügel“ zu lockern und einander loszulassen, damit eine neue Beziehung gestaltet werden kann.

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