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Vater und Sohn beim grillen
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Wie geht jetzt eigentlich „Vatersein“?

Hilfe, Teenager!

Viele Texte und Bücher über die Pubertät richten sich explizit an Mütter. Das liegt vermutlich daran, dass sich nach wie vor überwiegend Frauen mit Erziehungsfragen beschäftigen. Doch auch viele Väter fragen sich in dieser Zeit: Was für eine Rolle spiele ich jetzt? Was kann ich meinen Kindern jetzt geben? Und wie schaffe ich das? Lesen Sie in diesem Beitrag, warum es manchmal nicht leicht ist, Vater eines Teenagers zu sein, wie Sie diese Schwierigkeiten gut bewältigen können und was Sie nun lieber nicht (mehr) tun sollten. Denn eins ist jedenfalls klar: Ihre Kinder brauchen Sie jetzt mehr, als Sie vielleicht ahnen!  

Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Wenn Kinder in die Pubertät kommen, ist das für die ganze Familie eine Herausforderung. Denn die veränderten Bedürfnisse und Verhaltensweisen der heranwachsenden Kinder ziehen Veränderungen im gesamten Familiensystem nach sich. Auch Eltern müssen sich also neu positionieren, müssen ihre Rollen und ihr Verhalten den neuen Herausforderungen anpassen. Eltern wachsen sozusagen mit ihren Kindern: Auch für sie kommt die Pubertät des Kindes ja schließlich zum ersten Mal.

Verständlich, dass Mütter und Väter da gelegentlich ins Rotieren kommen und sich erst mal mit der neuen Situation anfreunden müssen. Denn auch Eltern müssen so einiges lernen, etwa

  • mit den zum Teil heftigen Stimmungsschwankungen ihres Teenagers umzugehen,
  • dem Jugendlichen emotional beizustehen, obwohl dieser sich oft „kratzbürstig“ oder „streitlustig“ gebärdet,
  • das richtige Maß zwischen Loslassen und Haltgeben zu finden,
  • die Autonomiebestrebungen („Ich entscheide das allein!“) des Kindes ernst zu nehmen und ihm immer mehr Entscheidungsspielraum zu geben,
  • präsent zu bleiben, ohne aufdringlich und zu kontrollierend zu sein,
  • dem Teenager Anerkennung und Zuwendung zu zeigen, und zwar auch dann, wenn ihm gerade nicht so viel gelingen mag,
  • sich von dem kritisch werdenden Teenager in Frage stellen oder kritisieren zu lassen sowie angemessen damit umzugehen usw.

All das und noch viel mehr sollten Eltern von Teenagern täglich leisten! Das allein ist schon eine große Herausforderung – für alle Eltern! Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken: Mütter sind in der Regel gut in der Lage, ihrem Kind durch diese aufreibende Zeit zu helfen – und Väter natürlich auch!

6 Gründe, warum es schwierig ist, Vater eines Teenagers zu sein – und wie Sie mit diesen Problemen am besten umgehen

Für Väter zeigen sich im Umgang mit ihren Teenagern oft noch besondere Probleme.

1. Väter, die aufgrund ihrer Arbeitsbelastung häufig abwesend sind, fragen sich, wie sie überhaupt die Verbindung zu ihrem Teenager halten sollen.

Wie kann ich präsent sein, wenn ich so viel weg bin? Zudem ziehen sich Jugendliche manchmal zurück. Dann wird es umso schwieriger, in Kontakt zu treten oder ihn zu halten.

Tipps:  

Machen Sie sich klar, dass nicht die Quantität der Treffen, sondern die Qualität der Beziehung zählt.

Nehmen Sie sich bewusst Zeit für Ihren Teenager, machen Sie dann auch Smartphone und PC aus!

Machen Sie sich die Vorliebe der Teenager für digitale Medien zunutze: Schreiben Sie ihm E-Mails oder What’s App-Nachrichten. Gründen Sie einen Familienchat, in dem auch Witziges und Persönliches gepostet werden sollte. Bloß nicht immer nur über Schule reden und Kontrollfragen stellen, das nervt Jugendliche schnell!

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