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genervter Teenager
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10 Tipps bei Stimmungsschwankungen in der Pubertät

Pubertierende im Wechselbad der Gefühle

Während der Pubertät gehören Stimmungsschwankungen zum normalen Alltag. Doch natürlich verläuft dieses Wechselbad der Gefühle nicht immer harmonisch. Mit unseren 10 Tipps zum Umgang mit Stimmungsschwankungen in der Pubertät, können Sie Ihr Kind in dieser aufregenden Zeit unterstützen. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Sie können eine Menge tun, wenn Ihr Kind unter Stimmungsschwankungen leidet:

1. Entlasten Sie Ihr Kind durch Informationen in der Pubertät

Zum Beispiel, indem Sie ihm erklären, dass die Stimmungsschwankungen in der Pubertät völlig normal sind und vorbeigehen. Manchmal sind Teenager selbst irritiert von ihren unterschiedlichen und heftigen Stimmungen. Sie fühlen sich erleichtert, wenn sie wissen, dass es vielen Jugendlichen so geht.

2. Akzeptieren Sie, dass Ihr Kind sich jetzt verändert

Auch wenn es manchmal schwerfällt zu sehen, dass aus dem niedlichen Kind ein launischer Teenager wird: Versuchen Sie das locker zu nehmen. Wenn Ihr Kind psychisch stabiler wird, wird es auch wieder ausgeglichener sein.

3. Trösten Sie Ihr Kind, wenn es Kummer hat

Auch, wenn es den Kummer nicht konkret benennen kann („Alles ist doof!“), braucht Ihr Kind Verständnis und Zuwendung. Manchmal reicht es, sich einfach neben Ihr Kind zu setzen, ihm den Arm zu streicheln oder ihm zu erzählen, dass man sich selber in der Pubertät manchmal nicht gut gefühlt hat.

4. Nehmen Sie abweisendes und schroffes Verhalten nicht persönlich

Auch wenn das manchmal schwer ist: Sehen Sie dieses abweisende Verhalten nicht als Zeichen mangelnder Zuneigung, sondern als Versuch, einen gewissen emotionalen Abstand zu Ihnen herzustellen. Diesen braucht es, um sich zunehmend von Ihnen ablösen zu können.

5. Suchen Sie das Gespräch während der Pubertät

Fragen Sie Ihr Kind immer mal wieder, wie es ihm geht, was gerade so in seinem Leben los ist und womit es sich derzeit innerlich beschäftigt. Wichtig: Es sollte dabei wirklich nur um die Befindlichkeiten des Kindes gehen, nicht um seine schulischen Leistungen, sein unordentliches Zimmer oder die Frisur, die Ihnen vielleicht nicht gefällt. Es geht hierbei nicht darum, einfach nur zu plaudern, sondern darum, in einen ehrlichen, aufrichtigen Kontakt miteinander zu treten.

6. Versuchen Sie, selbst möglichst stabil zu bleiben, und sorgen Sie gut für sich

Sie können für Ihr Kind nur dann präsent sein, wenn Sie gut für Ihr eigenes Wohlbefinden und Ihre psychische Stabilität sorgen. Je nachdem, wie es Ihnen gerade geht, kann Yoga, Sport für Kinder oder ein anderes Hobby hilfreich sein. Manche Mütter suchen nun auch Beratung oder psychotherapeutische Hilfe auf – was kein Zeichen von Schwäche ist, sondern von Verantwortungsbewusstsein sich selbst und dem Kind gegenüber!

7. Vermitteln Sie Ihrem Kind das Gefühl von Sicherheit

Bleiben Sie der sichere Hafen für Ihr Kind, auch wenn Sie manchmal selbst irritiert oder wütend sind. Bleiben Sie möglichst klar in Ihrer Haltung und in Ihren Ansagen. Das gibt Ihrem Kind Orientierung und innere Stabilität.

8. Nehmen Sie Ihr Kind zwischendurch mal wieder unter Ihre Fittiche

Insbesondere wenn Ihr Kind ratlos, lustlos und traurig ist oder sich komplett überfordert führt, kann es manchmal ganz hilfreich sein, etwas in seinem Sinne für es zu entscheiden. Überreden Sie es beispielsweise zu einem Spaziergang. Es kann manchmal gut sein, „zu seinem Glück gezwungen zu werden“. Dosieren Sie das aber bitte sehr vorsichtig.

9. Lernen Sie, sich auch mal zurückzuhalten

Jugendliche reagieren oft besonders empfindlich auf Kontrollfragen. Kümmern Sie sich um das Wichtigste, aber fragen Sie nicht nach jeder Schulstunde. In Bezug auf die Schule muss Ihr Kind jetzt ebenfalls selbstständiger werden!

10. Sorgen Sie für gemeinsamen Spaß in der Pubertät

Auch wenn Ihr Kind „auf cool macht“, freut es sich, wenn Sie ab und an mal etwas Schönes zusammen unternehmen. Gemeinsame Aktivitäten sind sogar oft beliebter als „Laberstunden“. Wie wäre es mal mit einer Kletteraktion? Ein heranwachsender Sohn freut sich besonders über eine Extraportion „Vater“. Warum nicht mal wieder ins Fußballstadion oder auf der Wiese selber kicken gehen? Wenn Ihr Sohn schon etwas älter ist, kann es auch mal das berühmte „Bierchen unter Männern“ sein. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihr Kind, worauf es Lust hat.

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