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Cybermobbing: Privatsphäre, Kontrolle, Vertrauen verlieren
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Cybermobbing & Co.: Wie Sie die Privatsphäre Ihres Kindes richtig beachten!

So schützen Sie Ihr Kind ohne sein Vertrauen zu verlieren!

Die Privatsphäre Ihres Kindes ist ein wertvolles und im höchsten Maße zu achtendes Gut, dessen Grenzen Sie eigentlich keinesfalls überschreiten sollten. Ausnahmen bestätigen jedoch bekanntlich die Regel. Manchmal müssen Erwachsene doch eingreifen und das Tabu brechen. Und zwar in allen Situationen, in denen das Wohl eines Kindes gefährdet wird oder zu sein scheint. Trotzdem gibt es einiges zu beachten, wenn Sie das Vertrauen Ihres Kindes nicht verlieren möchten. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Manchmal geschieht es unter Schülern, die im Internet oder via Smartphones, beispielsweise auf Facebook oder bei WhatsApp aktiv sind und sich dort austauschen und organisieren, dass Grenzen überschritten werden und Dinge geschrieben werden, die andere Mitglieder der Gruppe oder Schüler schwer beleidigen. Die Grenze zum Mobbing, in einem solchen Fall Cybermobbing, wird dann schnell überschritten. Oft trauen sich die anderen Jugendlichen jedoch nicht, von den schriftlichen Attacken zu berichten. Ob sie nun selbst das Opfer sind oder nur Beobachter, spielt keine Rolle. Wenn dann jedoch die Eltern dieses Cybermobbing erkennen und verhindern möchten, versuchen Sie in der Regel die anderen Eltern darauf aufmerksam zu machen und dies gegebenenfalls bei einem Elternabend zu besprechen. Da ist es als Elternteil wichtig zu wissen, worum es eigentlich geht. Dazu müssen Sie aber den Chat-Verlauf Ihres Kindes ansehen: ein großer Einschnitt in dessen Privatsphäre.

Wie Sie die Privatsphäre Ihres Kindes ohne Vertrauensverluste übertreten

Wir haben vor einigen Wochen bereits beschrieben, warum Sie die Privatsphäre Ihres Heranwachsenden achten sollten. Natürlich gilt das nicht immer. Wie eingangs erklärt sollten Sie stets ein Auge auf die Aktivitäten Ihres Kindes im Internet und Ihres Kindes und Medien im Allgemeinen haben, ohne gleich jeden Schritt und Tritt Ihres Kindes zu überwachen.

Ist es, wie in diesem Fall, nötig, die Unterhaltungen Ihres Kindes in der Pubertät anzusehen, müssen Sie sensibel vorgehen und Ihrem Jugendlichen erklären, wieso Sie den Chat-Verlauf ansehen müssen und dass es eine absolute Ausnahme darstellt. Ihr Heranwachsender soll ja nicht denken, dass sich die Lage geändert hat und er oder sie nun unter Überwachung steht.

Es stellt in der Regel kein Problem dar, dass Ihr Jugendlicher dem einwilligt, solange es bei Ihnen eher Gang und Gäbe war, die Aktivitäten des pubertierenden Kindes im Blick zu haben, aber nicht regelmäßig zu kontrollieren. Weiß Ihr Kind, dass seine Privatsphäre respektiert wird und es nicht ständig kontrolliert wird, wächst mit dem Grundgefühl auf, dass es in bestimmten Fällen auch zulassen kann, der Mutter oder dem Vater einen Einblick in seine Aktivitäten zu gewähren. Pubertierende hingegen, die sich ständig kontrolliert fühlen, neigen eher dazu, nichts mehr zu zeigen: Zu wichtig ist ihnen das Gefühl, etwas für sich allein zu haben, was nicht den Argusaugen der Eltern ausgeliefert ist.

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