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Gespräche mit Teenagern führen
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Gesprächsleitfaden für Eltern: So kommen Sie durch die Pubertät!

Kommunikation mit Gesprächsleitfaden

Mit Teenagern in der Pubertät „vernünftig“ zu kommunizieren, ist manchmal gar nicht so einfach. Oft hören sie nicht richtig hin, schalten die Ohren auf Durchzug oder verweigern jeden Dialog. In vielen Fällen ist es sinnvoll, bestimmte Gesprächsregeln zu beherzigen. Lesen Sie hier, wie Sie am besten mit Ihrem Kind ins Gespräch kommen und wie Ihnen ein Gesprächsleitfaden helfen kann. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Wenn Ihr Kind Kummer hat: 5 Tipps für eine einfühlsame Gesprächsführung!

  1. Wenn Ihr Kind Kummer oder Probleme hat, spenden Sie ihm zunächst Trost, indem Sie einfach da sind: Setzen Sie sich einfach zu ihm. Wenn Ihr Kind es zulässt, können Sie es auch umarmen oder ihm den Arm streicheln. Oft helfen solche feinen, liebevollen Gesten schon mal, dass das belastete Kind sich etwas entspannen und öffnen kann.
  1. Fragen Sie, wie Ihr Kind sich fühlt: „Ich habe das Gefühl, du bist sehr traurig/ärgerlich/… Stimmt das?“
  2. Lassen Sie Ihrem Kind seine Stimmung, auch wenn Sie sie am liebsten gleich „wegmachen“ würden, um Ihr Kind wieder fröhlich zu sehen. Halten Sie es aus, dass Ihr Kind sich gerade nicht gut fühlt.
  3. Fragen Sie, ob Ihr Kind mit Ihnen darüber reden möchte. Akzeptieren Sie, wenn es Nein sagt. Manchmal möchte sich ein Teenager eben nicht öffnen oder braucht dafür noch etwas Zeit. Das ist kein Zeichen mangelnden Vertrauens.
  4. Bieten Sie ihm auf jeden Fall an, sich auch später an Sie wenden zu können. Fragen Sie bei Gelegenheit wieder nach, wenn sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind immer noch Kummer, Ärger oder Sorgen hat.

Gesprächsleitfaden: So schaffen Sie es, dass Ihr pubertierendes Kind Ihnen zuhört!

  1. Verabreden Sie mit Ihrem Kind Ort und Termin und beraumen Sie etwa eine halbe Stunde Zeit an.
  2. Sorgen Sie für eine entspannte Gesprächssituation. Stellen Sie Ihr Handy ab, drehen Sie Fernseher oder Musik ab, und sorgen Sie dafür, dass kleine Geschwister nicht stören.
  1. Bleiben Sie freundlich. Wenn Sie mit Vorwürfen anfangen, geht Ihr Kind verständlicherweise gleich in die Defensive.
  2. Holen Sie nicht weiter aus als nötig. Klären Sie höchstens einen oder zwei Punkte.
  3. Halten Sie keine Monologe oder „Moralpredigten“, das ermüdet Ihr Kind. Es wird dann nicht mehr richtig zuhören. Das, was Sie ihm eigentlich mitteilen möchten, geht dann in einem Wortschwall unter.
  4. Bringen Sie Ihr Anliegen klar und deutlich vor: „Ich möchte, dass du morgen pünktlich zum Essen da bist. Mir bedeutet es sehr viel, dass du beim Essen dabei bist. Das ist die einzige Zeit am Tag, in der wir alle beisammen sein können. Und ich mache mir auch Sorgen, wenn du einfach nicht kommst. Also sei bitte morgen pünktlich da. Geht das klar?“
  5. Erklären Sie Ihr Anliegen gegebenenfalls kurz, aber lassen Sie sich nicht dazu verleiten, sich zu rechtfertigen.
  6. Gehen Sie auf Gegenvorschläge ein, und suchen Sie gemeinsam nach einem Kompromiss. Bevor Sie sich allerdings in zähen, langatmigen und ineffektiven Diskussionen verlieren, brechen sie das Treffen ab und verabreden – wenn nötig – einen weiteren Termin.

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