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Mutter mit ihrem Sohn
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Mutter-Sohn-Beziehung: Worauf Sie bei Teenagern achten sollten

Probleme mit Teenagern

Mütter haben zu ihren Söhnen oft ein besonders liebevolles und inniges Verhältnis – bis die Jungen in die Pubertät kommen. Dann wird aus dem lieben Kleinen oft ein rebellischer Teenager, der sich nicht mehr gern sagen lässt, was er tun und was er lassen sollte. Auch wenn das viele Mütter zunächst irritiert: Diese Form des Widerstandes ist kein Zeichen mangelnder Zuneigung, sondern von Reifung. Um die intensive Bindung zur Mutter zu lockern, werden Jungen schon mal provokativ, widerspenstig oder unzugänglich. Doch keine Sorge: Das geht wieder vorbei. Lesen Sie in diesem Beitrag, warum die Bindung an die Mutter für Jungen so wegbereitend ist und was Mütter von pubertierenden Söhnen unbedingt wissen und berücksichtigen sollten. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Mutter-Sohn-Beziehung in der Pubertät

Die Mutter-Sohn-Beziehung ist für einen Jungen in der Regel die erste wichtige intensive Bindung. Wie diese Bindung von ihm erlebt wird, prägt seine gesamte Psyche, insbesondere aber auch seine Haltung dem weiblichen Geschlecht gegenüber.

Prinzipiell gilt: Ist die mütterliche Bindung zu ihrem Sohn liebevoll und stärkend, lernt der Junge, Urvertrauen in die Menschen und in die Welt zu entwickeln. Ist sie jedoch nicht stärkend, sondern belastend und/oder irritierend, können später verschiedene Probleme auftreten.

  • Männer, die als Jungen von ihren Müttern häufig geschlagen oder auf andere Weise schlecht behandelt wurden, haben im späteren Leben oft Probleme in intimen Beziehungen mit Frauen. Unter anderem fürchten sie sich beispielsweise davor, schlecht behandelt oder bestraft zu werden, gleichermaßen hegen sie aber auch oft latente Aggressionen gegen Frauen. Wenn sie z.B. nie Wut auf die Mutter zeigen durften, haben sie gelernt, dieses Gefühl permanent zu unterdrücken. Später jedoch kommt diese „gespeicherte“ Aggression in unpassenden Situationen wieder hervor, z. B. wenn die Partnerin ähnliche Gefühle auslöst, wie die Mutter dies damals tat. Es fällt Männern, die als Kind von ihrer Mutter beschämt, geschlagen oder verletzt wurden, oft schwer, tiefes Vertrauen zu ihren Partnerinnen zu fassen, sich emotional zu öffnen und sich hinzugeben. Sie fühlen sich schnell angegriffen, reagieren oft heftig auf Kritik und benehmen sich kurzfristig, als seien sie ein kleiner, wütender Junge. Und so fühlen sie sich dann auch: klein und hilflos.

  • Umgekehrt haben aber auch erwachsene Männer Probleme, die von ihren Müttern in ihrer Kindheit übermäßig verhätschelt, verwöhnt und idealisiert wurden. Es fällt diesen Männern oft schwer, sich emotional von der Mutter abzukoppeln. Sich anderen Frauen emotional zuzuwenden, erfüllt „Mamas Liebling“ unbewusst mit Schuldgefühlen. Die Meinung der Mutter ist solchen Männern dann „heilig“, sie zu enttäuschen oder eine andere Meinung zu vertreten, scheint ihnen unmöglich oder unverschämt. 

Auch wenn Ihnen das möglicherweise übertrieben vorkommt: Tatsächlich legen wissenschaftliche Studien die Vermutung nahe, dass Jungen von ihren Müttern häufiger verwöhnt werden als Mädchen. Tendenziell werden Mädchen stärker zur Selbstständigkeit erzogen, Jungen werden oft länger gestillt, ausgiebiger bekuschelt, länger bekocht und versorgt. Die Ursachen hierfür sind unklar.

Fakt jedoch ist: Eine liebevolle, stützende Bindung zwischen Mutter und Sohn ist für die gesunde psychische Entwicklung eines Jungen von höchster Bedeutung. Ebenso wichtig ist es aber auch, dass er sich von der Mutter in altersangemessener Weise loslösen darf.

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