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Alter um sich Piercing stechen zu lassen in der Pubertät
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Piercings und Tattoos: Erlauben oder verbieten?

Piercing stechen lassen in der Pubertät

Viele Jugendliche möchten sich gerne tätowieren oder piercen lassen. Das ist nicht nur modisch, sondern auch als Ausdruck der Identitätsbildung zu sehen. Deshalb sollten Eltern den Wunsch nach einem Piercing während der Pubertät nicht grundsätzlich abblocken.  

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Was die Entscheidung für ein Piercing oder ein Tattoo erschwert, ist, dass es sich hierbei um dauerhafte körperliche Veränderungen handelt und gewisse Risiken birgt. Deshalb tun Eltern gut daran, sich mit dem Thema gründlich zu befassen und sich anschließend ein eigenes Urteil über das Piercing oder die Tätowierung zu bilden.

Rechtliches zu Piercings und Tattoos: Alles eine Frage des Alters!

  • Das Jugendschutzgesetz verbietet, Kinder unter 16 Jahren zu piercen bzw. zu tätowieren.
  • Zwischen 16 und 18 darf sich ein Jugendlicher nur mit einer schriftlichen Einverständniserklärung der Eltern tätowieren oder piercen lassen. Viele seriöse Tätowierer verlangen zusätzlich, dass ein Elternteil während der Sitzung anwesend ist.
  • Hat sich ein Jugendlicher unter 18 Jahren ohne die Einwilligung seiner Eltern tätowieren oder piercen lassen, können die Eltern unter Umständen das Geld vom Studio zurückverlangen. Auch bei auftretenden Piercing-Beschwerden kann unter Umständen ein Schadenersatz geltend gemacht werden.
  • Erst mit 18 Jahren darf der Jugendliche frei darüber entscheiden, ob und welchen Körperschmuck er tragen möchte.

So kommen Sie zu einer Entscheidung: 4 Tipps zum Piercen und Tätowieren!

Will Ihr Jugendlicher sich tätowieren oder piercen lassen? Dann klären Sie folgende Punkte:

  1. Fragen Sie Ihren Jugendlichen nach seiner Motivation: „Was versprichst du dir davon?“ Prüfen Sie etwa, ob Ihr Kind unter Gruppendruck durch seine Peergroup steht und durch ein Piercing „dazugehören“ will.
  2. Hat Ihr Kind schon eine konkrete Idee für ein Tattoo? Wenn nicht, so ist der Wunsch frisch und kann noch „geschoben“ werden.
  3. Fordern Sie Ihr Kind auf, sich über die Risiken eines Piercings bzw. einer Tätowierung zu informieren und Ihnen davon zu berichten.
  4. Erläutern Sie mit Ihrem Teenager die Probleme, die im späteren Leben auftauchen könnten. In manchen Berufen sind Piercings verboten (z. B. Kfz-Mechaniker), in Banken, Versicherungen oder bei der Polizei sind sie unerwünscht. Es ist deshalb unter Umständen sinnvoll, sich an einer Stelle tätowieren bzw. piercen zu lassen, die von Kleidungsstücken bedeckt werden kann.

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