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Mutter diskutiert mit Teenagerin die nicht zuhört
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Umgang mit Wut: 5 Tipps für Eltern, wenn Sie oft wütend sind

Wie Sie mit Ihrer Wut zurecht kommen

Die eigenen Kinder auch nur gelegentlich „doof“ zu finden, fühlt sich für Eltern schon nicht sehr gut an. Wer aber oft wütend auf sie ist oder gelegentlich sogar am liebsten rauswerfen würde, hat deswegen oft ein schlechtes Gewissen. Zu Unrecht, denn Wut und Aggressionen von Eltern sind nichts Unnatürliches. Lesen Sie hier, wie Sie am besten mit „negativen“ Gefühlen umgehen sollten und warum es guttut, sich über dieses Tabuthema auch mal mit anderen Eltern auszutauschen. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

1. Machen Sie sich klar, dass Ihr Teenager möglicherweise der Auslöser für Ihre Wut ist, aber Sie selbst darüber entscheiden können, ob Sie sich von ihm provozieren lassen.

Prüfen Sie dabei genau, wo Ihre wunden Punkte sind. Überlegen Sie, was Ihnen helfen könnte, diese wunden Punkte heilen zu lassen.

2. Nehmen Sie Ihre Wut oder schlechte Laune auf die eigene Kappe.

Sagen Sie nicht „Der xy regt mich so auf!“, sondern „Ich rege mich gerade über xy auf“. Selten tun andere etwas bewusst, um uns zu ärgern. Meistens passiert das aus Versehen, aus Unachtsamkeit oder weil sie versuchen, ihre Interessen durchzusetzen.

3. Sie können sich in Ihre Wut hineinsteigern oder von ihr ablassen.

Machen Sie sich klar, dass Sie über die Wut herrschen und nicht die Wut über Sie!

4. Wenn Sie oft Gefühle von Hilflosigkeit, Verzweiflung und Wut erleben, prüfen Sie, ob es sich hierbei um ein Thema aus Ihrer Kindheit handelt.

Arbeiten Sie dieses Thema dann, gegebenenfalls in einer Therapie, auf. Das kann helfen, alten Ärger loszulassen und Platz für mehr Gelassenheit zu schaffen.

5. Tun Sie sich öfter mal etwas Gutes.

Ob Sport, Meditation oder ein Spaziergang: Alles, was Ihnen guttut, hilft Ihnen zu entspannen, senkt Ihren Stresslevel und sorgt für mehr innere Klarheit und Ruhe.

 

Mein Tipp:
Machen Sie doch mal folgende Übung. Schreiben sie auf verschiedene Kärtchen alles, was Sie wütend macht, z.B. „unaufgeräumtes Zimmer“, „das Gefühl, alles allein machen zu müssen“ etc. Überlegen Sie anschließend, wohin diese Wut gehört, und schreiben Sie diese Quelle auf. So könnte die Wut über das „unaufgeräumte Zimmer“ zu Ihrem Sohn gehören, die Karte „das Gefühl, alles allein machen zu müssen“ aber zu Ihrem Partner. So sortieren Sie sorgfältig Ihre Wut und können besser beurteilen, woher welche Gefühle stammen. Das entlastet nicht nur Sie, sondern auch Ihr Kind!

 

 

 

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