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Hilfe, Pubertät! Was Sie erwartet und wie Sie mit Ihrem Kind richtig umgehen

Erziehung und Entwicklung

Wenn Kinder plötzlich streitlustig und launisch werden, sich von ihren Eltern stärker distanzieren sowie zunehmend eigene Meinungen und Interessen entwickeln, dann meldet sich meistens die einsetzende Pubertät. Lesen Sie in diesem Beitrag, was in Ihrem Kind während des „schwierigen“ Lebensabschnitts vorgeht und wie Sie die Entwicklung Ihres Kindes unterstützend begleiten können. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Es ist eigentlich doch ganz einfach: In der Pubertät entwickeln sich Jungen langsam zu Männern und Mädchen allmählich zu Frauen. Das geschieht nicht von heute auf morgen, sondern ist ein Prozess von einigen Jahren. Die dabei offensichtlichsten Veränderungen sind äußerlicher Natur, aber auch das veränderte Verhalten von Kindern weist auf die Pubertät hin. Wachstum von Hoden und Penis, Entstehung von Schamhaar und  Brustentwicklung oder Bartwuchs, Beginn der Menstruation bei Mädchen, Stimmbruch und plötzlicher Samenerguss bei Jungen. Viele Kinder bekommen Pickel, und auch die Schweißdrüsen entwickeln vorübergehend eine starke Aktivität. In den letzten 50 Jahren hat sich der Zeitpunkt des Pubertätsbeginns kaum noch verschoben. Heute liegt das durchschnittliche Eintrittsalter für Mädchen bei circa zehn Jahren (erste Periode dann bei 12,8 Jahren) und für Jungen bei zwölf Jahren. Abweichungen in beide Richtungen um bis zu zwei Jahren sind keine Seltenheit.

Pubertät schon mit 8 Jahren?

Bei manchen Kindern beginnt die Pubertät schon sehr früh. Besonders für Mädchen ist es unangenehm, wenn sie bereits in der dritten Klasse mit circa acht Jahren ihre Menstruation bekommen. Der Körper wird geschlechtsreif, aber das innere Wesen ist noch ein Kind. Es erfordert viel Sensibilität und Einfühlungsvermögen, damit sich früh pubertierende Kinder nicht ausgegrenzt vorkommen und als Außenseiter betrachten. In solchen Fällen ist es absolut sinnvoll, die Klassenlehrerin zu informieren. Plötzlich auftretende Blutungen können z.B. im Unterricht oder auch im Sport dann mit Feingefühl begegnet werden.

Wer will schon mit Puppen oder Autos spielen?

Ein deutliches Zeichen für den Beginn der Pubertät sind die veränderten Interessen der Heranwachsenden. Konnten sie noch eben stundenlang einem Abenteuer-Hörspiel lauschen oder Perlen auf eine Kette fädeln, so verspüren sie nun vielmehr Lust auf echte Abenteuer und Herausforderungen. Sie wollen mit Freunden um die Häuser ziehen, das andere Geschlecht kennen lernen, Rockmusiker werden oder sich Gedanken über den Sinn des Lebens machen. Schule und Elternhaus wirken dabei einengend und sind langweilig.

Stimmungsschwankungen sind an der Tagesordnung

Häufig empfinden Eltern und Kinder die körperlichen Veränderungen nicht so belastend wie die seelischen. Ausgelöst durch hormonelle Veränderungen und den Umbau des Gehirns, sind Pubertierende oft gereizt und launisch. Dem Tempo der Stimmungslagen können Eltern manchmal kaum folgen. Allergrößte Glücksgefühle können in Sekundenschnelle zu tiefer Traurigkeit wechseln, ein falsches Wort eine Kriegserklärung nach sich ziehen. Die gravierenden Veränderungen verunsichern die Pubertierenden enorm. Alles ist einem Wandel unterworfen, und es ist schwer, diese Veränderungen in Aussehen und Gefühlserleben zu akzeptieren. Viele Eltern empfinden diese Verwandlung ihres Kindes als eine sehr schwierige und belastende Zeit. Aber auch die Kinder leiden

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