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Abitur
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Abitur - Wie Sie Ihr Kind auf dem Weg zum Abitur unterstützen können

So meistert Ihr Kind das Gymnasium

Abitur ist für viele Eltern gleichbedeutend mit einer Eintrittskarte ins Leben. Darum wünschen sich die meisten Eltern für ihr Kind das Abitur als möglichen Schulabschluss und tun (fast) alles dafür, damit es dieses auch erreicht. Wie Sie Ihr Kind auf dem Weg zum Abitur unterstützen können, lesen Sie hier. 

Expertenrat von 
Ingrid Neufeld, Erzieherin

Viele Eltern haben eine große Angst davor, dass ihr Kind es nicht bis zum Abitur schafft. Dass es nicht gut genug ist, in eine weiterführende Schule überzutreten. Dass es für das Gymnasium nicht geeignet ist. Nach einer Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung helfen deshalb 40 Prozent der Eltern ihren Kindern bei den täglichen Hausaufgaben. Das Versagen ihres Kindes trifft Eltern zutiefst selbst. Sie wollen, dass ihr Kind die bestmögliche Schulbildung erhält, und diese ist nach Meinung der meisten Eltern, das Abitur.

Aus diesem Grund schleppen fünfzehn Prozent der Eltern ihr Kind schon im Grundschulalter zur Nachhilfe. Sie wollen nichts dem Zufall überlassen. Es soll klappen mit dem Übertritt. Doch wenn es dann wirklich geklappt hat. Wenn der zehnjährige Sprössling also endlich ans Gymnasium gewechselt ist, dann stellt sich sofort die nächste Frage: Wie schaffen Sie es als Eltern ihr Kind so zu unterstützen, dass es das Ziel Abitur auch wirklich erreicht? Mit dem Übertritt alleine ist es nicht getan.

Coachen Sie Ihr Kind

Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, Ihr Kind auf’s Gymnasium zu schicken, dann müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass Ihr Kind Sie jetzt in ganz besonderem Maße braucht. Denn Ihr Kind benötigt jemanden, der es motiviert, der die nächsten Ziele absteckt, der die einzelnen Schritte festlegt und der ihm sagt, wie es die festgelegten Ziele erreichen kann. Kurz Ihr Kind braucht einen Trainer. Während Eltern früher ganz einfach auf die Intelligenz ihres Kindes vertrauen konnten, ist inzwischen der Konkurrenzdruck so groß, dass das alleine nicht mehr genügt. Ihr Kind benötigt einen Coach, der nicht nur kontrolliert, ob die Hausaufgaben gemacht wurden, sondern der auch die Ergebnisse abcheckt und sie benötigen jemanden, der täglich ihre Vokabeln abhört.

Legen Sie sich ein dickes Fell zu

Auch wenn Sie am Lernerfolg Ihres Kindes Anteil nehmen, so sollten Sie es dabei nicht übertreiben. Sie sollten Ihr Kind motivieren und es keinesfalls überfordern. Dazu gehört eine gewisse Gelassenheit. Wenn Ihr Kind trotz allem Lernen eine Fünf nach Hause bringt, dann ist das halt so. Akzeptieren Sie die Schwächen Ihres Kindes. Kaum jemand kann alles. Wenn Ihr Kind keine Ahnung von Mathematik hat, dann müssen Sie das so hinnehmen. Mehr als lernen kann es nicht.

Mutter und Vater kümmern sich gemeinsam um das Kind

Kinder, bei denen sich beide Eltern kümmern, haben weniger Chancen, durch Lücken zu schlüpfen. Dazu ergänzen sich Mutter und Vater meist, denn wenn der Vater fließend Französisch spricht, dann hilft er sicherlich gerne in dieser Sprache und wenn die Mutter schon immer gerne Aufsätze geschrieben hat, ist sie der ideale Ansprechpartner wenn es um den Deutschunterricht geht. Am besten ist es, wenn jedes Elternteil sein eigenes Fachgebiet hat, bei dem es das Kind unterstützt.

Kontakt zu den Lehrern halten

Wenn Ihr Kind das Gymnasium besucht, ist es wichtig, dass Sie über den Leistungsstand in allen Fächern aktuell informiert sind. Dazu sollten Sie auf jeden Fall die Termine bei den Elternsprechstunden wahrnehmen. Auch wenn es am Gymnasium manchmal etwas schwierig ist, jeden Lehrer zu sprechen, so sollten Sie im Interesse Ihres Kindes möglichst alle Lehrer kennen und regelmäßig Kontakt zu ihnen halten.

Kind zum eigenverantwortlichen Handeln erziehen

Selbst wenn Sie Ihr Kind am Anfang sehr stark unterstützen und regelmäßig mit ihm lernen, so sollten Sie ihm zunehmend größere Freiräume einräumen und Ihrem Kind zutrauen, dass es die Hausaufgaben auch ohne Kontrolle erledigt. Im Laufe der Zeit wird Ihr Kind eigene Methoden des Vokabellernens entwickeln und Sie werden immer weniger zum Abfragen gebraucht. Das älter werdende Kind muss lernen, wie es sich selbst auf eine Prüfung vorbereitet. Schließlich ist es im Studium auch auf sich selbst gestellt.

Motivation des Kindes erhalten

Egal wie alt Ihr Kind ist, ob Ihr Kind eben erst übergetreten ist, oder ob es schon kurz vor dem Abitur steht, es ist von immenser Bedeutung, dass Ihr Kind das Abitur selber erreichen will. Wenn es nur auf dem Gymnasium ist, weil Sie sich das wünschen, wird irgendwann die Motivation nicht mehr ausreichen. Ihr Kind muss selbst einen Sinn darin sehen, dass es Abitur macht. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, was für Ihr Kind eine hohe Motivation darstellt. Vielleicht hat das Kind Spaß daran, die Welt zu sehen und die Vorstellung, einmal Pilot zu werden, ist eine Motivation für Ihr Kind. Dann reden Sie immer wieder über diesen Traum. Schauen Sie sich zusammen mit Ihrem Kind Dokumentationen über Flugzeuge an. Geben Sie ihm Bücher. Die ausreichende Motivation ist ein wichtiger Baustein, wenn Sie Ihr Kind erfolgreich auf seinem Weg zum Abitur unterstützen möchten.

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