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Schreibtisch
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Der richtige Arbeitsplatz: Hier kann Ihr Kind konzentriert lernen

Motivation & Konzentration

Damit Ihr Kind in der Pubertät richtig und konzentriert lernen kann, braucht es einen guten Arbeitsplatz, der es dabei unterstützt. Wie dieser Arbeitsplatz aussehen sollte, erfahren Sie in diesem Beitrag. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

In der Pubertät gehören das Lernen und das Arbeiten für die Schule meist nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen von Schülern. Alles ist spannender als beispielsweise die Englisch- Vokabeln oder das Erdkundebuch. Jede kleine Ablenkung während der Hausaufgaben ist da willkommen oder wird sogar provoziert. Hinzu kommt, dass die Konzentrationsfähigkeit Ihres Teenagers in der Pubertät sowieso nicht immer voll funktionstüchtig ist – ein Grund mehr, darüber nachzudenken, was Sie oder Ihr Kind im häuslichen Umfeld optimieren können, damit Ihr Kind konzentriert lernen kann. Der richtige Arbeitsplatz spielt dabei eine große Rolle.

Der richtige Arbeitsplatz: Ordnung muss sein

Auch Ordnung (z.B. auf dem Schreibtisch und in der Schultasche), System und Übersicht (z.B. über Klassenarbeitsinhalte und -termine) gehören nicht unbedingt zu den Stärken von Pubertierenden. Wie bei der manchmal verminderten Konzentrationsfähigkeit hat auch hier die neuronale Entwicklung ihre „Finger im Spiel“ – sie macht den Jugendlichen mit Chaos und Vergesslichkeit das Leben schwer. Umso wichtiger ist es, dass Ihr Kind in dieser oft chaotischen Zeit einen ruhigen Platz zum Arbeiten hat, an dem es sich wohl fühlt, möglichst ungestört arbeiten kann und einigermaßen Ordnung herrscht.

Tipp 1: Wohlfühl-Arbeitsplatz einrichten

Da Ihr Kind schließlich eine Menge Zeit an seinem Arbeitsplatz verbringt – und je älter es wirst, umso mehr –, ist es wichtig, dass er ein richtiger „Wohlfühl-Platz“ ist. Fragen Sie Ihr Kind, was es tun möchte, damit es an seinem Arbeitsplatz gerne und somit motiviert arbeiten kann. Pflanzen, ein schönes Bild, veränderte Farben an den Wänden oder ein neuer Platz für den Schreibtisch bewirken manchmal kleine Wunder.

Tipp 2: Licht, Luft und gute Laune machen den Arbeitsplatz perfekt

Licht macht wach und hebt die Stimmung. Nur in einer hellen Umgebung kann Ihr Schulkind auch konzentriert arbeiten. Deshalb sollte der Arbeitsplatz immer gut ausgeleuchtet sein. Am besten steht der Schreibtisch daher in die Nähe eines Fensters. Falls der Blick aus dem Fenster ablenken sollte, hilft es, den Schreibtisch seitlich zum Fenster zu postieren. Günstig ist es, wenn bei Rechtshändern das Licht von links kommt und bei Linkshändern von rechts. Außerdem benötigt das Gehirn beim Lernen viel Sauerstoff. Ein gut gelüftetes Zimmer ist also wichtig. Auch im Winter tun kurze „Schocklüftungen“ vor dem Lernen und in den Pausen richtig gut.

Tipp 3: Bequem und gesund sitzen ist ein muss für jeden guten Arbeitsplatz

Wenn Sie schon einmal längere Zeit etwa im Theater oder im Kino auf einem unbequemen Stuhl gesessen haben, wissen Sie, wie schnell darunter die Konzentration leidet. Außerdem schadet eine falsche Sitzhaltung auf Dauer der Wirbelsäule, was zu Verspannungen und Kopfschmerzen führen kann. An einem guten Schreibtischstuhl sollte also besser nicht gespart werden. Lassen Sie Ihr Kind in jedem Fall vor dem Kauf Probe sitzen und achten Sie darauf, dass der Stuhl Beweglichkeit im Rückenbereich zulässt.

Tipp 4: An einem ruhigen Arbeitsplatz lernen

Ein ruhiger Arbeitsplatz ist dort, wo Ihr Kind so lange, wie es möchte, ungestört lernen und arbeiten kann und nicht auf den „Durchgangsverkehr“ von Geschwistern, Eltern oder Haustieren Rücksicht nehmen muss. Ein eigenes Zimmer oder eine ruhige Arbeitsecke in einem anderen Zimmer sind hier in der Regel besser als der Ess- bzw. Wohnzimmertisch.

Tipp 5: Der Arbeitsplatz - Alle Materialien in Griffweite

Der Arbeitsplatz sollte so ordentlich und organisiert sein, dass Ihr Kind alle nötigen Bücher, Stifte und Lernmaterialien immer sofort zur Hand hat. Schon das Suchen nach einem  Radiergummi kann ein echter und vor allem vermeidbarer Konzentrationskiller sein. Hier  sollte Ihr Kind überlegen, was es vielleicht noch tun kann, um seinen Arbeitsplatz besser zu organisieren. 

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