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Helfen Sie Ihrem Kind seine Motivation wieder zu verbessern!
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Lern-Motivation Ihres Kindes steigern!

Wie Sie die Einstellung zum Lernen verbessern!

"Ben hat null Bock zum Lernen", "Für Franziska ist alles wichtiger als Lernen", "Wenn Marvin weiter so ‚rumeiert‘, bleibt er mit Sicherheit sitzen". Solche und ähnliche Sätze hören wir täglich, wenn Eltern über die Lernmotivation Ihrer pubertierenden Kinder klagen. Warum das so ist und welche Möglichkeiten Sie besitzen, um die Haltung Ihres Kindes zum Lernen positiv zu beeinflussen, erfahren Sie in diesem Artikel. 

Expertenrat von 

Zu Ihrer Beruhigung: Sollte auch Ihr Kind in den Zeiten der Pubertät wenig Energie in seine schulische Entwicklung stecken, ist das nicht ungewöhnlich. Wenn die Hormone verrückt spielen, kämpfen viele Schüler mit Lernfrust, Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit und ersticken nicht selten buchstäblich im Lernchaos. Zusätzlich werden Schule und Lernen von vielen außerschulischen Dingen auf der persönlichen Prioritätenliste überholt.

Warum stimmt die Einstellung nicht? Das antworten Schüler

Fragen wir Schüler nach der Ursache für ihre chronische Lernunlust, schieben sie die Schuld meist anderen oder den äußeren Umständen in die Schuhe. Typische O-Töne von Schülern: „Herr Engel ist ein schlechter Lehrer, der kann überhaupt nicht erklären“, „Frau Michels ist ständig krank“, „Noah lenkt mich dauernd ab und schwätzt“, „Die ganze Klasse macht nicht mit im Unterricht“, „Die Deutscharbeit war viel zu schwer“, „In der Mathe-Arbeit kam etwas dran, was wir im Unterricht noch gar nicht gemacht haben“.

Auch wenn in diesen und ähnlich klingenden Schuldzuweisungen Ihres pubertierenden Kindes ein Fünkchen Wahrheit stecken sollte, werden sie nichts zu einer positiven Einstellung zum Lernen und somit zum Lernerfolg beisteuern. Oftmals sind aber solche Aussagen natürliche Schutzbehauptungen. Denn bevor Ihr Kind überlegen muss, was es selbst an seiner persönlichen Haltung verändern sollte, um beim Lernen erfolgreich zu sein, ist es auf alle Fälle einfacher, andere oder die Umstände für die eigenen Probleme verantwortlich zu machen.

Diese Strategie ist übrigens nicht nur bei Pubertierenden sehr beliebt. Sie können sie täglich auch bei Erwachsenen beobachten: Politiker machen die Wirtschaft für die Finanzmisere verantwortlich, Unternehmensvertreter bemängeln die unzureichende Ausbildung an Schulen und Universität, die Schulen die fehlende Erziehung, Eltern wiederum die schlechte Ausbildung der Lehrkräfte. Diese Strategie ist nicht nur beliebt, sie ist auch bequem. Sie hat den unmittelbaren Vorteil, nichts selbst verändern zu müssen, denn schuld an dem ganzen Malheur sind nun mal die anderen. Und genau diese Einstellung wird vielen pubertierenden Schülern letztendlich zum Verhängnis, und sie tappen schnell in folgende Motivationsfallen:

Motivationsfalle „fehlendes Interesse“

Unser Gehirn benötigt Interesse am Lernstoff, damit die Lerninhalte im Gedächtnis gespeichert werden. Uninteressantes wird sofort als „Gedächtnismüll“ aussortiert. Signalisiert Ihr Kind seinem Gehirn, dass der zu lernende Schulstoff uninteressant, langweilig oder doof ist, blockiert es damit selbst seine Lernleistung. Natürlich können nicht alle Lerninhalte Spaß machen und Interesse wecken, doch zumindest eine Bedeutung sollte jedem Lernstoff beigemessen werden. Eine solche Bedeutung könnte beispielsweise sein, dass das Lernen dieses Stoffs wichtig ist, um in der kommenden Klassenarbeit eine gute Note zu schreiben. Dieses klare Signal reicht dem Gedächtnis meistens aus, um die Informationen hereinzulassen.

Unser Tipp: Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Gründe, warum es kein Interesse am Lernstoff hat! 
Versuchen Sie herauszufinden, warum Ihr Kind „keinen Bock“ auf das Fach oder die Lerninhalte hat, und überlegen Sie gemeinsam, welche Gründe es gibt, diesen ungeliebten Lernstoff trotzdem zu lernen. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es unter Umständen eine Chance verpasst: Denn oftmals wird ein auf den ersten Blick langweiliger Lerninhalt erst dann interessant, wenn man sich auf ihn einlässt und sich länger damit beschäftigt. 

Motivationsfalle „fehlende Ordnung und fehlender Überblick“

Viele Pubertierende „ertrinken“ förmlich in ihrem Chaos. Weder Arbeitsplatz und Arbeitsmaterialien sind geordnet, noch werden wichtige Schulereignisse, wie anstehende Klassenarbeiten und Tests, richtig geplant und vorbereitet. Struktur, Ordnung und Übersicht sind aber nun mal Erfolgsfaktoren beim Lernen.

Unser Tipp: Helfen Sie Ihrem Kind, Ordnung und Überblick zurückzugewinnen! 
Ein gemeinsames „Ausmüllen“ und Neuordnen des Arbeitsplatzes (vielleicht benötigt Ihr Kind eine andere Lernumgebung zu Hause, um motiviert zu arbeiten?), das Ordnen der Arbeitsmaterialien, Bücher und Hefte als Initialzündung können helfen, einen Neuanfang zu starten. Nur in einer geordneten Lernumgebung kann Ihr Kind eine positive Einstellung zum Lernen zurückgewinnen. Überlegen Sie zusammen, wie eine Schulwoche konkret mit Hausaufgaben- und Lernzeiten geplant werden kann und wie wichtige Prüfungstermine schriftlich festgehalten und gut vorbereitet werden können. Sollte dieses Unterfangen mit Ihnen als Eltern nicht klappen, dann holen Sie sich Hilfe von außen. Überdenken Sie mit Ihrem Kind, wie es in Zukunft selbst Ordnung und Überblick bewahren kann: ohne Ihre Hilfe. Denn eine solche Unterstützung sollte eher eine Ausnahme sein. 

Motivationsfalle „fehlende Ziele“

Eine Weisheit besagt: „Nur wer weiß, wo er hinsegeln will, setzt die Segel richtig.“ Typisch für pubertierende Schüler ist jedoch, dass sie zum einen nicht wissen, wo sie gerade stehen, und zum anderen keine Ahnung haben, wo sie eigentlich hin wollen. Fragt man sie nach ihren Zielen, erhält man oft eher wolkige Antworten: „Ich will besser werden“, „Ich werde mehr lernen“, „Im nächsten Schuljahr strenge ich mich mehr an“ oder sogar „Im nächsten Schuljahr schreibe ich nur noch Einsen und Zweien“. Eine richtige Zielplanung beinhaltet jedoch Ziele, die konkret und nachprüfbar, auf einen Zeitpunkt gerichtet und vor allen Dingen realistisch sind.

Unser Tipp: Machen Sie mit Ihrem Kind eine Noten- und Maßnahmenplanung! 
Bieten Sie Ihrem Kind an, eine Noten- und Maßnahmenplanung zu erstellen. Diese enthält eine Standortbestimmung („Wo stehe ich in den einzelnen Schulfächern?“), eine konkrete Zieldefinition („Welche Noten möchte ich im kommenden Schuljahr erreichen?“) und eine Maßnahmenplanung („Was muss ich tun, um meine Ziele zu erreichen?“). Ihr Kind muss dabei die Ziele und Maßnahmen selbst festlegen – nicht Sie! Sie können natürlich Vorschläge machen, die Entscheidung trifft jedoch Ihr Kind.  
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Als Leser des "Pubertäts-Überlebensbriefes" erhalten Sie hier noch 5 weitere hilfreiche Tipps, mit denen Eltern die Motivation Ihrer Kinder fördern können.

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