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Lernpausen in der Pubertät
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Lernpausen: So hält Ihr Kind beim Lernen in der Pubertät länger durch!

Konzentration in der Pubertät

Zu viele Termine, die unter pubertierenden Schülern weit verbreitete „Krankheit der Aufschieberitis“ oder einfach uneffektive Pausen: Gründe, warum Jugendlichen in der Pubertät beim Lernen mitunter schnell die Puste ausgeht, gibt es viele. Lesen Sie daher hier, wie Ihr heranwachsendes Kind beim Arbeiten klug pausieren und so länger durchhalten kann. 

Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Ob Ihr Kind sich beim Lernen überhaupt eine längere Zeit konzentrieren kann, hat viel damit zu tun, wie fit und leistungsfähig es sich grundsätzlich fühlt. Neben Gesundheit, einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend Sport oder Bewegung spielt bei Jugendlichen auch der Schlaf eine bedeutende Rolle.

Der Schlafrhythmus verändert sich in der Pubertät

Wer zu wenig schläft, kann sich nicht gut konzentrieren: Diese Erfahrung hat fast jeder schon gemacht. Sich müde an den Schreibtisch zu setzen, sollte Ihr Kind also möglichst vermeiden. Trotzdem leiden die meisten Jugendlichen oft unter Schlafmangel. Das hängt damit zusammen, dass sie einerseits mehr Schlaf benötigen als in der Zeit vor der Pubertät, andererseits aber das müde machende Hormon Melatonin in der Pubertät erst einige Stunden später ausgeschüttet wird. Ihr Kind ist also abends nicht müde, muss aber trotzdem morgens früh aus den Federn.
Das so entstandene Schlafdefizit schleppt Ihr Kind dann möglicherweise über den ganzen Tag mit sich. Vor allem am späten Vormittag und nach dem Essen im Mittagstief hängen viele pubertierende Schüler dann ganz besonders in den Seilen.

Wann benötigt mein Kind eine längere Pause?

Lernen unmittelbar nach der Mittagszeit kann – nicht nur für Pubertierende – zu einem Problem werden.
Ein Leistungshoch haben viele Schüler am späten Vormittag und am frühen Abend. Ein deutliches Leistungstief hingegen haben die meisten Menschen um die Mittagszeit. Trifft  diese Kurve so oder ähnlich auch auf das Leistungsvermögen Ihres Kindes zu, sollte es nach dem Mittagessen eine längere Pause von mindestens 30 Minuten machen. Fehlt diese Pause, holt sie sich Ihr Kind unbewusst meist trotzdem, indem es trödelt, träumt oder beim Lernen mit viel Energie nur wenig Vorzeigbares schafft.

Unser Rat:
Ein kurzer Mittagsschlaf und Lernzeiten zum Abend hin sind für viele Jugendliche dann eine Möglichkeit, sich dem veränderten Rhythmus des Körpers anzupassen.

Wann und wie lange sollte mein Kind während des Lernens pausieren?

Wie lange „am Stück“ Ihr Kind sich auf eine Aufgabe konzentrieren kann, hängt immer auch vom Interesse an der jeweiligen Aufgabe ab. Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihr Kind lange konzentriert am Computer sitzen oder E-Gitarre spielen kann, bei den Hausaufgaben aber schon nach kurzer Zeit schlapp macht und nach einer Ablenkung sucht. Durchschnittlich können sich Jugendliche ab zwölf Jahren 30 Minuten am Stück konzentrieren, wenn der Lernstoff „mäßig“ interessant ist. Spätestens nach 30 Minuten ist also bei Ihrem pubertierenden Nachwuchs eine Lernpause fällig. Fehlt diese Pause, sinkt die Konzentration nach und nach ab.

Dabei reichen zu Beginn eines Hausaufgaben- oder Lernnachmittags kurze 5-Minuten Pausen aus. Erstreckt sich das Lernen insgesamt über eine lange Zeit, sollten die Pausen zum Ende hin länger und die Lernzeiten kürzer werden. Allerdings sollten die Pausen auch nicht viel länger als zehn Minuten dauern, sonst fällt es Ihrem Kind zu schwer, sich erneut auf die Aufgaben einzulassen.

 

 

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