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strukturiert lernen

Strukturiert lernen am Arbeitsplatz

So lernt Ihr Kind strukturiert

Wenn Kinder schlecht organisiert sind und die Unordnung bei den Schulsachen und im Kinderzimmer Überhand nimmt, ist strukturiertes Lernen gefragt. Lesen Sie, wie Ihr Kind strukturiert lernen kann.  

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Wenn Kinder schlecht organisiert sind, immer wieder Hausaufgaben vergessen oder Materialien nicht finden, findet sich ein Hang zur Unordnung nicht selten auch in ihrem Kinderzimmer und im Zustand des Arbeitsplatzes wieder. Die äußere Unordnung unterstützt dann das innere Chaos, in dem leicht Dinge vergessen oder verschusselt werden. Damit Ihr Kind strukturiert lernen kann, helfen Sie ihm am besten durch ein klar strukturiertes und möglichst aufgeräumtes Kinder- und/oder Arbeitszimmer, seine innere Ordnung zu finden.

Um strukturiert Lernen zu können oder bei den Hausaufgaben ist Ihr Kind auf einen ordentlichen, gleich bleibenden eigenen Lernbereich angewiesen. Grundsätzlich sollte der Arbeitsplatz oder Schreibtisch in einem ruhigen Raum sein und trotzdem den Kontakt zu einem Elternteil bei Bedarf schnell möglich machen. Die meisten Kinder arbeiten in ihrem Zimmer an einem eigenen Schreibtisch. Das ist gut, denn so lernen sie früh, selbstständig zu werden. Trotzdem brauchen Kinder Hilfe, ihren den Arbeitsplatz zu organisieren.

Gegen das Schreibtischchaos hilft Ihrem Kind: Strukturiert lernen

Am besten ist es, wenn Ihr Kind täglich nach den Hausaufgaben den Schreibtisch wieder leer räumt, so dass er am nächsten Tag gleich benutzbar ist. Nur die wirklich notwendigen Arbeitsmaterialien sollten darauf liegen bleiben. Ein Füller, ein Bleistift, ein Radiergummi, ein Lineal und Buntstifte braucht es sowieso für die meisten Tätigkeiten. Am leichtesten geht strukturiert lernen, wenn alle Dinge ihren festen Platz haben.

Mein Tipp
Bei sehr unordentlichen Kindern kann es nicht schaden, wenn ein zweites, komplett ausgestattetes Mäppchen ausschließlich für die Hausaufgaben benutzt wird. So bleibt das "Schulmäppchen" im Ranzen und kann nicht aus Versehen am nächsten Tag vergessen werden.

Ablenkung schadet Ihrem Kind, um strukturiert lernen zu können

Während Ihr Kind an seinem Schreibtisch sitzt und lernt, sollte es auch nicht zu vielen optischen Reizen ausgesetzt werden. Platzieren Sie den Tisch daher seitlich zum Fenster, damit Ihr Kind nicht ständig nach draußen schaut. Noch besser ist es, wenn Sie das Fenster mit einer luftigen Gardine nach außen abschirmen. Machen Sie aus dem Zuziehen der Gardine kurz vor den Hausaufgaben ein Ritual, so dass Ihr Kind strukturiert lernen kann.

Mein Tipp
Gardinen müssen nicht weiß und langweilig sein. Sicher hat Ihr Kind bestimmte Vorlieben, die es auch als Gardinenmotive gibt. Stöbern Sie mal im Internet - dort finden Sie leichte Stoffe mit Fußbällen, Supermännern oder Tiermotiven.

Strukturiert lernen mit bunten Pappordner

Wenn der Schreibtisch weitgehend leer sein soll, muss Ihr Kind seine Bücher und Hefte an einem anderen Platz aufbewahren. Dieser sollte vom Schreibtisch aus gut erreichbar sein. Wichtig ist auch, dass die Schulsachen sich nicht mit den Spielsachen vermischen. Ein eigenes Regal über dem Schreibtisch oder ein Rollschrank darunter bieten meist ausreichend Platz für alle schulischen Materialien. Für kleine Chaoten ist es hilfreich, die Schulfächer farblich zu unterteilen

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Struktur beim Lernen: Lernstoff nicht vergessen lassen

Meistens wird schon in der Schule jedem Unterrichtsfach eine eigene Farbe zugewiesen. Diese sollten Sie zuhause unbedingt beibehalten. In entsprechend markierten, farbigen Pappordnern finden dann alle Aufzeichnungen für das jeweilige Fach Platz.

Mein Tipp
Räumen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind regelmäßig zu den Schulferien die Regale auf, so dass für den Schulstart nach den Ferien alles an seinem richtigen Platz ist und Ihr Kind sich ohne Ablenkung auf die Schule konzentrieren kann.

Strukturiert lernen: Trennen Sie Spielen und Arbeiten

Besonders Grundschulkinder haben noch sehr viele Spielsachen, mit denen sie sich beschäftigen. Sie brauchen daher in ihrem Kinderzimmer neben dem Arbeitsplatz unbedingt auch eine Möglichkeit, angefangene Spiele stehen lassen zu können - ganz gleich ob es sich dabei um eine Lego-Burg, eine Bastelarbeit oder aufgeschlagene Bücher handelt. Richten Sie daher im Kinderzimmer auch für Schulkinder unbedingt eine Spielecke ein.

Mein Tipp
Wenn der Platz im Kinderzimmer knapp wird, können Sie einen ausklappbaren stabilen Tisch an der Wand befestigen. Mit einer schönen Arbeitsplatte und kräftigen Scharnieren aus dem Baumarkt schaffen Sie so eine günstige Möglichkeit, um mehr Platz zum Spielen (oder einen Arbeitsplatz der immer aufgeräumt ist, weil er ja hinterher weggeklappt wird) zu bekommen.

Zeiteinschätzung ist wichtig, damit Ihr Kind strukturiert lernen kann

Wenn Kinder sich auf das Lernen richtig einlassen, verlieren sie häufig die Zeit aus dem Blick. Da passiert es schnell, dass aus den fünf Minuten Ausmalen plötzlich 20 Minuten geworden sind, die jetzt beim Rest der Hausaufgaben fehlen. Das liegt nicht am fehlenden Arbeitstempo, sondern einfach an einem (noch) fehlenden Zeitgefühl.

Mein Tipp
Mit einer bunten Eieruhr oder einem lustigen Wecker kann Ihr Kind sein Zeitgefühl trainieren. Einfach die eingeplante Arbeitszeit einstellen und vom Klingelton erinnern lassen. Natürlich benötigen Erst- und Zweitklässler dabei noch Unterstützung, ab der dritten Klasse ist diese Form der Zeitplanung dann aber auch schon allein zu bewältigen, wenn sie frühzeitig eingeübt wurde.

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