Kommentare:
© Light Impression - Fotolia.com

Wie Ihr Kind lernt, mit Schwierigkeiten umzugehen

Eigenverantwortliche Motivation

Wie sehr ein Mensch von seinem Ziel, das er erreichen möchte, überzeugt ist, zeigt sich oft erst, wenn Schwierigkeiten auf dem Weg dorthin auftreten – leider ist das aber fast immer der Fall. Auch Ihr Kind wird nicht problemlos den Weg zu seinen schulischen Zielen gehen können. Wie Sie Ihr Kind unterstützen können, erfahren Sie in unserem heutigen Beitrag. 

Expertenrat von 

Kennen Sie die Geschichte von den beiden Fröschen, die in einen Topf voller Sahne gefallen sind?

Beiden Fröschen war schnell klar, dass sie in der zähen Masse nicht schwimmen können, und so fingen sie heftig an zu strampeln. Doch alles Treten, Rudern und Paddeln half nichts. Sie kamen nicht voran, und immer wieder gingen sie unter. Bald waren sie so erschöpft, dass einer der beiden Frösche entmutigt aufgab und in der Sahne ertrank. Der andere Frosch aber sammelte erneut alle seine Kräfte und strampelte und paddelte noch wilder als zuvor. Nach einiger Zeit verwandelte sich die Sahne in Butter. Erstaunt krabbelte der Frosch an den Rand des Sahnetopfs und hüpfte dann glücklich nach Hause. Das Verhalten der Frösche kennen auch wir Menschen. Es zeigt, welche zwei Möglichkeiten wir in der Regel haben, mit schwierigen Situationen umzugehen.

Möglichkeit 1: Aufgeben, Verantwortung abgeben, die Opferrolle einnehmen

Das Verhalten des ersten Frosches kennen wir alle. Bei Problemen und Hindernissen ist man schnell verleitet, nach den ersten halbherzigen „Rettungsversuchen“ aufzugeben und abzuwarten. Die Schuld für das eigene Versagen wird bei anderen Personen oder den äußeren Umständen gesucht. Schuld an der schlechten Mathe-Arbeit Ihres Kindes ist dann zum Beispiel der Lehrer, weil er Aufgaben gestellt hat, die so vorher noch nie besprochen wurden, Schuld ist auch der Lärm auf dem Schulhof während der Pause, der Kaugummi kauende Sitznachbar oder sogar Sie, weil Sie mit Ihrem Kind falsch gelernt haben.

Es kann „verlockend“ sein, sich zum Opfer zu machen, denn als Opfer kann bzw. muss Ihr Kind ja nichts an seiner Situation ändern und wird zudem bedauert. Doch mit dieser Haltung wird es seine schulischen Ziele (und nicht nur die) nicht erreichen.

Möglichkeit 2: Aktiv werden, Verantwortung übernehmen und handeln

Der zweite Frosch hingegen beweist Durchhaltevermögen. Mit seinem ganzen Willen und mit all seiner Kraft will er sein Ziel, den Rand des Sahnetopfs, erreichen. Seine Ausdauer wird schließlich belohnt, wenn auch für den Frosch überraschend. Damit Ihr Kind in Zukunft bei Schwierigkeiten nicht „zufällig“, sondern wohlüberlegt die richtige Strategie wählt, sollte es frühzeitig lernen, Verantwortung für die eigenen Probleme zu übernehmen – also nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern aktiv werden und überlegen, welche Maßnahmen helfen können, damit die nächste Mathe-Arbeit besser läuft und dann konsequent diese Maßnahmen umsetzen. Dazu gehört auch, die eigene Frustrationstoleranz zu verbessern. Wenn Sie die folgenden zwei Regeln beherzigen, sind Sie Ihrem Kind eine große Hilfe auf diesem Weg zum eigenverantwortlichen Handeln. Außerdem vermeiden Sie Streit. Das Prinzip, auf dem diese beiden Regeln basieren, ist einfach und gilt nicht nur bei schulischen Problemen: Sie verringern Ihre Kontrolle umso mehr, je mehr Sie Ihrem Kind vertrauen.

Diesen Artikel weiterlesen?
mehr erfahren...

Erfahren Sie, wie Sie Ihr Kind zum eigenverantwortlichen Lernen motiviern können. Als Abonnent des "Pubertäts-Überlebensbriefs" können Sie hier alle wichtigen Tipps erfahren.

Diesen Artikel freischalten

Dies ist ein Premium-Inhalt auf Elternwissen.com, der nur Abonnenten unserer monatlichen Eltern-Ratgeber angezeigt wird.

Wenn Sie diesen Artikel weiterlesen möchten, können Sie hier ein 30-tägiges Test-Abonnement abschließen.

Bitte wählen Sie Ihr Wunsch-Produkt aus:

Sie sind bereits Premium-Mitglied?

Geben Sie hier Ihren Benutzernamen und Passwort ein:

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten

Kommentare zu "Wie Ihr Kind lernt, mit Schwierigkeiten umzugehen"

Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden.
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Lernen und Motivation" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Lernen und Motivation" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?